Luxemburg

Auf dem Felsenweg durch das wildromantische Müllerthal – Wandergenuss auf höchstem Niveau

26. August 2017

Die Region „Müllerthal“ ist das Schmuckkästchen Luxemburgs. Hier findet der Wanderer perfekte Wanderwege, eine unverfälschte Natur und eine einzigartige landschaftliche Schönheit. Geheimnisvoll wirken die tiefen Schluchten, Felsmassive und idyllische Bachtäler. Die Wanderung auf dem Felsenweg verläuft abenteuerlich auf schmalen Pfaden und windet sich von Felsen zu Felsen. Man kommt an Felsen vorbei mit märchenhaften Namen wie Eulenburg, Goldfralay, Goldkaul, Schelmenlay oder Ramelay.

Wir beginnen die Wanderung an der „Heringer Millen“, sie war einst einer der wichtigsten Mühlen in der Region. Die Getreidemühle aus dem 17. Jahrhundert wurde  in mühevoller Arbeit renoviert und beherbergt heute ein Mühlenmuseum, ein Informationszentrum mit Wandercenter von „Best of Wandern“ und eine hervorragende Gastronomie. Wir gehen links am „Campingplatz Cascade“ entlang, queren einen kleinen Bach und wandern oberhalb vom Bach zum idyllischen „Schiessentümpel“, einem malerischen Wasserfall an der Schwarzen Enz, er ist wohl das begehrteste Fotomotiv in Luxemburg. Hier schießt das Wasser in drei Strömen über eine Felskante in ein darunter liegendes Felsbecken und wird überspannt von einer Farn- und moosbewachsenen Steinbogenbrücke.

Wir folgen der Route 2 auf der anderen Straßenseite in den Wald hinein, queren nach etwa 100 m eine weitere Straße und tauchen in eine bizarre- schöne Felsenlandschaft ein. Hier haben Verwitterungsprozesse aus den Felsen wahre Kunstwerke modelliert und man fühlt sich in eine Welt von Fabeln und Sagen versetzt. Der Weg schlängelt sich durch moos- und farnumwucherte Felsen hindurch. Wir passieren die Felsschlucht „Eulenburg“ und die eindrucksvollen bizarren Felsgebilde der „Goldfralay“ und „Goldkaul“. Am Goldfralay lassen wir uns den Hinweis „Belle Vue“ nicht entgehen und steigen die schmale und steile Felspassage hinauf zum Belle Vue, wo nach einer Legende die Goldkaul enorme Goldschätze der Goldfrau birgt.

„Der Legende nach verbirgt die Goldkaul einen riesigen Goldschatz der Goldfrau, ein in weise Kleider eingehülltes Weibchen. In ihrem Mund trägt sie einen goldenen Schlüssel, mit dem sie in ihrer Goldkaul die Schätze einsperrt.“ Von hier wandern wir durch Wald bis zu einer Straße und folgen an der Abzweigung der Zufahrt zur Consdorfer Mühle, einer der vielen Mühlen die dem Tal den Namen gaben und gelangen auf dem Wanderweg hinauf zur „Buerkapp“.  Bei den Felsen halten wir uns links und erreichen über ein Hochplateau den Sportplatz und Campingplatz „La Pínede“. Dort führt uns der Wanderweg C nach links auf eine lange Treppe talwärts.

Über einen Holzsteg queren wir den Birsbach und wandern unter Felsüberhängen entlang. Wir durchqueren die „Budderkummer“, einen Felsgang und wandern weiter durch eine Talmulde.  Kurz darauf entdecken wir  in einem Felsen ein Gesicht. Auf der anderen Seite liegt der „Pärdskapp-Fels“. Nach 20 Minuten erreichen wir das Tal des Alsbachs, queren einen Bach und wandern am anderen Ufer ein kleines Stück zurück und erreichen die „Schelmenlay“ und legen unter einem überhängenden Felsdach eine kleine Pause ein.  Von hier erreichen wir nach etwa 500 m die „Ramelay“ auch Rabenfelsen genannt.

Von der Felskanzel hat man einem wunderschönen Ausblick, doch Bäume versperren uns leider die Sicht. Wir passieren die Ramelay und folgen der Markierung „C“ talwärts. Unterhalb der Felsen halten wir uns links und wandern durch das Tal des „Dousteschbachs“, den wir später queren werden. An der nächsten Weggabelung halten wir uns links, queren eine Wiese und erreichen am Ortsrand einen Campingplatz. Dort gehen wir vor der Straße rechts auf einen Fußweg und wandern talwärts. Vor dem Hotel „Le Cigalon“ geht es rechter Hand wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 12 km

Gehzeit: 4,00 Stunden

Ausgangspunkt: Müllerthal, Campingplatz Cascades

Endpunkt: Müllerthal, campingplatz Cascades

Einkehr: Heringer Millen

ÖPNV: Mit dem Bus vom Busbahnhof Echternach Gare, fährt nur sehr selten

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