Auch die vorletzte Etappe des Moselsteigs hat einiges zu bieten. Sie führt durch das Mühlental in das Reich des Tatzelwurms, einem Fabeltier das hier in den Wäldern leben soll. Durch Weinberge geht es hinauf zur Niederburg, der Ruine Oberburg und zur spätromanischen Matthiaskapelle. Steile Aufstiege werden mit wunderschönen Panoramen auf das Moseltal belohnt.

DSC01006Wir beginnen die vorletzte Etappe auf dem Moselsteig am Bahnhof in Kobern-Gondorf. Vor dem Bahnhof folgen wir dem Moselsteig-Zuweg 1,4 Km und biegen auf der Hauptstraße nach rechts auf den Kreuzweg ab. Nun steigen wir durch altes Weinbergareal steil aufwärts und biegen in der ersten Kehre nach links ab zur nahen Ruine der Niederburg. Auf dem Moselsteig zurück, geht es wieder steil bergan. Nach etwa 3 Km haben wir den schweißtreibenden Aufstieg zum Burgberg fast hinter uns. An einer Bank wenden wir uns nach links und haben nach wenigen Minuten den mystischen Ort, wo einst die Reliquie des heiligen Matthias aufbewahrt wurde erreicht – die sechseckige Matthiaskapelle. Hinter der Kapelle führt uns ein schmaler Pfad in den Wald. Nun wandern wir mit etwas Gefälle abwärts ins Hohensteinbachtal.

DSC01023

DSC01027Wir passieren etwas später eine Bank, tauchen in den Wald und in das Reich des Tatzelwurms ein. Der Tatzelwurm soll nach einer Sage ein Halbdrache sein, der bis zu 2 Meter lang werden kann und einen reptilienartigen Körper und Kopf besitzen soll. Mit geschärften Sinnen wandern wir weiter durch abwechslungsreichen Wald und erreichen den „Quidoborn“ einen Sauerbrunnen unter der Schutzhütte. Nur einige Meter später passieren wir das Insektenhotel und treffen auf einen Asphaltweg, wir halten uns rechts und erreichen später einen nach links abzweigenden Pfad. Nun steigen wir auf gleicher Trasse mit dem Tatzelwurmweg bergauf. Oben erwarten uns zwei geschwungene Tatzelwurmbänke zum Ausruhen in einem wunderschönen Niederwald. Etwa 100 Meter später wechseln wir nach rechts auf einen Pfad und wandern im Auf und Ab durch den Wald.

DSC01037

Nach dem wir den Gipfel erklommen haben erwartet uns abermals eine Bank die zu einer kleinen Rast einlädt und von der wir einen herrlichen Ausblick auf das Moseltal  und die beiden Burgen genießen. Wenig später verlassen wir den Hangwald und wandern über offene Flur und lassen unsere Blicke schweifen. Wir überschreiten  die Kuppe des Rosenbergs und erfahren auf einer Infotafel interessantes über den Homo erectus, aus dem sich wahrscheinlich in Europa der Neandertaler entwickelte und der erste war der das Feuer benutzte. Nach etwa 6 Km trennen wir uns vom Reich des Tatzelwurmes, den wir übrigens nicht zu Gesicht bekamen und wandern weiter. Nach einer kurzem Asphaltweg und einigen Richtungswechseln nähern wir uns wieder dem Waldrand und wandern zwischen Feld und Wald weiter, bis der Moselsteig nach rechts in den Wald abbiegt.

DSC01042

Später steigen wir steil bergab zu einem Forstweg und folgen diesem nach rechts, bis wir in einer Spitzkehre nach links laufen und uns dem Belltal nähern. Später gesellt sich der Rheinburgenweg zu uns und wir wandern gemeinsam mit ihm durch das  Belltal abwärts ins Langenbachtal. Nach dem Abstieg, wie soll es auch anders sein, erfolgt wieder ein Aufstieg auf einem Serpentinenpfad steil bergan. Nach zwei Drittel des Anstiegs lädt eine Bank zum Verschnaufen und zur Rast ein, mit einem traumhaften Blick auf das Moseltal. Nur wenig später haben wir es endlich geschafft und genießen den Moselsteig auf einem Waldpfad. Nach etwa 12 km lohnt sich ein Abstecher zur Blumslay, von der man traumhafte Panoramen auf das Moseltal genießen kann. Nun haben wir bald die Raststätte erreicht, in der man einkehren kann und einen grandiosen Blick auf die Moseltalbrücke genießen kann.

DSC01070

DSC01121Diese wurde im Zuge der Autobahn Krefeld-Ludwigshafen in vierjähriger Bauzeit errichtet und ist mit 136 m und einer Spannweite von 218 m einer der größten in Deutschland. Wir gehen unter der Autobahnbrücke hindurch, mit wunderschönem Tiefblick auf das Moseltal und auf der anderen Seite über Treppenstufen wieder hinauf. Laufen rechter Hand am Rastplatz entlang, gehen geradeaus und verschwinden über Stufen in den Wald. Nach einer kurzen Waldpassage wechseln wir an den Waldrand und wandern durch Wiesen an Reben entlang. Wenig später passieren wir den Distelberghof und treffen nach etwa 13 km an der Domgartenhütten ein, die an der Hangkante steht. Von hier steigen wir über einen steilen Pfad abwärts nach Winningen und schlendern an prächtigen Fachwerkhäuser  entlang zum Bahnhof. Hier endet die vorletzte Etappe auf dem Moselsteig.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 13 Km

Gehzeit: 3,30 bis 3,45 Stunden

Ausgangspunkt: Bahnhof Kobern-Gondorf

Endpunkt: Bahnhof Winningen

Auf-/Abstiege: 450 m

ÖPNV:

  • Regionalbahn Trier- Koblenz nach Kobern-Gondorf,
  • Rückfahrt mit der Bahn von Winningen

 

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Print Friendly, PDF & Email

Hits: 400