Auf dem Moselsteig von Traben-Trarbach nach Reil – Vom Teufel und dem heißen Tropfen

19. April 2014

Die 13. Etappe des Moselsteigs beeindruckt mit tiefen Einblicken und weiten Ausblicken auf das Moseltal. Bereits zu Beginn der Etappe beim Aufstieg zur Ruine Grevenburg bietet der Moselsteig reizvolle Motive und nach vielen Höhenmeter ist Genusswandern auf hohen Niveau angesagt sowie phantastische Ausblicke auf das Moseltal. Unterwegs laden immer wieder reizvolle und lauschige Plätze zum verweilen ein.

IMG_8063Wir beginnen die 13. Etappe auf dem Moselsteig am Bahnhof von Traben-Trarbach, dass sich links und rechts der Mosel erstreckt und von Weinbergen umgeben ist. Wir überqueren die Moselbrücke und durchschreiten das Brückentor, das Wahrzeichen des kleinen Städtchens, das vom Berliner Architekten Bruno Möhring entworfen und 1899 fertiggestellt wurde. Wir halten uns links überqueren die Straße und erreichen den Einstieg des Fußweges zur Grevenburg. Nun steigen wir durch schattigen Wald aufwärts und biegen nach wenigen Minuten nach rechts auf einen Serpentinenpfad ab, der uns steil hinauf zur Grevenburg führt, einer ehemaligen Residenz der Grafen von Sponheim. Für kurze Zeit tauchen wir in das Mittelalter ein und haben vom ehemaligen Kommandantenquartier einen wunderschöne Aussicht auf Traben-Trarbach.

IMG_7974Von der Grevenburg setzen wir unsere Wanderung zunächst auf asphaltierten Weg in Richtung Schottbachtal fort. Über einige Kehren gewinnen wir schnell an Höhe und biegen nach links auf einen Pfad ab von dem wir schöne Ausblicke auf das Moseltal haben. An einem Forstweg endet der Pfad, diesem folgen wir nach links weiter aufwärts durch Nadelwald immer geradeaus. Der Pfad wird immer wieder von breiteren Wegpassagen unterbrochen bis er sich senkt und wieder zur Hangkante ansteigt. Nun wandern wir für einige Zeit durch Wald bis zu einer Bank, von der wir herrliche Ausblicke auf das Moseltal haben. Nun geht es für einige Zeit durch Gehölz und Wald bis zu einer Wiese, über einen  Treppenpfad erreichen wir die Siedlung Starkenburg und gelangen über einen Fußweg abwärts zur Schlossstraße, der wir nach links bergauf folgen.

IMG_7999Am Ortsende biegen wir nach rechts „Im Haag“ ab und gelangen zum Rand der Siedlung und wechseln nach links auf einen leicht abwärts führenden Waldweg und erreichen eine Weggabelung. An dieser gehen wir nach links und kehren zum Kamm zurück und treffen auf eine Straße, gehen etwa 100 Meter nach links und biegen kurz darauf scharf nach rechts auf einen Feldweg ab und erreichen eine weitere Weggabelung. An dieser halten wir uns links und wandern abwärts bis zum Rand eines Weinbergs, wir gehen nach rechts bergauf und treffen kurz vor der Straße auf den Sponheimer Weg. Mit ihm gehen wir nach links und wandern auf einem Pfad durch Gehölz bis wir auf die Straße treffen. Dieser folgen wir etwa 80 Meter nach links und biegen wieder nach links auf einen Naturweg ein bis zur nächsten Wegverzweigung.  An dieser gehen wir nach links und erfreuen uns an den schönen Ausblicken auf das Moseltal.

IMG_8042Nach einiger Zeit erreichen wir einen Rastplatz an der Hangkante von der wir einen schönen Blick auf die Schleuse von Enkirch haben. Nun folgt für einige Zeit der pure Wandergenuss. Auf einem abwechslungsreichen felsigen Pfad wandern wir an der Hangkante entlang, mal durch Gehölz und offene Passagen mit traumhaften Ausblicken. Auf gleicher Wegstrecke verläuft der „Wanderweg der Lieder“ vom SWR4, der im Jahr 2009 anlässlich des Jubiläums  30 Jahre Oberdorfgemeinschaft angelegt wurde und der Erhaltung des volkstümlichen Liedgutes dienen soll. Unterwegs laden immer wieder Rastbänke zum verweilen ein. Über einige gut markierte Weggabelungen wandern wir weiter und genießen die herrliche Landschaft in vollen Atemzügen. Später passieren wir ein Waldstück mit Schutzhütte und Kräutergarten und wandern weiter durch offene Passagen und erblicken am Horizont den Weinort Enkirch, zu dem wir an der Rottenblickhütte, abwärts steigen werden.

IMG_8060Zunächst queren wir einen asphaltierten Weg und steigen an der Schutzhütte nach links auf einen absteigenden Pfad. Nun geht es über einige Querwege hinweg am Berggrat abwärts und treffen im Oberdorf von Enkirch auf die Sponheimer Straße, der wir nach links folgen. Nach etwa 40 Meter folgen wir einem Fußweg nach rechts zur Thornesstraße, auf dieser gehen wir geradeaus in die Kirchstraße, folgen dieser bis zu einer Abzweigung, an dieser biegen wir nach rechts in die Backhausstraße ein. Am Ende der Straße biegen wir in die Priesterstraße ein und nur wenig später nach rechts auf den Mühlenweg ein. Nach einer Spitzkehre biegen wir auf einem Fußweg nach links ab und erreichen die Ortsmitte und wandern weiter zum Tal abwärts.

IMG_8022Nun gehen wir nach links zu den ersten Häusern und gleich darauf wieder nach rechts zu einem Bach, diesen queren wir und folgen der Straße „Am Steffensberg“ nach links zum Dorfplatz von Enkirch. Am Dorfplatz biegen wir nach rechts „Im Bungert“ ab und erreichen den Ortsrand, biegen links ab und folgen dem Asphaltweg durch Weinberge, die später von einer Gehölzstrecke unterbrochen wird und zu einer Wegkreuzung führt. Wir wandern weiter geradeaus und steigen bald darauf rechts abwärts in ein Bachtal ab. Von dort geht es über eine Talstraße etwa 50 Meter rechts bergan und biegen danach nach links auf einen Weinbergweg ein. Auf diesem steigen wir weiter aufwärts bis er in einen Feldweg übergeht. Nun wandern wir zwischen Weinbergen stetig steil bergan bis zu einem Querweg, an diesem biegen wir links ab und genießen die herrlichen Aussichten.

IMG_8051Später treffen wir auf einen Aspahltweg, biegen rechts ab und biegen in einer Kurve geradeaus auf einen Wiesenweg ab, der uns in  ein kleines Wäldchen führt. Nach kurzer Zeit treffen wir auf eine Wegkreuzung, wir wandern weiter geradeaus durch Wald bis der Weg nach links abbiegt, wir verlassen den Wald und folgen dem Wirtschaftsweg leicht ansteigend durch die Weinberge. Nach einer Kurve treffen wir auf einen Asphaltweg, biegen links ab und treffen auf einen schönen Rastplatz mit Schiefertisch, an dem wir eine kleine Pause einlegen. Von hier wandern wir weiter zu einer kleinen Kapelle, an dieser gehen wir nach rechts und wandern auf dem Wirtschaftsweg  gemütlich weiter bis zur nächsten Weggabelung.

IMG_8069An dieser halten wir uns rechts, wandern an einer Infotafel des Weinlehrpfades vorbei immer aufwärts an Gehölzen und einigen Felsen vorbei bis zum Ende des Anstieges, wo uns eine traumhafte Aussicht erwartet. Nun führt uns der Moselsteig zunächst leicht abwärts, bevor wir die ersten Weinberge erreichen, dann geht es steil hinunter und wir biegen nach rechts auf einen Feldweg ab der durch Weinberge führt. Als wir wieder auf einen Asphaltweg treffen biegen wir nach links ab und steigen hinunter zur Moselbrücke, queren die Brückenzufahrt, gehen über die Brücke und erreichen den Weinort Reil, der von einer tausendjährigen Weinkultur geprägt ist. Den Ort mit seinen kleinen Gassen und alten Fachwerkhäuser sollte man unbedingt besichtigen und einen Tropfen vom „Heißen Stein“ probieren.

Die Sage vom Pfalzgraf und dem Teufel

Es war einmal ein Reiler Pfalzgraf, der hatte seine Seele in einer schwachen Minute an den Teufel verpfändet. Das bedauerte der Pfalzgraf sehr und wollte seine Seele gerne zurückerhalten. Dafür hatte er dem Teufel bereits alle Weine der Welt angeboten, dieser lehnte aber immer wieder ab. Schon rieb sich der Geschwänzte die Hände und begann unter dem Reiler Schieferweinberg zu heizen um das Höllenfeuer für die Seele des armen Reiler Pfalzgrafen zu schüren. Da wuchs dort, wo der Teufel tief unten das höllische Feuer entfacht hatte, ein Moselwein, so gut wie ihn der edle Pfalzgraf noch nie geschmeckt hatte. So nahm er sich ein Herz und kredenzte seinem Widersacher einen Probetrunk. Kaum verspürte der Zottige einen Tropfen davon auf der Zunge, vergaß er Opfer und Ofen und schmatzte laut:

„Endlich der Tropfen vom heißen Stein!“

Der Pfalzgraf wusste nun, womit er seine Keller künftig füllen würde und die Weinbergslage hatte ihren Namen gefunden, der bis heute an diese Geschichte erinnert.

 

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 15 Km

Gehzeit: 4 bis 4,30 Stunden

Ausgangspunkt: Bahnhof Traben-Trarbach

Zielpunkt: Bahnhof Reil

GPS-Track: herunterladen

ÖPNV:

Traben-Trarbach und Reil sind mit der Regionalbahn erreichbar

PKW:

Traben-Trarbach und Reil entlang der Mosel über die B 53

Parken:

  • Moselufer, Traben-Trarbach
  • Moselufer Reil

Einkehrmöglichkeiten:

Diverse Lokale in Traben-Trarbach und Reil

Wandermöglichkeiten:

Lorettaweg, Traben-Trarbach

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