Auf dem Tiergartentunnel-Wanderweg zur Ahrquelle

Diese archäologische Wanderung durch die nördliche Eifel zur Ahrquelle vermittelt einzigartige Einblicke in die Natur- und Kulturgeschichte um den malerischen Erholungsort Blankenheim. Auf ihm begegnen wir Zeugnissen römischen Straßenbaus, Relikte einer mittelalterlichen Niederungsburg und Wasserversorgung, Schanzen und Hügelgräbern. Sie führt durch offene Wiesenlandschaften, dichten Wald und Naturschutzgebiete mit einer einzigartigen Fauna und Flora.

tiergarten1Die gesamte Wanderstrecke ist mit dem Symbol „Tiergartentunnel“ beschildert. Wir starten die Wanderung am Bahnhof Blankenheim-Wald. Vom Bahnhof gehen wir nach rechts und folgen der Straße zur B 258 und gehen diese links 100 Meter aufwärts, überqueren diese und wandern etwa 2 Kilometer hinunter durch das schöne Urftal parallel zur Bahntrasse zum Standort 1, “Urfttal”. Hier überqueren wir die Bahn und biegen rechts ab und wandern durch das schöne Naturschutzgebiet Haubachtal, das für sein reiches Vorkommen seltener Pflanzenarten bekannt ist. An der nächsten Feldstraße biegen wir links ab und gelangen zum Standort 2, “NSG Haubachtal”, an diesem überqueren wir den Bach und wandern rechts aufwärts und an einer Abzweigung weiter geradeaus an einem Teich vorbei ins Tal des Stahlbuchseifen und gelangen zu einer Wegkreuzung mit Schutzhütte. Von hier wandern wir nach rechts und durch Wald hinauf  und durch Feldflur, überqueren abermals den Hauchbach und gelangen zu einer Querstraße mit Baumreihe.

tiergarten3Von hier biegen wir nach links in den Wald der Mürel ein und gelangen auf der querenden Römerstraße rechts über die B 51 und an einer Fabrik vorbei  zum Waldrand. Rechts in dem Waldweg beginnt der Wegabschnitt der diesem Wanderweg seinen Namen gab. Von hier wandern wir leicht abwärts zum Standort 3 „In der Rhenn“ zu einem Stauteich, in dem noch Teile des alten Damms erhalten sind. Von hier gelangen wir weiter abwärts zum Standort 4, „Alte Quelle“, einer Quellfassung für die Wasserleitung zur Burg Blankenheim. Nun geht es durch den Tannenbusch zu einer Straße am Waldfriedhof, die wir nach links überqueren und gelangen über Stufen hinab zu einer Wiese und zum alten Bahnhof der Ahrtalbahn. Links auf dem gegenüberliegenden Wiesenweg und etwa 40 Meter vor dem Tiergartenwald erreichen wir links aufwärts den Standort 5, „Druckleitungsstraße“, hier wurde um den Höhenunterschied zwischen Alter Quelle und Burg Blankenheim zu überwinden eine Druckleitung verlegt.

tiergarten17Auf einem oberen Pfad gelangen wir in den Wald hinein zur Schutzhütte und Standort 6, „Tiergartentunnel“, dem Herzstück der Wasserleitung. Es folgen die Schächte 1 – 4 und weiter bergan erreichen wir Schacht 5 und weiter hinab gelangen wir zum Standort 7, „Wasserhäuschen“, einem kellerartigen Bauwerk aus der Barockzeit. Neben dem Haus und Barockgarten gelangen wir zum Standort 8, „Barockgarten“, und zum Standort 9 „Burg Blankenheim“, einst der Stammsitz der Grafen von Blankenheim, einer der mächtigsten Grafengeschlechter in der Eifel. Links vor dem Burgzugang steigen wir über Stufen hinunter am Kanonenstand vorbei zum Pfarrhof und über den „Zuckerberg“ hinunter in den Ort. Wir gehen ein paar Meter auf das „Hirtentor“ zu und steigen links über Stufen hinab zur Ahrquelle. Sie entspringt in einem Brunnenkeller eines Fachwerkhauses aus dem Jahre 1726 und fließt durch eine künstliche Rinne durch das malerische Blankenheim.

tiergarten10Über den „Nonnenbacher Weg“ hinauf gelangen wir zum Standort 10 „Eifelpanorama“, von ihm hat man bei schönen Wetter einen herrlichen Blick über die Ahr- und Eifellandschaft bis zu den Gipfeln Aremberg, Nürburg und zur Hohen Acht. Von hier gehen wir weiter zum „Nußheckhof“ und biegen nach links in einen Feldweg ein der ins obere Wallbachtal führt. Von hier folgen wir dem Waldweg nach links zum Russenkreuz am Standort 11, „Hügelgrab“, gegenüber der Schutzhütte. An der Teerstraße biegen wir nach rechts ab und dann wieder links auf einem Teerweg abwärts und am oberen Feldweg gehen wir nach rechts und gelangen an der folgenden Wegkreuzung zum Standort 12, „Österreichische Schanzen I“, einem halbkreisförmigen Wall, die Stellungen waren 1794 von den Österreicher gegen die vorrückenden Truppen Napoleons aufgebaut worden. Hinter der Höhe gehen wir links im Wald abwärts und am Waldende wieder rechts und bei der nächsten Abzweigung gelangen wir zu einer Feldhöhe  und zum Standort 13, „Hängebuche auf dem Hügelgrab“, mit Rastbänken.

tiergarten12Von hier gehen wir ein Stück hinunter zur K 69, die zur Trierer Straße führt aufwärts und links am Wald Olbrück entlang und gelangen am Waldende nach rechts zum Standort 14, „Österreichische Schanzen 2“, siehe Standort 12. An diesem vorbei erreichen wir den Standort 15, „Römerstraße“, mit Schutzhütte. Am Waldrand halten wir uns rechts und unterqueren die B 51 und gelangen zum Standort 16, „Altenberger Kopf“, die etwa 40 Meter hohe Kalkrippe hat ihren Namen von einer ehemaligen mittelalterlichen Befestigung. Von hier wandern wir durch eine Senke und links bis zur B 51, biegen zweimal nach rechts ab und gelangen auf einer Privatstraße hinunter vor dem Forsthaus Altenburg, Hinweisschild) zum Standort 17, „Motte Zehbachhaus“, einem Burgenbau auf einem aufgeschütteten Hügel, der von einem Wassergraben umgeben ist. Von hier wandern wir auf der ehemaligen Trasse der Ahrtalbahn ins Urftal, siehe Standort 1, geradeaus auf einem Pfad hinunter zum Bahnhof Blankenheim-Wald, unserem Ausgangspunkt.

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 19 Kilometer

Gehzeit: 4,30 Stunden

Ausgangspunkt: Bahnhof Blankenheim-Wald

Einkehr: Diverse Lokalitäten in Blankenheim

ÖPNV:

  • Eifelexpress, Trier-Köln, Buslinie 832 nach Blankenheim,
  • Taxibus, der etwa 30 Minuten vor Ankunft unter Tel. 01804-151515 angerufen werden muss.

Wanderkarte:

  • Blankenheim Oberes Ahrtal, 1: 25000, WK 12 vom Eifelverein

 

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