Eifel

Bollendorfer Schweiz – Durch die „Grüne Hölle“

10. Mai 2013

Die Bollendorfer Schweiz gehört zu den schönsten und reizvollsten Plateaulandschaften in der Südeifel. Hier haben die Flüsse Sauer und Prüm gewaltige Felssandsteinformationen heraus geschliffen. Bizarre Felsen, klammartige Schluchten und herrliche Aussichten auf das  Sauertal machen diese Tour zu einem einzigartigen Wandererlebnis.

bollendorf2Die Sonne zeigte sich am späten Vormittag nur vereinzelt durch die graue Wolkendecke. Die Wanderung beginnt an der Bollendorfer Brücke. Ich gehe in Richtung Wallendorf und schwenke links in den Breitenberg ein in Richtung Waldhotel Sonnenberg. Nach hundert Meter zweigt auf der rechten Straßenseite ein Weg (Markierung „Audiotour Grüne Hölle) ab dem ich steil hinauf zur Mariensäule folge. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf Bollendorf. Ich folge dem Weg weiter zum Waldhotel Sonnenberg und an diesem vorbei geradeaus steil bergan bis zu einer Wegabzweigung. Dem Wegweiser „Lingelslay“  folge ich 200 Meter steil hinauf bis zu einer Schutzhütte. Hier treffe ich auf den bekannten Felsenpfad und folge dem Weg rechts „D“ und „39“ in Richtung „Eulenhorst“ und „Kreuzlay“.

bollendorf7Der schmale Pfad führt mich durch Felsblöcke hundurch und in einem stetigen auf und ab durch ein kleines Kerbtälchen. Der Pfad windet sich durch formenreiche, verwitterte und mit dunklem Moos besetzte Felsen hindurch zum ersten Highlight dieser Tour – der „Grünen Hölle“, eine schmale Felspassage mit 15 Meter hohen senkrechten und bemoosten Felswänden. Über Stufen steigen ich hinunter und am Ende durch einen kleinen Felstunnel hindurch. Von hier wandere ich weiter zum „Eulenhorst“ mit Labyrinthartigen Felspassagen und durch eine dunkle Waldpassage mit wunderschönen bemoosten Felsen. Der Pfad führt nun hinauf zum „Kreuzlay“ mit Gipfelkreuz und einem schönen Blick auf das Sauertal. Von hier gehe ich wieder ein Stück zurück zur Wegverzweigung und durch zwei Felsen hindurch und folge der Markierung „2“ zum „Maria-Theresien-Stein“ mit Schutzhütte. Hier erinnert ein Grenzstein aus dem Jahr 1772 an das ehemalige luxemburgische Gebiet das einmal zu Österreich gehörte. Von hier überquere ich das Wegkreuz und folge dem Weg mit dem „Schwarzen Keil“.

bollendorf19Nach 50 Meter biege ich links in den Weg mit der „Markierung 39/2“ ab und wandere durch eine herrliche Felslandschaft hindurch bis zur Abzweigung „Predigtstuhl“ und „Muhmenlay“. Vom Predigtstuhl hat man einen wunderschönen Blick auf das Sauertal. Von hier steige ich wieder hinunter zum Hauptweg der unterhalb der Felsen vorbei  durch einen herrlichen Buchenwald führt. Nach wenigen Minuten erreiche ich das „Muhmenlay“ und steige den Weg rechts steil hinunter, der ein letztes Mal an mächtigen Felswänden vorbei führt, bevor er auf einen breiten Forstweg trifft. Von hier folge ich dem Wegeschild „Lingelslay“ durch Wald und an Felsen vorbei und über Stufen steil hinauf zum Lingelslay mit Aussichtsturm. Von hier hat man wieder einen schönen Blick auf Bollendorf und das Sauertal. Hier ist ein idealer Platz für eine Rast, Bänke und Tische in mitten von Kiefern und Heidekraut laden förmlich dazu ein.

Vom Lingelslay biege ich nun rechts ab und folge der Markierung „39“ und „D“. Der Pfad führt nach wenigen Metern steil über Stufen hinunter zur Schutzhütte. Von hier geht es nun steil hinunter zum Waldhotel Sonnenberg und zur Mariensäule und weiter nach Bollendorf zurück.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 7 km

Gehzeit: 3 Stunden

Anfahrt:

  • Vom Hauptbahnhof in Trier mit der Linie 441 Bollendorf/Irrel/Körperich, letzte Fahrt von Bollendorf  (Montag-Freitag/ Samstags/ Sonn- und Feiertage: 16:00 Uhr.
  • Mit dem Auto auf der A60 bis Bitburg, dann auf der B57 nach Echternacherbrück und von dort nach Bollendorf.

Wanderkarte:  TK 1:25 000, Naturpark Südeifel, Blatt 3, Irrel/Echternach

 

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