Kulturgüter

Burg Eltz – Eine Ritterburg wie aus dem Märchen

26. Mai 2013

Burg Eltz – so stellen sich die meisten Menschen eine richtige Ritterburg vor. Sie thront auf einem 70 m hohen Felskopf über dem romantischen Elzbachtal und verfügt über eine große Anzahl an Türmchen, Erkern und Gebäuden.

Die Burg Eltz ist die deutsche Musterburg schlechthin. Sie wurde nie zerstört und zierte viele Jahre den 500-DM Schein. Der Name der Burg stammt von ihrem Standort am Elzbach, die die Burg an drei Seiten umfließt. Die Burg wurde im 12. Jahrhundert an einem Handelsweg, zwischen dem Moseltal und Maifeld, erbaut. Der Name der Burg wird erstmals 1157 in einer Schenkungsurkunde von Friedrich I Barbarossa erwähnt.

Die Burg wurde 1268, um Erbstreitigkeiten zu vermeiden unter drei Nachkommen (Elias, Wilhelm und Theoderich) aufgeteilt und als Ganerbenburg weitergeführt. Über Jahrhunderte baute jede Linie im engen Burgenbereich ihr persönliches Anwesen aus. Die Burg überstand sogar die Reunoins-Kriege Ludwig XIV., was dem Geschicke eines Mannes zu verdanken war, der aus einer verwandten Sippe derer von Eltz stammte und als Offizier in der französischen Armee diente.

In den Jahren von 1331 bis 1336 kam es nur zu einer kriegerischen Auseinandersetzung, die die Burg Eltz erlebte. Die Eltzer Herren und freien Reichsritter wiedersetzten sich während der „Eltzer Fehde“ der Territorialpolitik des Erzbischofs und Kurfürsten Balduin von Trier. Zu diesem Zwecke wurde die Burg Trutz erbaut. Zwei Jahre lang hielt die Belagerung an und jeder Burgzugang wurde verhindert. Durch Hunger geschwächt gaben die Belagerten auf und Erzbischof Balduin ernannte Johann zum neuen Burggrafen. Die Burg befindet sich nun mehr als 800 Jahre im Besitz der Familie die sich für die Sanierung und Sicherung der Burg einsetzt.

Weitere Informationen: Burg Eltz

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