Kulturgüter

Burg Pyrmont

9. Juni 2013

Die Burg Pyrmont wurde im 12. Jahrhundert erbaut und überwachte von ihrem senkrechten Felssporn aus die alte Höhenstraße von Koblenz nach Trier. Sie liegt im Elztal eingebettet von herrlichen Wälder und von ihrem 24 Meter hohen  Bergfried hat man einen weiten Blick über das Moseltal.

Die Burg Pyrmont war für viele Jahrhunderte im Besitz der Herren von Pyrmont und wurde im 18. Jahrhundert von den Waldbott von Basssenheim übernommen, der sie zu einer schlossartigen Anlage ausbaute. Im Jahr 1810 wurde die Burg von den Franzosen versteigert und verfiel in der Folgezeit immer mehr. Zwei Düsseldorfer Architekten, Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg,  erwarben 1963 die Burg und restaurierten den Innenbereich der Burganlage sehr aufwendig  und machten sie wieder bewohnbar. 1990 wurde die Burg für Besucher geöffnet und in der Vorburg ein Restaurant eröffnet.

Die Burg wurde im Stil der Stauferzeit erbaut. Der runde 24 Meter hohe Burgfried war der erste seiner Art im gesamten Mittelrheingebiet und besitzt zwei Gewölbe und ist mit Kaminen ausgestattet. Ein im 15. Jahrhundert erbauter Zwinger mit Rundtürmen diente als Schutz der Kernburg und ein tiefer Halsgraben trennt die Kernburg und den Zwinger von der Vorburg.  Der Zwinger diente einst auch als Wohn- und Wirtschaftsgebäude von denen nur noch der Fuderkeller erhalten ist. Das alte Nordtor unter dem modernen Verwalterhaus diente im 15. Jahrhundert als Burgzugang.

Die Kernburg besteht aus dem ehemals dreistöckigen Palas, dem angeschlossenen Küchenbau und dem Burgfried. Durch den barocken Ausbau 1712 erhielt der Palas und Küchenbau ein Dach das bis zur Spitze des Bergfrieds reichte. Der Palas besteht aus einer Eingangshalle, einem Rittersaal und kleineren Räumen und aus den Überresten einer angebauten Burgkapelle.

 

Weitere Informationen:

 

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