Kulturgüter

Burg Sooneck am Mittelrhein

20. Juni 2013

Die Burg Sooneck zwischen Bingen und Bacharach gehört zu den ältesten und ritterlichsten Burgen am Mittelrhein und wurde im 11. Jahrhundert von den Vögten der Abtei Kornelimünster erbaut und diente dem Schutz ihrer Besitzungen. Die Burg diente als Raubritternest und wurde 1282 von König Rudolf von Habsburg zerstört.

Die Burg wurde im Verlauf ihrer langen Geschichte vielfach in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt. Auf der Burg Sooneck lebten wie auf der benachbarten Burg Reichenstein im 12. bis 13. Jahrhundert Raubritter. Als Vögte waren die Ritter von Bolanden und später die Herren von Hohenfels eingesetzt. Durch unrechtmäßige Übergriffe auf den Rheinzoll rückten die Ritter in den Fokus des Rheinischen Städtebundes, der die Burg 1254 belagerte und von König Rudolf von Habsburg erobert wurde und alle Burgen der Vögte zerstörte.

Für die Burg Sooneck wurde das Bauverbot erst 1344 aufgehoben nach dem der Besitz und die Vogtei an Kurmainz übergingen. Die Burg wurde wie so viele Burgen im pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 von den Franzosen gesprengt. Der Kronprinz Friedrich Wilhelm IV kaufte die Burgruine gemeinsam mit seinen Brüdern Carl und Albrecht und wurde von ihnen von 1842 bis 1861 zum Jagdschloss umgebaut. Damit gehört die Burg Sooneck, wie die Burg Rheinstein und Burg Stolzenfels zu den wieder aufgebauten Burgen durch die Hohenzollern.

Die Burg Sooneck ist an den Rheinburgenweg angeschlossen und lädt Besucher zu einer schönen Wanderung oder Spaziergang durch den Soonwald ein. Ein Burgcafe sowie wie eine Besichtigung laden zum Verweilen auf der Burg ein. Darüber hinaus bietet die Burg standesamtliche Hochzeiten und kulturpädagogische Angebote für Schüler an.

 

Weitere Informationen: Wikipedia

 

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Print Friendly, PDF & Email

You Might Also Like