Rhein

Frühlingswanderung im Breisiger Ländchen – Unterwegs im Land der Quellen

11. April 2015

Diese Wanderung führt etwas abseits vom Rhein durch das Hinterland der Quellenstadt Bad Breisig. Es geht durch Wald, offene Flur und über die Rheinhöhen, bei dem sich die wunderschöne Landschaft der Vordereifel erschließt. Der Weg ist sehr abwechslungsrech gestaltet. Man wandert zwischen Wald, Wiesen und durch offene Flur mit herrlichen Ausblicken auf den Rhein und die Eifel.

IMG_2921Wir beginnen die Wanderung an der schönen Römer-Therme in der Quellenstadt Bad Breisig. Hier beginnen auch acht weitere Rundwanderwege mit einer Länge von 5 bis 17 km. Wer mit der Bahn anreist folgt dem etwa 400m Fußweg, der mit dem Rheinburgenweg-Zuweg markiert ist, zum Einstieg in die Wandertour „Breisiger Ländchen“. Von den Thermen schlendern wir durch den schönen Park und biegen nach rechts in die Brunnenstraße ab, passieren einen Parkplatz der Therme und biegen bei den Tennisplätzen rechts ab. Nun wandern wir zum Waldrand und steigen einen Pfad aufwärts, der bald darauf nach rechts abbiegt und weiter ansteigt. Auf dem Pfad wandern wir im Zickzack aufwärts und gewinnen schnell an Höhe. Nach etwa 500m wird der Weg flacher, wir verlassen den Wald, wandern durch eine schöne Blumenwiese bis der Weg nach links bergauf abbiegt. Hier lädt uns eine Sinnenbank zu einer kleinen Rast mit traumhaften Ausblicken auf den Rhein ein.

IMG_2928Nun geht es abermals steil aufwärts bis zu einer Schutzhütte am Waldrand, wir queren einen Forstweg und wandern auf einen Pfad weiter bergan. Nach einigen Richtungswechseln biegen wir an einem Rettungspunkt scharf nach links ab, über Treppenstufen gewinnen wir  schnell an Höhe und wandern auf einem schönen Pfad weiter. Am nächsten Querweg biegen wir rechts ab und wandern durch herrlichen Wald bis zu einer Kreuzung an einem Wasserhäuschen. Von hier geht es geradeaus bergauf. Kleine Schildchen an den Bäumen lassen keinen Zweifel aufkommen, dass wir den Friedwald durchqueren. Hier oben, über dem großen Strom kann man sich unter den Wipfeln eines Baumes bestatten lassen. Ein wahrlich schönes Plätzchen aber unsere Uhr ist noch nicht abgelaufen und so wandern wir weiter durch Wald bis zu einer Kreuzung am Waldrand. Hier biegen wir nach halbrechts auf einen Pfad ab der parallel zum Waldrand verläuft und wechseln nach einiger Zeit auf einen befestigten Waldweg der uns zu einer Kreuzung bringt.

IMG_2939Wir biegen links ab, lassen den Wald hinter uns und wandern durch freies Feld bis zu einer Anhöhe. Hier biegen wir nach rechts auf einen Wirtschaftsweg ab und genießen bei einem herrlichen Frühlingswetter phantastische Ausblicke auf das Rheintal und ins Siebengebirge. Kurz bevor wir den „Lieshof“ erreichen, gehen wir nach links und laufen geradeaus zum nächsten Waldrand und genießen die weiten Ausblicke. Am Waldrand angekommen wandern wir nach rechts weiter und folgen dem Waldrand an hohen Buchen und Eichen entlang bis zu einem Waldweg der von links einmündet. Nach einer Rechtskurve verlassen wir den Wald, wandern durch Felder und nutzen den ersten nach links abzweigenden Weg, der uns wieder zum Waldrand führt. Von hier folgen wir dem Weg nach rechts der uns zum Wegweiser „Dietenkopf“ führt, wenden uns nach links und passieren alte Streuobstbäume, die noch nicht in voller Blüte stehen.

IMG_2937Wir wandern an Ginsterhecken vorbei und vor uns eröffnet sich ein Blick ins Vinxtbachtal, das als Perle der Osteifel bezeichnet wird. Das Tal ist von einer der schönsten Straßenalleen erschlossen und ist bei Rad- und Motorradfahrern sehr beliebt. Wir tauchen wieder in den  Wald ein und wandern abwärts, unterqueren eine breite Stromtrasse und erfreuen uns an den herrlichen Wiesen und wandern weiter in Richtung Gönnersdorf. Der in der Nähe gelegene Frauenbergerhof wurde zur damaligen Zeit von der Fürstäbtissin von Essen als Sommerresidenz genutzt. In Gönnersdorf biegen wir am Friedhof auf einen Feldweg ab und wandern außerhalb des Ortes durch Wiesen aufwärts mit einem wunderschönen Blick auf das Vinxtbachtal. An der nächsten Weggabelung halten wir uns rechts und erreichen eine Bank mit Aussicht ins Tal, passieren wenig später ein Privatgelände und tauchen wieder in den Wald ein.

IMG_2949Auf einer Kuppe mündet ein Weg von rechts ein, wir gehen weiter geradeaus und wandern durch Wald bis zu einer Weggabelung, an dieser halten wir uns rechts bergauf und steigen aufwärts zum Waldrand. Von hier erreichen wir die K48, die wir bei einem Steinbruch queren, passieren eine Schutzhütte und wandern durch eine Baumallee weiter. Nun geht es an Pferdeweiden vorbei mit Blick auf den Marienhof. An einer Kreuzung biegen wir scharf nach rechts ab und wir queren offene Felder und wandern zwischen Wald und Flur aufwärts bis wir den kleinen Ort Wallers erreichen. Wir gehen nach links, gehen durch eine Baumallee und wandern an deren Ende über Felder, wo wir abermals eine Stromtrasse unterqueren. Nun geht es wieder zum Waldrand und gehen durch eine Gittertür, die zu einem Wildgehege führt, folgen dem Weg durch den Hochwald und wandern abwärts ins Frankenbachtal. Hier verlassen wir das Wildgehege und zwängen uns durch ein schmales Drehkreuz.

IMG_2957Wir wenden uns nach links und queren den Frankenbach, einen linken Zufluss des Mittelrheins und die K 47. Nun folgen wir einem aufsteigenden Wirtschaftsweg durch das Heiligental, passieren einige Fischbecken und einen Hof und tauchen in einen Laubmischwald ein. Nach kurzer Zeit treffen wir bei der Zufahrt zur Mönchsheide ein, gehen nach rechts und biegen an der Zufahrt zum Gutshof nach links ab und blicken auf den Segelflugplatz und wandern weiter zum „Gutshof Mönchsheide“, wo man einkehren kann. Wir wandern am Gutshof vorbei und treffen am Waldrand auf den Zuweg zum Rheinburgenweg. Wir gehen nach rechts und wandern mit dem Märchenweg am Waldrand entlang zum Wanderparkplatz mit Schutzhütte. An der Straßenkurve gehen wir nach links in den Wald und wandern auf einem Pfad entlang der Hangkante und erhaschen ab und zu ein paar Blicke ins Tal. Wir erreichen später die Eifelblickhütte auf dem Rheinburgenweg der uns bis zum Ende der Tour begleiten wird.

IMG_2983Doch zuvor genießen wir von einer Sinnenbank die herrlichen Ausblicke auf das Frankenbachtal, bevor sich die Etappe langsam dem Ende zuneigt. Anschließend erreichen wir über einen Pfad einen Sendemast und biegen rechts auf einen Waldweg ab, wandern abwärts und erreichen wenig später die erste Info-Tafel zur Keltensiedlung auf dem „Auf dem Hahn“. Wir folgen dem Pfad bis zu einem Aussichtspunkt an der Hangkante und genießen die herrlichen Blicke auf den Rhein, Bad Breisig und Schloss Arenfels. Nach so viel Fernsehen steigen wir über einen steilen Serpentinenpfad abwärts ins Tal und genießen dabei die tollen Aussichten. Der Pfad endet an der Vogelsangstraße, wir queren die Straße, gehen nach rechts, queren wenig später die Bachstraße und biegen nach links in die Backesgasse ein. Dieser folgen wir, passieren einen Verkehrskreisel und gehen bis zum Park der Römer-Therme. Hier endet die wunderschöne Tour durch das Breisiger Ländchen.

Bad Breisig – Die Quellenstadt

IMG_3008Die Quellenstadt Bad Breisig liegt im romantischen Rheintal und ist umgeben von einer reizvollen Vulkanlandschaft der Osteifel und dem Weinbaugebiet der Ahreifel. Der staatlich anerkannte Kurort bildet den nördlichen Grenzort der Osteifel am Rhein. Der Name der Kurstadt ist keltischen Ursprungs. Zur Römerzeit trennte der Vinxtbach bei Brisiacum die Provinzen Niedergermanien und Obergermanien. Im Mittelalter ging das „Breisiger Ländchen“ durch eine Schenkung an das Stift der Essener Äbtissin Mathilde über, bis zum Einmarsch der französischen Revolutionstruppen im Jahr 1794. Im Jahr 1877 wurde ein Verschönerungsverein gegründet, mit dem Ziel, Breisig als Luftkurort darzubieten. Erst mit der Bohrung des Thermalsprudels konnte aber erst der Grundstein zu einem Fremdenverkehrsort und Kur- und Heilbad gelegt werden. Die Römerthermen sind heute  der wichtigster Anziehungsmagnet für Gäste des Kur- und Heilbades. Bad Breisig ist ein attraktives Städtchen und bietet seinen Gästen eine Vielfalt an Erholungs- und Wandermöglichkeiten.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 16,8 km

Gehzeit: 4,30 bis 5,00 Stunden

ÖPNV:

Regionalbahn Trier-Koblenz, Koblenz- Bad Breisig

Sehenswürdigkeiten Bad Breisig:

  • spätromanische Kirche St. Viktor, aus dem 13. Jahrhundert
  • Barockkirche St. Marien, aus dem 18. Jahrhundert
  • Villa Lucia, Koblenzerstrasse 55, denkmalgeschützt
  • Jüdischer Freidhof, am Kesselberg
  • Puppenmuseum, Koblenzerstrasse 31
  • Altes Zollhaus, aus dem 15. Jahrhundert
  • Templerhof, Koblenzerstrasse 45

 

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...
Print Friendly, PDF & Email

You Might Also Like