Hunsrück/Nahe

Hölzbachklamm – Im kleinen Tal der Dhron

14. April 2013

Durch den Hunsrück fließt die kleine Hölzbach die in der Dhron mündet. Von Merscheid-Hölzbach verläuft ein Wanderweg entlang dieses Rinnsals. Der letzte Teil der Wanderung führt durch die „Hölzbachklamm“, bei dem sich der Bach malerisch durch das Schiefergestein hindurch windet und 100 Meter vor der Mündung den schönsten Wasserfall des Hunsrücsk bildet.

Hölzbach1Die Tour beginnt in Hunolstein, ein kleines Dorf das hoch über dem Tal der Dhronliegt. Das Wort „hun“ leitet sich vom altdeutschen ab und bedeutet „hoch“ oder „groß“. Die Bezeichnung bezieht sich auf den steilen Felsen, auf dem sich die Burgruine befindet. Sie war damals die Burg der Vögte von Hunolstein. Die Burg Hunolstein wurde im Jahre 1190 errichtet. Die Festung wurde vom Grafen Folmar II von Blieskastel erbaut. Die Vögte Hugo und Werner von Hunolstein wurden erstmals im Jahre 1192 urkundlich erwähnt. Fast 300 Jahre blieb die Burg im Familienbesitz der Vögte von Hunolstein.

Hölzbach2Die Burg fiel später an das Erzstift Trier zurück, als Mannlehen, weil kein männlicher Nachkomme vorhanden war. Die Burg wurde wahrscheinlich im 30-jährigen Krieg, um 1689, durch die Franzosen, während des pfälzischen Erbkrieges zerstört. Um das Jahr 1800 herum diente die Burg als Steinbruch für die Errichtung des Dorfes Hunolstein. Heute befindet sich die Burg im Besitz der Gemeinde Morbach. Wer Idylle, Stille und Einsamkeit sucht, abseits von überlaufenen Wanderwegen, der ist bei dieser Tour genau richtig. Start und Ziel ist die Burgruine Hunolstein. Bevor man die Wanderung beginnt sollte man unbedingt auf den Burgfelsen hinauf steigen, von ihm hat man einen herrlichen Blick über das Dhrontal. Von der Burgruine geht man zunächst ein Stück in den sehr gepflegten und malerisch gelegenen Ort hinein.

Hölzbach4An der Bushaltestelle biegt man links ein, geht am Gasthaus Traube und der Kirche vorbei bis zum Ortsende. Auf der linken Seite biegt man in einen Wirtschaftsweg ein. Von diesem kann man etwas unterhalb die Kirche Walholz und den weiteren Weg erkennen. Zuerst gelangt man zu einer Wiese, man folgt nicht der linken Spur, sondern geht weiter geradeaus, der Weg macht etwas unterhalb einen Bogen und führt durch ein kleines Wäldchen. Man kommt an einem Unterstand vorbei und gelangt erneut zu einer weitläufigen Wiese. Etwas unterhalb befindet sich ein Gabelwegweiser (Reinhardsmühle), diesem folgt man nun. Etwas später überschreitet man die Dhron und gelangt zur Reinhardsmühle, hinter dieser biegt links ein Weg ein dem man folgt. Für einige Zeit durchwandert man das schattigeDhrontal, vorbei am mächtigen Korpusfels und erreicht nach einiger Zeit die Einmündung der Hölzbach in die Dhron. Ein Hinweisschild leitet nun zum Einstieg in die Hölzbachklamm.

Der schmale Pfad windet sich nun an den rauschenden Wasserschnellen und einem Wasserfall vorbei, bis zum Ende der Klamm. Über eine Brücke wechselt man nun zum anderen Ende des Ufers (Hinweisschild), und nimmt den linken Weg der etwas steil nach oben ansteigt. Am Ende des Weges geht man wieder links und wandert auf einem breiteren Waldweg weiter. Nach einiger Zeit erreicht man eine Gabelung mit Bank. Von hier folgt man dem linken unmarkierten Weg zu einer weiteren Weggabelung und trifft auf ein großes Wiesental. Man wählt nun den Linken Weg der zur einer erneuten Weggabelung mit Bank führt. Man folgt nun dem Wegweiser „Schülersmühle“. Der schottrige Weg führt nun zu einer breiten Brücke, man überschreitet die Dhron und gelangt zu einem weiteren Gabelwegweiser „Burgruine Hunolstein“. Der Weg führt nun steil hinauf zur Burgruine.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Ausgangspunkt: Hunolstein bei Morbach, Parkplatz bei der Burg

Endpunkt: Parkplatz Burg Hunolstein

Anforderungen: gute Kondition

Gehzeiten: 3 bis 4 Stunden

Streckenlänge: 8 Kilometer

 

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