Mosel

Koberner Burgpfad – Mittelalterliche Burgen und ein malerisches Keverbachtal

21. April 2013

Wunderschöne Wege, herrliche Wälder und idyllische Täler, Stege über plätschernde und gluckernde Bäche, spätmittelalterliche Burgen die über Weinbergen thronen, eine Kapelle und ein keltischer Ringwall sind die Highlights dieses Traumpfades.

kobern2Die Wanderung beginnt am Pfarrhaus in Kobern unterhalb des Friedhofes. Über einen schmalen Serpentinenpfad schlängelt sich der Weg hinauf zu einer Schutzhütte und der Schutzmantel-Madonna der Koberner Stände, mit einem herrlichen Blick auf das Moseltal. Der Pfad windet sich in einem leichten Auf und Ab bis zu einer Asphaltstraße. Dieser folgt man steil bergan bis zum höchsten Punkt. Der Weg führt nun durch Felder und an kleinen Weinberg-Parzellen vorbei zur Photovoltaik-Anlage. Von hier führt der Weg über felsigen Untergrund steil hinunter zur Gerlachsmühle. An dieser wandert man vorbei und gelangt in das schöne, stille  Keverbachtal. Auf schmalen Pfaden windet sich der Weg an Felsen, mal linksseitig und mal rechtsseitig am Bach entlang über Holzstege und Brücken bis zur einer beschilderten Waldkreuzung.

kobern7Von hier führt ein breiter Waldweg steil bergan. Durch weite, offene Felder führt der Weg nun bis zur Hauptstraße, der man 200m folgt, diese überquert man und gelangt über einen steilen Feldrücken hinunter zu einer Straße die man abermals quert. Man folgt nun dem Weg in Richtung Solligerhof und der Abzweigung Goloring, einem keltischen Ringwall, der nur 800 m vom Traumpfad entfernt liegt. Der Goloring hat einen Durchmesser von 190m, 6m breite und ist 1,50 Meter hoch. Im Ringwall erhebt sich abermals eine Erdplattform mit 40m Durchmesser. Das Zentrum dieser Plattform bildete damals ein 12m hoher Holzpfahl. Welchen Kult hier die keltischen Druiden einst zelebrierten weiß man nicht, der Wald hat nach dreitausend Jahren schweigend seinen grünen Mantel darüber gelegt.

kobern18Auf breiten Forstwegen führ der Weg an zwei Rastplätzen vorbei bevor er wieder in einem schmalen Pfad übergeht und steil bergan zur Matthiaskapelle führt. Diese ist ohne Zweifel einer der schönsten und zugleich rätselhaftesten Bauwerke der Region. Vor allem der untypische Architekturstil der Kapelle die zwischen 1220 und 1240 nach Christus erbaut wurde und die mehr an südländische Kirchen-Baustile erinnert. Die Kapelle ließ Heinrich I, der Sohn Gerlachs von Isenburg-Kobern, nach dem Vorbild von Tomar in Portugal errichten. Die Kapelle wurde erbaut für eine heilige Reliquie, dem Haupt vom heiligen Matthias. Der Besuch der Matthiaskapelle gehört zweifellos zu den eindrucksvollsten Erlebnissen an der Mosel. Von der Kapelle führt ein steiler Kreuzweg mit herrlichen Aussichten auf das Moseltal nach Kobern zurück.

 

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 17 Km

Höhenmeter:  517

Gehzeit: 4,30 bis 5,00  Stunden

Anfahrt:

An der B 416 entlang der Mosel bis nach Kobern-Gondorf, Parkplatz am Pfarrhaus

Ausgangspunkt:

Pfarrhaus Kobern, Mühlengraben 27

ÖPNV:

mit dem Regionalexpress von Trier und Koblenz erreichbar

Höhepunkte:

  • Kobern-Gondorf
  • Matthiaskapelle
  • Keverbachtal
  • Keltischer Ringwall (Goloring)
  • Ober- und Niederburg
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