Lahnwanderweg – Von der Bäderstadt Bad Ems über die Ruppertsklamm nach Lahnstein

Auf der letzten Etappe des Lahnwanderweges präsentiert sich das Lahntal noch einmal von seiner abwechslungsreichen Seite. Von der traditionsreichen Bäderstadt Bad Ems nach Lahnstein strebt die Lahn zum Vater Rhein und bietet noch einmal Wandergenuss auf hohem Niveau. Die Wanderung führt über das Gipfelkreuz hoch über Fachbach, den Drei-Burgen- und Schlösserblick und durch die wildromantische Ruppertsklamm nach Lahnstein.

IMG_2338Wir beginnen unsere Wanderung am Bahnhof von Bad Ems. Die geschichtsträchtige Stadt war einst Schauplatz und Bühne für den europäischen Hochadel und Prominenz aus Politik, Kunst und Wissenschaft. Zu den berühmtesten Kurgästen zählten der Schriftsteller Victor Hugo, der Literatur-Nobelpreisträger Paul Heyse, der Komponist Richard Wagner, Kaiser Wilhelm I und der Dichterfürst Johann-Wolfgang von Goethe, der seinen Liebeskummer an der Lahn verarbeitete. Vom Bahnhof gehen wir an der Tourist-Information vorbei und über den Bahnhofsplatz an die Lahn hinunter. Über die Brücke gelangen wir ins Kurviertel und zur Jacques-Offenbach-Promenade. Wir passieren das Kursaalgebäude und wandern durch den Kurpark abwärts zur Lahn, passieren die russischorthodoxe Kirche, mit ihren vergoldeten Kuppeln, das „Haus der vier Türme“ und die neugotische St. Martinskirche, die in den Jahren 1866 bis 1882 nach den Plänen des berühmten Kirchenbau-Architekten Eduard Zais entstand.

IMG_2339Hinter der Kirche gehen wir nach rechts und gleich wieder nach links auf der Viktoria-Allee und folgen an der Remybrücke weiter dem Lahnufer bis zur Jahnstraße. An der Feuerwehrwache halten wir uns rechts, queren das Sportplatzgelände und gehen an dessen Ende nach links zur Straße „Auf der Pütz“ aufwärts zur Koblenzer Straße. Diese überqueren wir und folgen ihr und biegen nach etwa 230 Meter nach rechts ab auf einen Wirtschaftsweg. Am Unteren Weinberghaus gehen wir geradeaus und erreichen den Wegweiser Lemberg. Am oberen querenden Pfad gehen wir nach links und biegen nach etwa 140 Meter nach der Rechtskurve bei den Häusern scharf nach links ab und wandern abwärts nach Fachbach. In Fachbach gehen wir geradeaus in den „Alten Postweg“ und hinter den letzten Häusern weiter geradeaus. Nun steigt der Weg sanft an und wir passieren einen schönen Aussichtspunkt hoch über Fachbach, mit Gipfelkreuz, Schutzhütte und Rastbank.

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IMG_2346Nach einer kleinen Rast wandern wir weiter, halten uns links und wandern durch eine abwechslungsreiche Vegetation aufwärts zur „Zwei-Tannen-Hütte“ mit Rastplatz. Am Ende des Weges biegen wir nach links auf einen Forstweg ab und wandern im leichten Auf und Ab entlang des Hanges mit einer wunderschönen Sicht auf Frücht, Lahnstein und das Rheintal. In einem Linksbogen queren wir nun ein Nebental und treffen an einer Wegkreuzung auf den Wegweiser Mittelberg. Wir gehen nach rechts auf einen Panoramaweg, von dem wir schöne Aussichten auf das Lahntal haben. Wir treffen auf einen Querweg, halten uns rechts und gleich wieder links und wandern auf einem Forstweg bis zu einer Rechtskurve. Am Ende der Rechtskurve verlassen wir den Wald und wandern in Richtung „Drei-Burgen- und Schlösser-Blick“, an diesem eröffnet sich uns ein reizvolles Panorama. Im Hintergrund blicken wir auf die Lahnmündung und an den steilen Hängen thronen Burg Lahneck, Festung Ehrenbreitstein und gegenüber grüßt das Schloss Stolzenfels.

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IMG_2361Wir wandern weiter um den Mehresberg herum und steigen leicht abwärts bis zu einem Wegweiser. Von hier verläuft der Weg parallel zum Rheinsteig und wir erreichen die Ruppertsklamm-Hütte, an dieser biegen wir scharf nach links ab in die Ruppertsklamm. Nun beginnt der schönste Abschnitt des Lahnwanderweges hinunter nach Lahnstein. Die Klamm überwindet auf 1,5 Kilometer einen Höhenunterschied von 235m. Der Weg führt über Stege, Brücken und seilgesicherte Stellen. Die „Ruppertsklamm“ ist seit 1936 Naturschutzgebiet und Teil des UNESCO Welterbes “Oberes Mittelrheintal” und gehört zu einer der schönsten Kleinoden in Rheinland-Pfalz. Geheimnisvoll erscheint sie uns, mit ihren aufragenden dunklen Felswänden und ihren dunkelgrünen Fahnen. Eine wildromantische Felsenschlucht breitet sich vor unseren Augen auf, die zu beiden Seiten des Baches einen einzigartigen Schluchtenwald bildet.

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Am Ende der Klamm verlassen wir das wunderschöne Kleinod durch ein Portal und gehen an der B 260 nach rechts und folgen dem Fußweg an der Leitblanke entlang bis zur Eisenbahnbrücke. Wir unterqueren die Bundesstraße und halten uns vor der Eisenbahnbrücke rechts und wandern zwischen Bundesstraße und Bahntrasse bis zu den ersten Häusern von Lahnstein. Wir unterqueren die Brücke der B 42, halten uns am Friedhof links und biegen in die Hospitalgasse ein, gehen durch die Bahnunterführung, gehen geradeaus und biegen an der Emser Straße kurz nach links und bald darauf nach rechts ab und wandern entlang des Ufers vorbei an Niederlahnstein. Wir passieren den S portplatz und biegen in die Goethestraße ein und erreichen den Bahnhof.

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Tipp:
Wer noch über genügend Kondition verfügt sollte unbedingt den wildromantischen „Baedecker Felsenweg“ hoch über Bad Ems begehen. Von ihm hat man grandiose Ausblicke auf die einzigartige Flusslandschaft. Er gehörte bereits im 19. Jahrhundert zum Standardprogramm der Kurgäste. Auf dem gleichen Weg liegen auch die faszinierenden Heinzelmannhöhlen, dabei handelt es sich um Karströhren um die sich so allerhand Sagen ranken.

 

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 16 Km

Gehzeit: 4,30 Stunden

ÖPNV: Regionalbahn Trier-Koblenz-Bad Ems-Lahnstein

Ausgangspunkt: Bahnhof Bad Ems

Endpunkt: Bahnhof Lahnstein

Aufstieg/Abstieg: 685 m/720 m

Sehenswürdigkeiten Bad Ems:

  • Kurhaus-Barockes Badeschloss
  • Brunnenhalle
  • Kurwaldbahn
  • Haus vier Türme
  • Malbergbahn
  • Römerquelle
  • Künstlerhaus Schloss Balmoral
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