Saar

Litermont Gipfeltour – Unterwegs im Nalbacher Tal

14. April 2013

Die „Litermont Gipfeltour“ gehört zweifellos zum absoluten Wanderhöhepunkt in der Saarland-Region. Die Wanderung führt auf sehr abwechslungsreichen Pfaden um den 414 Meter hohen Litermont im Nalbacher Tal, dem Hausberg der Gemeinde Nalbach. Feuchtbiotope, beeindruckende Schluchten und eine abwechslungsreiche Wegführung machen diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis.

P1110151In früheren Zeiten wurde hier Kupfer abgebaut. Mehr darüber kann man im historischen Kupferbergwerk-Museum in Düppenweiler erfahren. Es gab auch in grauenVorzeiten eine Burg auf dem Litermont, leider sind nur einige Mauerreste und  Wälle mit Gräben zu sehen. Bewohnt wurde sie von „Maldix vom Litermont“ und seiner Familie. Eine Sage besagt, dass dieser am Karfreitag bei der Jagd nach einem Hirsch von einer steilen Felsklippe stürzte und zu Tode kam. Seine Mutter, Margarete vom Litermont, stiftete in Nalbach den Glockenzehnten, weshalb sie nach ihrem Tod im Chor der Kirche zu Nalbach begraben wurde. Heute steht am Litermont ihr zu Ehren ein großes Kreuz.

P1110157Bei diesem Premium-Wanderweg lernt man den Nalbacher Litermont in all seiner Schönheit und Vielseitigkeit kennen. Es geht durch felsiges Vulkangestein, über Stege, ein Froschparadies und eine imposante Teufelsschlucht. Waldpfade führen durch eine romantische und hügelige Landschaft mit idyllischen Sinnesbänken und schön angelegten Rastplätzen. Den Höhepunkt der Wanderung bildet der Aufstieg zum Litermont-Gipfel-Kreuz mit dem dahinterliegenden Weidendom und der Optischen Telegrafenstation. Dieser Weg ist zu Recht einst als höchst premierter Wanderweg Deutschlands ausgezeichnet worden. Er ist mit Abstand von allen Premium-Wanderwegen im Saarland der schönste, aussichts- und erlebnisreichste.

P1110161Vom Waldparkplatz Maldix  folgt man dem ausgeschilderten Weg „Litermont-Gipfel-Tour“ und erreicht nach 250m den Quellbereich des Etzelbaches, von dort sind es noch 400m bis zum Froschparadies, einer ehemaligen Sandgrube. Von der Sinnenbank hat man eine wunderschöne Aussicht und anschließend geht es über einen Steilhang hinunter zumFeuchtbiotop. Über steile Treppenaufstiege verlässt man dieses wieder und gelangt zu einer weiteren Sinnenbank mit schöner Aussicht. Weiter geht es Richtung „Mariengrotte und Klingelborn“. Nach einer Straßenüberquerung gelangt man zu einem Parkplatz und von dort durch einen schönen Fichtenwald. Über einen sehr langen Holzsteg am Bachverlauf des Piesbachs entlang und durch ein Kieferwäldchen und Serpentinen erreicht man einen weiteren Rastplatz. Hier kann man eine weitere Rast einlegen.

P1110171Über steile Treppenstufen gelangt man zu einer Baumbrücke und einer weiteren Ruhebank mit grandioser Aussicht. Nach einem Waldweg folgt  man der „Wegmarkierung 1“ der an Wiesen, Ackerflächen und Streuobstwiesen vorbei führt. Über Serpentinen und einen Steilhang gelangt man zumWestwallbunker und zum Klingelborn, einer ehemaligen Pferdetränke. Von hier führt der Weg weiter zu einer Wassertretanlage und durch ein schönes Tal hindurch. Nach drei Stegen und einem Treppenaufstieg überquert man eine Straße die zu einem Pfad überleitet und gelangt nach kurzer Zeit zur Mariengrotte. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum letzten Höhepunkt der„Teufelsschlucht“  und dem Ausgangspunkt. Weitere Informationen:Wanderbares Saarland.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Ausgangspunkt: Waldparkplatz Maldix, Nalbachtal,

Anforderungen: Rundwanderung, Trittsicherheit, gute Kondition

Gehzeiten: 3 bis 4 Stunden

Streckenlänge: 10 Kilometer

Bilder: Rainer Klauck

 

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