Rhein

Mittelrhein Klettersteig – Kletter- und Naturgenuss

14. April 2013

Wer einmal das romantische Rheintal besucht hat, weiß das es eine ganz besondere Region ist. Sie ist geprägt von kleinen Ortschaften an beiden Seiten des Flusses, darüber erheben sich steile Weinberge und ganz hoch oben thronen stattliche Burgen. Es gehört zu den schönsten Wanderregionen Deutschlands und verbindet auf eine schöne Weise Natur, Kultur und Genuss.Goethe hatte schon recht: Man muss nicht immer in die Ferne schweifen. Traumpfade wie den Rheinsteig oder den Rheinburgenweg hat das Rheintal genügend zu bieten und seit einigen Jahren auch ein weiteres Highlight –  einen Klettersteig.

DSCN8428Ausgangsort für die Tour ist die Stadt Boppard, die bereits von den Römern besiedelt wurde und das Zentrum der Ferienregion Mittelrheintal bildet und Teil des UNESCO- Welterbe Oberes Mittelrheintal im Rhein-Hunsrück-Kreis ist. Die Stadt Boppard ist geprägt vom Fremdenverkehr und vom Weinbau. Nördlich der Stadt macht Vater Rhein seine größte Schleife, diese wird “Bopparder Hamm”genannt, wobei Weinliebhaber letzteres eher mit dem “Besten Riesling” in Verbindung bringen, der hier angebaut wird. Den schönsten Blick auf die Rheinschleife hat man vom Vierseenblick.

DSCN8414Vom Bahnhof aus erreicht man in wenigen Minuten den Remigius-Platz, dem Ausgangspunkt der Tour. Anschließend führt der Weg einige Schritte ins Mühltal und weiter auf dem Rheinburgenwanderweg in Richtung Gedeonseck. Nach wenigen Minuten hat man den Einstieg zum Klettersteig erreicht. Über 10 Leitern, 130 Trittbügel und 180 Meter Drahtseil waren nötig um dem Wanderer diese einzigartige Naturlandschaft zu erschließen. Gesicherte Stellen wechseln sich stetig mit schmalen Pfaden ab, von denen man wunderschöne Ausblicke auf den Rhein genießen kann.

 

Verlauf des Klettersteiges

DSCN8391Der Kletterseig folgt einer logischen Linie des Geländes und ist sehr abwechslungsreich angelegt. Am Einstieg des Klettersteiges erreicht man im  Abstieg über eine Leiter einen schmalen Pfad und gelangt zu einer weiteren Leiter. Von hier quert man über Stahlbügel eine Wand schräg nach oben und steigt über eine weitere Leiter wieder abwärts und gelangt abermals über Stahlbügel hinauf zu einer Wand. Über eine 6m hohe Leiter steigt man zum Pfad abwärts und erreicht über eine kurze Leiter ein längeres gesichertes Teilstück.  Auf diesem Teilstück geht es über Eisenbügel und einen etwas ausgesetzteren Teil  zu einer Leiter. Von hier windet sich der Steig um ein Eck herum und geht in eine längere Gehpassage über die von zwei Leitern unterbrochen wird.

DSCN8372Nun beginnt der interessante und spannende Teil des Klettersteiges. Dieser Teil kann für Klettersteig-Aspiranten Probleme bereiten, für erfahrene und geübte Klettersteiggeher ist dieser Teil unschwer. Über eine Reihe von Stahlbügeln geht es zunächst ohne Drahtseil steil am Fels aufwärts, gefolgt von einem leichten Teilstück mit Seil. Ein weiterer Aufschwung mit den gleichen Schwierigkeiten gilt es abermals zu bewältigen, bevor der Klettersteig oberhalb einer Baumreihe endet. Etwas oberhalb gelangt man zu einem sehr schönen Aussichtspunkt mit Nepal-Feeling. Dort wurden zwischen zwei Bäumen bunte Gebetsfahnen auf einem Seil aufgereiht. Auf schmalen Pfad windet sich der Weg durch Wald zumVierseenblick und zum Gedeonseck, wo man auch einkehren kann. Beim Gedeonseck folgt man dem Wegweiser “Mittelrhein-Klettersteig” der unterhalb des Sesselliftes  auf felsigen Untergrund  zum Ausgangspunkt zurück führt.

Hinweis:

Eine sehr schöne und lohnenswerte Tour die man mit dem Rheinburgenweg kombinieren kann. Für ungeübte und Kinder ist eine Klettersteigausrüstung erforderlich. Die Ausrüstung kann im Landgasthof „Zum Mühlchen“ ausgeliehen werden.

 

 

Schwierigkeitsgrad: schwer

Anfahrt: Von der A61, Ausfahrt Boppard/Buchholz, über die L209 nach Boppard, Remigiusplatz, Parkmöglichkeiten

Ausgangspunkt: Remigiusplatz, Parkplatz

Endpunkt: Remigiusplatz, Parkplatz

Anforderungen: Trittsicherheit

 

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