Rheinburgenweg – Von Trechtingshausen nach Bingen

17. Juni 2013

Die 13. und letzte Etappe des Rheinburgenweges führt von Trechtingshausen über die Burg Rheinstein, das Morgenbachtal und die Steckeschlääferklamm nach Bingen. Auf dem Eselspfad kann man bizarre Felsformationen bewundern und der Binger Wald wartet mit herrlichen Aussichtspunkten auf den Wanderer, die wunderschöne Aus- und Weitblicke auf den Rhein gewähren.

trechtingshausen2Die Wanderung beginnt in dem kleinen Weindorf Trechtingshausen. Es liegt zu Füßen des Soonwaldes in der Nähe des Morgenbachtales, an dessen Eingang die „Burg Reichenstein“ auf den Relikten einer ehemaligen Römerkastells in den Himmel ragt. Bevor ich die Wanderung fortsetze mache ich noch einen kleinen Rundgang durch das alte Weindorf, mit seiner mittelalterlichen Wehranlage und besichtige die „Clemenskapelle“ aus  dem 11. Jahrhundert, wo einst, so erzählt die Legende, die Hinrichtungen der Raubrittergeschlechter von Sooneck und Reichenstein stattfanden. Vom Bahnhof in Trechtingshausen gehe ich die B9 rheinaufwärts und biege am Ende der Burgmauer von Reichenstein in einen Asphaltweg ein, der zu einer Treppe führt und folge dem schmalen „Eselspfad“ aufwärts bis auf einen Felssporn, von hier genieße ich den Blick auf den Rhein mit der Clemenskapelle.

trechtingshausen4Ein Kilometer wandere ich fast eben durch einen schönen Hochwald bis zu Abzweigung zur Burg Rheinstein. Nach Besichtigung der Burg steige ich nach oben aus der Burg wieder aus und wandere an einem ausgesetzten Felshang entlang und durch herrlichen Wald zum „Schweitzer Haus“, in dem man Einkehren kann. Von hier hat man einen schönen Blick ins Binger Loch. Vom Schweizer Haus wandere ich auf stillen Wegen durch den Binger Wald. Wer Zeit sparen möchte, folgt dem „R“ des Rheinhöhenweges bis zum „Forsthaus Heiligkreuz“ und kann noch einen kurzen Abstecher (200m) zum Aussichtspunkt „Damianskopf“ machen. Ich wandere weiter bis zu einem Rücken und von dort hinunter ins Morgenbachtal und folge dem Wegweiser „Steckeschlääferklamm“. In dieser Klamm sollen 66 Schnitzereien in Bäumen versteckt sein. Am Ende der Klamm quere ich eine Straße und einen Parkplatz und biege links in einen Waldweg ein und kreuze eine weitere Straße und gelange zur „Grillhütte Lärchenwiese“. Von hier wandere ich nach einer kurzen Rast weiter zur „Villa Rustica“, einer aktuellen Ausgrabungsstätte mit Hinweistafeln.

trechtingshausen16Weiter geht es durch Wald zum nächsten Highlight einer ca. 20 Meter langen„Hängebrücke“ über den Kreuzbach. Von hier gelange ich in wenigen Minuten zum alten „Forsthaus Heiligkreuz“ mit sehr schönem Biergarten und werde gleich von zwei Hunden mit lautem Bellen aufs herzlichste empfangen. Nach kurzer Einkehr folge ich der Straße am Forsthaus nach links (50m) zum nächsten Wegweiser. Von hier geht es zunächst steil hinauf, oben angekommen folge ich dem Wegweiser „Prinzenkopf“. Ein schmaler Pfad führt parallel zur Straße  zu diesem wunderschönen Aussichtspunkt mit Schutzhütte. Hier genieße ich für einige Zeit die herrlichen Blicke auf den Rhein bevor ich am Gedenkstein für Förster Dammel vorbei über einen Schlangenpfad hinunter zur Jugendherberge absteige. Von hier sind es nur wenige Minuten bis zum Hauptbahnhof.

Variante Burg Rheinstein:

Wer viel Zeit sparen möchte kann auch den Fußweg (Bahnschranke hinter Trechtingshausen) zur Burg Rheinstein entlang des Rheins wandern (Wegeschild auf der gegenüberliegenden Seite der Bahngleise). Durch eine kleine Unterführung quert man die Straße und gelangt direkt zum Aufstieg zur Burg. Oben angekommen leitet ein Weg rechts mit Holzgeländer durch Wald aufwärts zu den Hinweisschildern. Man folgt dem Weg links (unmakiert) direkt zum Schweizer Haus.

 

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Ausgangspunkt:

Trechtingshausen, mit der Mittelrheinbahn von Koblenz erreichbar

Endpunkt: Bingen (Burg Klopp) und Hauptbahnhof

Tipps:

Historisches Museum am Strom – Hildegard von Bingen

Gehzeit: 4 Stunden

Wegstrecke: 14 Kilometer

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