Ruppertsklamm – Kleinod im UNESCO Welterbe

15. April 2013

Die wildromantische Ruppertsklamm bei Lahnstein gehört zweifellos zu einer der schönsten Teilstücken und Höhepunkten des Rheinsteigs.  Die Klamm überwindet auf 1,5 Kilometer einen Höheunterschied von 235m. Der Wanderweg führt über Stege, Brücken und seilgesicherte Stellen.Die Ruppertsklamm ist seit 1936 Naturschutzgebiet und Teil des UNESCO Welterbes “Oberes Mittelrheintal” und gehört zu einer der schönsten Kleinoden in Rheinland-Pfalz.

ruppert1Geheimnisvoll  erscheint sie einem, mit ihren aufragenden dunklen Felswänden und ihren dunkelgrünen Fahnen. Eine wildromantische Felsenschlucht breitet sich vor den Augen des Wanderers auf, die zu beiden Seiten des Baches einen einzigartiger Schluchtenwald bildet.  Umgestürzte und abgestorbene Bäume (Totenholz) liegen brach und bieten einer Vielzahl von Tierarten (Specht, Hirschkäfer, Trauerfliegenschnäpper), den nötigen Lebensraum. Im Schluchtenwald findet man verschiedene Baumarten wie die Schwarzerle, Gemeine Esche, Sommerlinde und die Rot- und Hainbuche vor.

ruppert2Von Pfaffendorf wandert man gemütlich durch das Bienhorntal dem Wachecker Kopf entgegen. Über eine Straße und um die Dornwiese und den Liedchensbergherum erreicht man den 320m hohenLichterkopf. Von hier gelangt man nach einiger Zeit über Serpentinen hinunter zum Allerheiligenberg. Von hier führt ein Steig steil hinunter zu einem Pavillon und man erreicht nach kurzer Zeit eine Sinnenbank mit einem sehr schönen Blick auf die Allerheiligenkapelle und die Burg Lahneckund Burg Stolzenfels.

ruppert3Die Allerheiligenkapelle wurde 1671 erbaut und wurde 1919 in das Klostergebäude der Missionsgesellschaft der “Obladen” mit einbezogen. Die neugotische Kirche wurde in den Jahren von 1895 bis 1901 erbaut, von ihr hat man einen herrlichen Blick auf den Rhein und das Lahntal.  91 Jahre lang führten die Oblaten das Kloster und benutzten es vorwiegend als Ausbildungsstätte für ihren Priesternachwuchs. Im Mai 2012 wurde das Kloster Allerheiligenberg geschlossen. Weiter führt der Weg über Stege, Brücken und an seilversicherten Stellen hinauf zur Schutzhütte am oberen Ende der Klamm. Am unteren Teil der Klamm gelangt man wieder zu B260 und zum Bahnhof in Niederlahnstein.

 

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Ausgangspunkt: Pfaffendorf

Endpunkt: Pfaffendorf

Streckenlänge: 13,5 km

Gehzeit: 4 bis 4,30 Stunden

 

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