Saar

Tiefenbachpfad – Im Land vom Heiligen Wendelinus

15. April 2013

Der Premium Wanderweg „Tiefenbachpfad“ führt um den 485 Meter hohen Bosenberg, dem Hausberg von St. Wendel. Stille, unberührte Natur, idyllische Plätze und reizvolle Kerbtälchen zeichnen diesen attraktiven Wanderweg aus.Die Wanderung beginnt am Wendelinushof, einem ehemaligen Bauernhof der Steyler Missionare.

we3Dieser wird heute noch bewirtschaftet, neben einem Restaurant, einem Biergarten, einer Gärtnerei, bietet er auch regionale Produkte im eigenen Lokalwarenmarkt an. Der Weg führt zunächst einige hundert Meter auf einem breiten Forstweg durch den Wald, bis man zu einer Abzweigung gelangt, von hier geht der Weg in einen schmalen Pfad über. Dieser schlengelt sich durch viele kleine Kerbtälchen hindurch die man über Stege queren muss. Der größte Teil des Weges führt durch einen sehr schönen Buchenwald. Nach einiger Zeit gelangt man zu einem verlassenen Steinbruch, der sich in der Nähe von Urweiler befindet, hier geht es über steile Stufen durch eine Gesteinsformation.

we2Von hier führt der Weg weiter durch Wald bis zu den Leitersweiler Buchen, diese sind 300 Jahre alt und laden förmlich zu einer Rast ein. Weiter führt uns der Weg an Feldern und Wiesen vorbei ins Tiefenbachtal, zwischen durch hat man immer wieder einen sehr schönen Blick auf das kleine Örtchen Leitersweiler, das von den Hunsrückhöhen malerisch umgeben ist. Wir folgen nun dem weiteren Bachverlauf der uns zu einem ehemaligen Bergmannsbrunnen führt. Hier erfrischten wir uns ein wenig, an dem klar sprudelten Wasser, bevor wir zum Fledermauskopf weiter wandern. Von diesem hat man einen herrlichen Fernblick auf das Sankt Wendeler Land. Weiter geht es auf dem Pfad zu zwei weiteren Kerbtälern und dem Panoramaweg. Von dort hat man einen weiten Blick in den Wendeler Kessel und auf das Missionshaus. Von hier führt der Weg wieder zurück zum Wendelinushof. Die Wegstrecke beträgt 15 Kilometer und ist wegen einiger Steigungen, mittelschwer einzustufen. Die Gehzeit beträgt ca. 4,30 bis 5 Stunden. Start und Zielpunkt ist der Wendelinushof östlich von St. Wendel.

Der Heilige Wendelinus

we4Der Heilige Wendelinus ist ein Schutzpatron der Hirten und Bauern. Er wird vorwiegend im Saarland und in Bayern verehrt. Seine Lebensgeschichte beruht vorwiegend auf Legenden. Er soll angeblich ein schottischer Königssohn gewesen sein. Im Alter von 20 Jahren soll Wendelin, der von einem Bischof erzogen worden sein soll, eine Wallfahrt nach Rom unternommen haben und dort vom Papst gesegnet worden sein.

Von dort kam er nach Trier und ließ sich als Einsiedler nieder. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Hirte bei einem Adligen, dieser erbaute für ihn eine Einsiedlerzelle. Der Legende nach zog Wendelin mit seiner Herde zu einem vom adligen Landgut weit entfernten Berg um dort zu beten. Eines Tages kam der Adlige dort vorbei und war sehr zornig, er glaubte, dass Wendelin mit der Herde nicht mehr rechtzeitig zum Abend in den Stall zurückkehren konnte. Als der Adlige im Landgut eintraf, war Wendelinus bereits mit seiner Herde eingetroffen. Der Adlige erkannte sofort, dass dieser Hirte etwas Besonderes war, er fiel vor ihm auf die Knie und bat um Entschuldigung für sein Verhalten. Für sein Unrecht wieder gut zu machen, baute er Wendelinus eine Einsiedlerzelle. Auch heute pilgern noch viele Menschen in die Wallfahrtskirche St. Wendelinus in St. Wendel.

 

Schwierigkeitsgrad: leicht

Ausgangs-/Endpunkt: Rundwanderweg, Parkplatz Wendelinushof, St. Wendel

Anforderungen: keine besonderen, einfache Wald- und Wirtschaftswege

Gehzeiten: 4,30 Stunden

Streckenlänge: 15 Kilometer

 

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