Rhein

Traumpfad Rheingoldbogen – Auf den Spuren der Römer und des Weins

1. August 2015

Der Traumpfad Rheingoldbogen folgt den Spuren der Römer und des Weins  durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Unter Bacchus Augen, dem Gott des Weines und des Rausches, wandern wir entlang von Reben, urwüchsigen Hecken und durch Niederwald hinauf auf das Rheinplateau, wo wir traumhafte Aussichten auf das Rheintal und die Rheinschleife genießen. Eine Genusswanderung zur jeder Jahreszeit.

IMG_3660Wir starten die Wanderung auf dem Traumpfad in dem kleinen Fremdenverkehrsort Brey, das direkt gegenüber von Braubach, auf der anderen Rheinseite liegt. Wir folgen am Dorfplatz von Brey dem Zuweg (Ecke Rheingoldstraße/Plenterweg) und erreichen nach wenigen Minuten den eigentlichen Einstieg in den Traumpfad. Wir folgen dem Logo nach rechts steil bergauf und wandern aus dem Ort hinaus. Bei einer Hütte am Waldrand haben wir endlich den Asphalt hinter uns und wandern auf Feldwegen weiter, mit wunderschönen Blick ins Tal, bevor wir in den Wald eintauchen. Nach wenigen Minuten entdecken wir merkwürdige Löcher im Erdreich, die unsere Neugier wecken. Plötzlich stehen wir an den Relikten einer römischen Wasserleitung, die durch Zufall von Bürgern im Zweiten Weltkrieg  auf der Suche nach Schutz vor Bombenangriffen entdeckt wurden.

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IMG_3661Die Römer haben mit dem Bau der Wasserleitung vor 2000 Jahren eine technische Meisterleistung vollbracht aber erfunden wurde diese Art des Tunnelbaus (Quanatbauweise) bereits vor vielen Jahrhunderten in Persien. Von dort verbreitete sie die Tunnelbauweise über Südarabien , Nordafrika bis ins etruskische Italien. An einer Infotafel folgen wir einer scharfen Rechtskurve, die uns in den Talgrund führt. Am Sportplatz von Brey folgen wir auf der anderen Talseite an einer Infotafel einem schmalen Pfad bergauf, der uns in den Niederwald führt. Schon bald darauf treffen wir auf einen Hohlweg und wandern aufwärts zur Schutzhütte, hier erholen wir uns vom Anstieg und wandern nach einer kurzen Rast weiter. Wir folgen dem Traumpfad bergan zum Waldrand und genießen etwas oberhalb den wunderschönen Blick zurück auf das Rheintal und  Vis à Vis grüßt die  monumentale Marksburg.

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IMG_3687Nach etwa 1,8 km haben wir den Wald erreicht und folgen einem Pfad nach rechts leicht bergan und wandern auf dem Kamm des Königsbergs durch herrlichen Mischwald, wo bei sich der Rheinburgenweg ein kurzweiliges Stelldichein gibt. Das Klostergut Jakobsberg beachten wir nicht weiter und wandern zu den Hügelgräbern, die versteckt im Wald schlummern. Nach etwa 4 km treffen wir auf einen breiten Forstweg, der uns nach links zum ehemaligen Kloster Jakobsberg führt, das heute ein modernes Hotel beherbergt, mit Golfplatz. Gemeinsam mit dem Kulturweg, der uns ein kurzes Stück begleitet, passieren wir den Klosterhof und halten uns am Hauptgebäude rechts und wandern auf einem Waldweg abwärts. Nur wenig später gehen wir in einer scharfen Kehre nach links und wandern weiter in Richtung Peternach. Als endlich der Wald zurück weicht, genießen wir traumhafte Ausblicke auf das Rheintal, von denen wir uns kaum los reißen können.

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IMG_3743Beflügelt von den herrlichen Ausblicken wandern wir weiter und treffen auf den  lokalen Wanderweg Nr. 3 und gehen mit diesem an der nächsten Kreuzung nach links. Nun schreiten wir mitten durch das historische Rebenmeer des Bopparder Hamm und auf Infotafeln erfahren wir nebenbei wissenswertes über Flora, Fauna und Geologie. Gleichzeitig  genießen wir dabei das phantastische Panorama auf die Rheinschleife bei Spay, an denen sich unsere Augen nicht satt sehen können. „Denn das Besondere ist schwer zu beschreiben, aber auf den ersten Blick zu erkennen“, wie uns eine alte deutsche Weisheit lehrt. Nach etwa 8 km treffen wir auf eine Wegkreuzung, wir folgen dem Traumpfad halb links bergauf und treffen nach wenigen Minuten auf einen Feldweg und wandern durch üppige Hecken bergauf bis zur Abzweigung des Kulturweges nach Spay. Beim wandern über die Hangkante genießen wir die Weite des Rheinplateaus, dabei schweifen unsere Blicke über die Felder und am fernen Horizont erkennen wir in der flimmernden Mittagssonne die beeindruckende Silhouette der Marksburg.

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IMG_3771Sie ist der Tourismusmagnet des UNESCO-Welterbe „ Oberes Mittelrheintal“, und gehört zu den 10 sehenswertesten Burgen und Schlösser in Deutschland. Nun laufen wir in Richtung Siebenborn und halten uns vor den ersten Häusern rechts Richtung Mutter-Gottes-Kapelle, die idyllisch gelegen zum verweilen einlädt. Nun geht es  durch lichten Wald abwärts. Über den Kreuzweg steigen wir hinunter und verlassen ihn auf halber Höhe des Hanges und wandern weiter geradeaus, queren einen Bach und erreichen wenig später die K 78. Nach dem wir die Straße gequert haben, wandern wir auf einem Wiesenweg talwärts Richtung Brey.  Nach dem wir die Wiesen und Weiden hinter uns gelassen haben, laufen wir nach links und wandern gemeinsam mit dem Kulturweg nach Brey, wo wir das Portal nach einem 1 km erreichen.

 

 

Schwierigkeitsgrad: leicht

Wegstrecke: 12,6 km

Gehzeit:  3,45 bis 4 Stunden

Ausgangspunkt:  Friedhof Brey (Ackerweg)

Zuwege:

  • 56321 Spay, Zehnthofstraße (700 m bis zum Rheingoldbogen)
    Parkmöglichkeiten: 56321 Spay, Zehnthofstraße Parkplätze am Friedhof
  • 56321 Spay, Ecke Mainzer Straße/Im Lehnacker (1,4 km bis zum Rheingoldbogen)
    Parkmöglichkeiten: 56321 Spay entlang der Mainzer Straße

ÖPNV:

  • Regionalbahn von Trier nach Koblenz, Umsteigen nach Spay und mit Bus 650 nach Brey,
  • Mit der Bahn bis Rhens und mit Bus 650 nach Brey.

 

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