Hunsrück/Nahe

Traumschleife Litermont Gipfeltour – Grandiose Wanderung durch das Nalbachtal

29. Juli 2017

Auf dieser Traumschleife wandern wir durch Idyllische Bachschluchten und erkunden die Felslandschaften um den Litermont-Gipfel. Gipfelbesteigung, Mondsteine, Weidendom, Froschparadies, Mariengrotte, Telegrafenstation und Teufelsschlucht sowie traumhafte Ausblicke auf das Prims- und Saartal  bis hin nach Frankreich bilden die Highlights dieser grandiosen Wanderung.

Die „Litermont Gipfeltour“ wurde 2007 zum schönsten Wanderweg Deutschlands gewählt. Diese großartige Tour verspricht Genusswandern auf höchstem Niveau. Wir beginnen die Wanderung am Waldparkplatz in Nalbach, einem schmucken Örtchen an der unteren Prims. Bereits nach einem Kilometer erreichen wir das erste Highlight – das „Froschparadies“, ein von Menschenhand geschaffenes Biotop, auf dem Gebiet einer ehemaligen Sandgrube. Über Treppenabstiege überwinden wir einen Steilhang und erreichen über einen sandigen Untergrund den Teich und einen Holzsteg.

Je mehr wir uns dem Teich nähern umso lauter ertönt das Quaken der Frösche, die im Schilf schwer auszumachen sind. Hinter dem Teich steigen wir ein kurzes Stück aufwärts zu einer Sinnenbank und genießen noch einmal den Blick auf den Teich. Anschließend passieren wir die „Mariengrotte“ und wandern für längere Zeit bergab. Nach Querung einer Straße erfolgt eine Bergpassage durch herrlichen Fichtenwald. Ein weiterer Holzsteg bringt uns über den Piesbach, dem wir weiter abwärts folgen bis zum tiefsten Punkt. Hier treffen wir auf den „Schweinsborn“, einer ehemaligen Schweinetränke. Hinter der Tränke biegen wir auf einen Pfad nach links ab und steigen über Serpentinen bergauf.

Nur wenig später erreichen wir eine Baumbrücke, die ein Kerbtal überspannt und uns auf die andere Seite bringt. Nun wandern wir auf einem steilen Hangweg entlang, der sich durch ein idyllisches Tal nach oben schraubt. Auf einem mit Gras bedeckten Waldweg geht es entlang an blühenden Ginsterbüschen und durch einen Hohlweg erreichen wir ein Hochplateau. Auf einem Wiesenweg wandern wir über Serpentinen abwärts zum „Klingenborn“, mit Rasthütte und Grillplatz. Abermals wander wir auf schmalen Pfaden durch ein Bachtal mit Stegen und Treppenstiegen. Nach Querung einer Straße geht es entlang einer Hangkante aufwärts zu einem Biotop und kurz darauf erreichen wir den Hechtborn, einer der vielen Quellbereiche des Piesbachs.

Wir passieren im Wald eine kleine Mariengrotte und biegen nach rechts in einen Hohlweg ab, passieren einen alten Bunker und eine ehemalige Westwall-Anlage und tauchen in den Wald ein. Der Weg führt nun steil aufwärts und wir treffen auf den „Maldix-Wilderer-Trail“. Auf einem Pfad geht es zunächst wieder einmal abwärts, gefolgt von einem Hangweg. Schilder mit der Aufschrift „leicht oder „schwer“ kündigen uns einen weiteren steilen Anstieg an. Wir entscheiden uns für den schweren Anstieg und hangeln und an den Tauen im Fels nach oben. Oben angekommen wandern wir für kurze Zeit auf einer fast ebenen Wegpassage weiter bevor es über viele Treppenstufen wieder aufwärts geht.

Kaum sind wir oben schickt uns die Traumschleife wieder nach unten und ehe wir uns versehen stehen wir an der Abbruchkante der Teufelsschlucht, einem ehemaligen Steinbruch. Hier wurde einst Quarzit abgebaut, der zu Chamotte-Steinen weiterverarbeitet wurde. Hoch über uns können wir bereits das Kreuz des Litermont-Gipfels erspähen. Nun beginnt der spannende Aufstieg durch die Felsen zum Gipfel und wieder können wir uns für zwei Varianten entscheiden: leicht oder schwer. Uns erscheint die Variante mit den dicken Seilen verlockender und wir erreichen über Felsbrocken das „Gipfelkreuz“, mit traumhaften Ausblicken über das Prims- und Saartal bis nach Frankreich.

Das Gipfelkreuz wurde 1852 zu Ehren der Burgfrau Margarete von Litermont errichtet und ist heute das weitaus sichtbare Wahrzeichen Nalbachs. In der Nähe des Gipfelkreuzes befindet sich ein Weidendom und eine nachgebaute optische Telegrafenstation aus der Zeit Napoleons. Durch einen Burggraben verlassen wir den Gipfel und wandern durch das Felsmassiv „Mondsteine“. Nach kurzer Zeit erreichen wir den „Grauen Stein“, in dessen Nähe sich das Restaurant „Margrets Bauernstube“ befindet.

Nun geht es durch einen Wald weiter abwärts und wir wandern ein kurzes Stück auf dem Walderlebnispfad weiter. Wir wandern nun dem nächsten Highlight entgegen – der „Teufelsschlucht“. Über zahlreiche Treppenstiege (die zur Zeit gesperrt sind) in einem Steilhang erreichen wir die Teufelsschlucht. Durch die Teufelsschlucht erfolgt ein weiterer Abstieg über Felsgestein, wobei dicke Taue uns den Abstieg erleichtern. Unten angekommen sind es nur noch wenige Meter zum Ausgangspunkt der Tour.

 

Schwierigkeitsgrad: schwer

Wegstrecke: 10 km

Gehzeit: 4 Stunden

Auf-/Abstiege: 370 m

ÖPNV:

Mit der Bahn bis Saarlouis und Buslinie 401 nach Nalbach-Ortsmitte, von dort etwa 2 km zum Startpunkt.

Einkehr: Margret`s Bauernstube

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