Hunsrück/Nahe

Traumschleife Ruwer-Hochwald-Schleife – Naturerlebnis Hochwald

9. April 2017

Die Ruwer-Hochwald-Schleife beeindruckt den Wanderer durch ein abwechslungsreiches  Naturerlebnis. Einsame Waldpfade und herrliche Wiesenwege mit traumhaften Panoramaaussichten über den Schwarzwälder Hochwald sowie mächtige und bizarre Quarzitfels-Formationen bilden die Höhepunkte dieser Wanderung.

Wir beginnen unsere Wanderung am Sportplatz in Hentern, an der K47, wo auch Parkplätze vorhanden sind. Nach wenigen Metern bereits durchschreiten wir das hölzerne Traumschleifen-Portal und steigen pfadig durch Wald bergan. Wir passieren Weidewiesen in Richtung Gipfelkopf und müssen abermals einige Höhenmeter überwinden. Wir erreichen den Aussichtspunkt „Gipfelkopf“ mit Sinnenbank und sind begeistert von der herrlichen Aussicht über die Höhenzüge des Schwarzwälder Hochwaldes. Nur ungern verlassen wir dieses herrliche Plätzchen aber es ist noch zu früh für eine Rast. Vom Gipfelkreuz steigen wir über herrliche Wiesen- und Waldwege bergab, queren später eine Straße und erreichen eine kleine Kapelle am Wegesrand.

Von hier steigen wir über Wiesenwege hinab nach Hentern, nähern uns einem Neubaugebiet und entfernen uns wieder vom Dorf. Nach einiger Zeit queren wir eine Straße und erreichen schnell die Uferzonen der Ruwer, die nicht weit entfernt am Rösterkopf auf 660 m ü. NN im Osburger Hochwald entspringt, um nach 46 Km in die Mosel zu münden. Die Ruwer wurde 371 von dem römischen Dichter Ausonius in dem Gedicht Mosella wie folgt erwähnt: „Die Ruwer dreht in schwindelnden Wirbeln die kornzermahlenden Steine und zieht die kreischenden Sägen durch glatte Marmorblöcke.“ Nach nur wenigen Minuten verlassen wir das Ruwertal über den Ruwersteg.

Nun ist Kondition gefragt, denn ein langer Anstieg steht uns bevor. Beim Aufstieg queren wir die ehemalige Trasse der Hunsrück-Eisenbahn, die sich mittlerweile zu einem beliebten Radweg von Hermeskeil nach Trier entwickelt hat. Die Traumschleife führt uns jetzt noch ein kurzes Stück am „Mertesbach“ entlang, anschließend steht uns ein weiterer steiler Aufstieg durch Wald zu einem beeindruckenden Quarzitfelsen bevor. Um die Felsformation „Marjeterfelsen“ ranken sich viele alte Geschichten und Sagen. So z.B. vom „Marjeter Geist“, der noch heute in den Höhlen Spuken soll. Wir umgehen die Felsformation und wandern auf einem Forstweg weiter, bevor wir den nächsten Anstieg in Angriff nehmen.

Als wir auf dem höchsten Punkt der Wanderung (490 m ü. NN) am Naturdenkmal „Heckelbuschfelsen“ angekommen sind, gönnen wir uns eine ausgiebige Rast. Die Geschichte der Entstehung der Quarzitfelsen im Hochwald reicht weit über 300 Millionen Jahre bis zur Karbonzeit zurück. Die große Härte des Quarzitgesteins macht ihn besonders widerstandsfähig gegen Verwitterungseinflüsse. Aufgrund der schnelleren Abtragung der umgebenden Schieferschichten sind so einzigartige und bizarre Felsformationen entstanden.  Von hier wandern wir nun bergab und gelangen über verschiedene Waldwege in Richtung Hentern.

Es folgt ein längeres Stück auf der Radwegtrasse, bevor wir eine Brücke unterqueren. Nur für wenige Meter haben wir Asphalt unter unseren Füßen, bevor uns die Traumschleife auf einem Wiesenweg in Richtung Wald schickt. Über einen Holzsteg queren wir die Ruwer und erreichen nach einer kurzen Wiesenpassage eine Straße, die wir queren. Auf einem Pfad erfolgt wieder ein langer Anstieg, der sich durch Wald hinauf schlängelt. Gegen Ende der Tour führt uns die Traumschleife auf einem Wiesenweg mit Blick auf Baldringen zu unserem Ausgangspunkt zurück.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 12,6 km

Gehzeit: 4 Stunden

Auf/-Abstieg: 430 Hm

Parken: Sportplatz zwischen Hentern und Baldringen

ÖPNV: Leider nicht erreichbar

Einkehr: Landgasthof Kopp, in Hentern

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