Traumschleife Trauntal-Höhenweg – Traumhafte Bachtäler und Hunsrückidylle pur

25. März 2017

Im Birkenfelder Land, im Herzen des Hunsrücks, führt die Traumschleife „Trauntal-Höhenweg“ entlang des idyllischen Flüsschens Traun, man durchstreift stille, verwunschene Wälder und hat traumhafte Aussichten über die Hunsrückhöhen bis zum Schaumberg. Auf schmalen Pfaden wandert man entlang  eindrucksvoller Felsformationen und am „Vorkastell“, einer ehemaligen keltischen Fliehburg, erwarten den Wanderer traumhafte Ausblicke über die Hunsrücker Höhenzüge.

Wir beginnen die Wanderung am Wanderparkplatz „Abentheuer-Hujetsmühle“. Über dem Eingangsportal sticht das rot-weiße Wappen des Sponheimer Grafengeschlechts ins Auge, denn einst war der Traunbach die natürliche Grenze zwischen den Hunolsteiner und Sponheimer. Nach nur wenigen Metern stehen wir am Uferweg des Traunbachs. Hier soll sich nach einer alten Volksüberlieferung die Nibelungensage abgespielt haben. Hagen von Tronje stammte danach aus Dhronecken und auch die anderen Heldengestalten sollen Hunsrücker gewesen sein.

Wir verlassen das Bachtal über einen Holzsteck zwischen zwei Bäumen und erreichen das ehemalige „Eisenhüttenwehr“, hier wurde mit der gewaltigen Urkraft des Wassers die Mühlenräder des Hammerwerkes angetrieben und Eisen verhüttet. Nun ist etwas Kondition gefragt, steil steigen wir durch Wald bergan und werden auf der Anhöhe für unsere Mühen belohnt. Die Landschaft öffnet sich uns und wir genießen die wunderbare Fernsicht über den Hunsrück bis weit in das Saarland hinein. Weiter steigen wir leicht bergauf und erreichen den Rastplatz oberhalb des Ortes „Buhlenberg“.

Nach einer kleinen Pause tauchen wir wieder in den Wald ein. Erst in Richtung der Hochwaldgemeinde „Rinzenberg“ gibt uns der Wald wieder frei und wir gelangen auf einen schönen Höhenweg. Kurz vor dem Ort treffen wir auf eine Sinnenbank, auf der wir es uns gemütlich machen und eine kleine Pause einlegen. Von hier genießen wir einen herrlichen Blick auf die Kreisstadt Birkenfeld, die sich auch als Naturparkstadt bezeichnet. Hinter der Stadt breiten sich die Hunsrückhügel aus, die bis zum fernen Horizont reichen. Wir verlassen diesen schönen Ort und gehen weiter Richtung Rinzenberg.

Vor den ersten Häusern des Ortes wechseln wir auf einen Pfad, der zunächst serpentinenartig durch Wald führt bevor er in einen breiten Forstweg übergeht. Wir genießen die schöne und stille Waldpassage und treffen kurz darauf beim „Vorkastell“ ein, einem keltischen Ringwall, der als Höhenbefestigung diente und zwischen dem 5. und 3. Jahrhundert v. Chr.  als Fliehburg genutzt wurde. Etwas oberhalb steht eine Sinnenbank, von der wir herrliche Ausblicke ins Trauntal und über die dichten Hunsrückwälder genießen.

Vom Vorkastell wandern wir talwärts und kehren in den „Forellenhof“ ein, der am Wegesrand liegt und gönnen uns eine kleine Pause.  Der Forellenhof liegt in einer landschaftlich schönen Lage, neben einem Restaurant verfügt der Forellenhof über mehrere Fischzuchtweiher und eine Angelanlage. Nach der gemütlichen Rast bieten sich uns zwei Rückkehrmöglichkeiten zum Ausgangspunkt an. Die einfache Variante führt entlang des Traunbaches über einen Forstweg zum Wanderparkplatz zurück, die zweite etwas sportlichere Variante führt im dichten Wald über eine matschig-nasse Trasse.

Warum die Trasse so matschig und nass ist, erfahren wir auf einer Informationstafel am Weg, mit der Überschrift „Warum ist der Weg so nass“. Die Ursache der Vernässung der Wegtrasse ist eine Schichtquelle, wie sie sehr oft in den Hanglagen des Hochwaldes vorkommt. In den Rissen und Spalten des Quarzits an den Oberhängen versickert das Regenwasser, bevor es am Hang eine Möglichkeit findet auszutreten. Diese typischen Schichtquellen kommen in dieser Region häufig vor und begünstigen die Entstehung von Hochmooren. Nach diesem, im wahrsten Sinne des Wortes, nassigen Erlebnisses führt uns die Traumschleife in wenigen Minuten zurück zum Ausgangspunkt.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 12,5 km

Gehzeit: 4 Stunden

Auf- und Abstieg: 540 hm

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Abentheuer-Hujetsmühle

ÖPNV:

Mit dem Zug bis Türkismühle, weiter mit dem Regionalexpress nach Neuhütten, mit dem Bus 322 oder 330 nach Birkenfeld/Talweiherplatz, Umsteigen nach Abentheuer, Linie 323. Am Wochenende kein Busverkehr.

Einkehr:

Forellenhof Trauntal, Gasthaus Gordner, Rinzenberg

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