Luxemburg

Unterwegs in der Kleinen Luxemburger Schweiz – Felsen, Grotten, Klüfte und idyllische Bachtäler

9. Oktober 2016

Westlich von Echternach hat sich die Schwarze Ernz und ihre Quellbäche tiefe Schluchten in den Sandstein gewaschen, zu deren beiden Seiten sich beeindruckende Felsformationen auftürmen. In dieser grandiosen Felslandschaft, laden bizarre, mit Moos und Flechten besetzte Felsbrocken, Klüfte und Grotten auf schmalen Wanderpfaden ein, diese einzigartige Landschaft zu entdecken.

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Westlich von Echternach beginnt die Kleine Luxemburger Schweiz, ein wunderschönes kleines Wanderparadies, mit wildromantischen Felsformationen, die die Eiszeitgletscher in den weichen Sandstein gefurcht haben. Am Wochenende trafen sich Johann, Christian und ich zu einer zweitägigen Tour in Echternach, um von dort durch das herbstliche Müllerthal zu wandern. Da beide noch keine Berührung mit der Luxemburger Region Müllerthal hatten, wählte ich als Einstiegstour den „Wanderweg E1“, um ihnen einen kleinen Eindruck von dieser eindrucksvollen und grandiosen Landschaft zu vermitteln.

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Wir starten unsere Wanderung an der „Echternacherbrücke“, passieren die Basilika, den idyllischen Marktplatz mit seinen stattlichen Bürgerhäusern aus verschiedenen Jahrhunderten und schlendern durch die Einkaufspassage mit ihren kleinen schmucken Straßencafès und Geschäften. Am Busbahnhof schwenken wir nach links ab und folgen dem Wegweiser „Troosknäppchen“. Mit Kopfsteinpflaster unter unseren Füßen schrauben wir uns unter einem bewölkten Himmel hinauf zum Trossknäppchen, von dem wir einen wunderschönen Blick auf Echternach und die prachtvolle Benediktiner-Abtei der ältesten Stadt Luxemburgs haben.

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Wir tauchen in den Wald ein, der sich uns noch nicht in seiner vollen farbenfrohen Herbstpracht zeigt und erreichen in wenigen Minuten die „Wolfsschlucht“, mit ihren beeindruckenden Felswänden, das bei Johann und Christian nur „Oohs“ und „Aahs“ hervorruft. In dieser steilen Felsspalte  sollen früher Wölfe Zuflucht gefunden haben. Das nächste Highlight lässt nicht lange auf sich warten, das „Labyrinth“, ein Irrgarten aus Felsmassiven und bemoosten Felsbrocken, das einer Fabelwelt gleicht. Von hier wandern wir in einem Auf und Ab durch das idyllische „Aesbachtal“  zu einem gewaltigen Felsen, dem „Perekop“, den man über Leitern bezwingen kann.

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Der Weiterweg verläuft über Stege und kleine Brücken weiter durch das wildromantische Aesbachtal zur „Hohllay“, einer phantastischen Höhle, aus der Früher von Steinbrechern Mühlsteine für die Region gebrochen wurden. Mit einer einfachen und pfiffigen Methode machten sich die Steinbrecher ans Werk. Zunächst meißelten sie eine kreisförmige Rinne um den Stein, legten Holzstücke hinein und brachten diese mit Wasser zum quellen. Durch den enormen Druck des quellenden Holzes lösten sie den Mühlstein in einem Stück aus dem Fels, was ihnen aber nicht immer gelang.

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Kurz dahinter erreichen wir das „Amphitheater“, ein Freilufttheater, das für verschiede Events genutzt wird und in einer einzigartigen Szenerie liegt. Hier legen wir eine größere Rast ein, bevor wir uns auf den Weiterweg machen. Nur wenige Meter entfernt erreichen wir eine Abzweigung und folgen dem Wegweiser E1 nach rechts und wandern für längere Zeit auf einem Forstweg durch einen herrlichen Wald, bis wir auf einen schmalen Pfad abbiegen und hinunter zur „Geierslay“ absteigen. Über eine Eisenleiter erklimmen wir einen mächtigen Felsen auf dem ein wunderschöner Pavillon mit Sitzbank uns zu einer kleinen Rast einlädt. Von hier folgen wir weiter dem Wanderweg E1 in Richtung Echternach. Wer will, folgt ein Stück dem Aesbach (Wanderweg E4) bis zur Sauer und wandert am Fluss entlang nach Echternach.

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Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 13,5 Kilometer

Gehzeit: 4 Stunden

Ausgangspunkt: Busbahnhof Echternach Gare

Endpunkt: Echternach

Übernachtungsmöglichkeit:

  • Jugendherberge Bollendorf
  • Hotel Hauer, Bollendorf

 

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