Vom Nebelhorn zum Laufbacher Eck – Traumhafte Panoramawanderung hoch über dem Oytal

Diese Bergwanderung hinüber zum Laufbacher Eck gehört zu den schönsten Touren im Allgäu und ist ein wahrer Leckerbissen. Der Weg führt in einem leichten Auf und Ab, manchmal auch ausgesetzt, hoch über dem Oytal entlang, mit prächtigen Ausblicken auf den Seealpsee, den bekanntesten und steilsten Grasberg des Allgäus – die Höfats und die Allgäuer Alpen. Für diese Tour sollte man über Bergerfahrung und ausreichende Kondition verfügen.

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Mit der Nebelhornbahn fahren wir hinauf zur Station „Höfatsblick“, wo wir diese herrliche Wanderung beginnen. Wie immer herrscht hier oben viel Trubel, also machen Johann und ich uns schnell auf den Weiterweg. Zunächst gehen wir auf einem breiten Fahrweg etwas bergab und steigen im Gegenhang hinauf zum „Zeigersattel“, der uns aber die Aussicht auf die hohen Allgäuer Gipfel noch etwas versperrt. Bald stehen wir aber auf der anderen Seite des Passes und blicken auf den wunderschönen „Seealpsee“. Im Hintergrund formieren sich immer mehr tiefschwarze Wolken, die uns den Blick auf die Hohen Berge versperren. Ein kräftiger Wind weht uns um die Nase und der Wetterbericht hat für heute schwere Gewitter angekündigt, also machen wir uns auf den Weiterweg. Nun wird es endlich Richtung Laufbacher Eck etwas stiller und es sind nur noch wenige Bergwanderer unterwegs.

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Steile blumenreiche Grashänge prägen nun das Gelände, die Wege werden schmaler und steiniger und wir müssen einige Altschneefelder passieren, was nicht ganz ungefährlich ist. Am spitzen Grasgipfel des „Schochen“ biegt auf einmal der Hang nach links ab und der Panoramaweg verläuft nun knapp an der 2000 m Höhenlinie hoch über dem Oytal. Uns bietet sich nun ein spektakulärer Ausblick auf den Talschuss mit „Großen Wilden“ und „Schneck“ und Vìs- à- vis auf die markante Höfats und wären da nicht die dichten Regenwolken so könnten wir sogar den „Stuibenfall“ und die „Käseralpe“ entdecken. Wir gelangen an eine kurze seilgesicherte Passage, die wir spielend überwinden und queren abermals ein Schneefeld. Die Szenerie zieht uns in ihren Bann und wir bleiben immer öfter stehen und sind beeindruckt von dem herrlichen Panorama, auch wenn es durch  die schnell heranziehenden Regenwolken getrübt wird.

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Kurz vor dem Laufbacher Eck entscheiden wir uns für den Rückzug, das Wetter verschlechtert sich und die Allgäuer Berge sind von schwarzgrauen Wolken umhüllt. Bevor wir in ein Gewitter geraten machen wir uns auf bekannten Weg zurück zur Seilbahnstation. Die geologische Vielfalt der Allgäuer Alpen beeindruckt uns, vor allem, der Kontrast zwischen den saftig grünen, blumenreichen Hängen und den schroffen Bergmassiven. Die technisch anspruchsvolle Passage und die steilen Kehren hinauf zum Laufbacher Eck nehmen wir nicht mehr in Angriff, schade eigentlich, den von dort hat man ein imponierendes Bergpanorama nach Osten hin zum markanten Hochvogel. An der Bergstation angekommen fahren wir mit der Bergbahn talwärts. Unten ist das Wetter etwas besser und wir entschließen uns für eine Tour ins wunderschöne Oytal.

 

 

Schwierigkeitsgrad: schwer

Gehzeit: 4,15 Stunden

Wegstrecke: 10,6 km

Ausgangspunkt: Nebelhornstation Höfatsblick

Höhenunterschied: 410 m

Einkehr:

  • Edmund-Probst-Haus (DAV)
  • Restaurant Seilbahnstation

 

 

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