Von der Breitachklamm um den Engenkopf – Atemberaubendes Naturschauspiel und Panoramablicke

Diese faszinierende Wanderung führt zunächst auf ausgebauten und gesicherten Wegen durch die beeindruckende  Breitachklamm. Hier kann man die gewaltige und lebendige Kraft des Wassers hautnah spüren. Anschließend führt die Wanderung um den Engenkopf, mit herrlichen Aussichten ins Kleinwalsertal, auf die Oberstdorfer Berge und durch prachtvollen Blumen-und Streuobstwiesen zur Alpe Hintere Enge, Sesselalpe und Alpe Dornach zurück nach Tiefenbach.

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Die Breitachklamm zählt zu den faszinierendsten und tiefsten Schluchten in Mitteleuropa. Am Anfang fließt sie im Tal noch friedlich, ja fast beschaulich und idyllisch dahin. Nur die großen Gesteinsbrocken im Flussbett lassen uns vermuten, welche gewaltigen Naturkräfte hier am Werk gewesen sein müssen. Je näher wir uns den Felswänden zu beiden Seiten des Flusses nähern umso stärker wird das Rauschen und Tosen und man spürt die lebendige Urgewalt des Wassers. Über Jahrtausende hat sich die Breitach ihren Weg durch den Schrattenkalk des mächtigen Felsstocks des Engenkopfes  gefressen und eingesägt und hat damit eine der schönsten und spektakulärsten Schluchten entstehen lassen. Bis zu hundert Meter hohe Felswände bauen sich links und rechts des Flusses auf, der in der Klamm zu einem schnellen und reißenden Gewässer wird.

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Dabei stürzen immer wieder kleinere Wasserfälle von den Felsen herab und die vom unbändigen Wasser geformten und geschliffenen Steine bilden bizarre Formen und variantenreiche Gebilde. Wir beginnen unsere Wanderung am unteren Eingang der Schlucht.  Im Gebäude im Tal (Kasse 1) kann sich der Wanderer und Besucher der Breitachklamm am Informationssystem „Bergschau“  über die Breitachklamm erkundigen. Hier erfährt man, dass sich das faszinierende Naturdenkmal vor etwa 10.000 Jahren mit dem Abschmelzen des Breitachgletschers entstanden ist, der den Schrattenkalk des gewaltigen Felsstocks zersägte. Die etwa 1,8 km und 100 m tiefe Klamm überwältigt uns mit ihren riesigen Felswänden und dem tosenden Gewässer. Bald hilft uns schon ein Tunnel und einige Stege die ersten Felsbarrieren zu umgehen.

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Der Weg steigt nun allmählich an und bringt uns zum Eingang in die eigentliche Klamm. Wir wechseln die Flussseite und der Fluss, der jetzt zum Wildbach wird, schlängelt sich nun durch den engen Schluchtengrund und tobt nun wild zwischen Baumstämme, Felsblöcken und Strudellöcher dahin. Von den überhängenden Felshängen tropft und sprüht das Wasser herunter, vor dem uns unsere Regenjacken schützen. Im engsten Abschnitt der Klamm, im dunklen Schluchtengrund, haben sich zwischen den Felswänden riesige Felsblöcke verklemmt und verstärken den düsteren Eindruck. Wir wechseln auf die rechte Seite der Schluchtenwand, wo uns eine Messlatte die unglaublichen hohen Wasserstände anzeigt. Der Weg windet sich weiter entlang der Felswände durch die enge Klamm und die ersten Sonnenstrahlen fallen in die düstere Klamm.

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Über einen Steg wechseln wir auf die linke Talseite, der Weg steigt langsam an und die Schlucht weitet sich und hoch über uns, auf dem Zwingsteg, schauen Besucher zu uns in die Tiefe.  An den Felswänden kann man heute noch den Felssturz von 1995 gut erkennen, als im Sattelscheitel viele tausende Kubikmeter Gestein aus der westlichen Felswand herausbrachen und in die Klamm stürzten. Sie verbauten die Klamm mehrere Meter höher als den höchsten Wasserstand und stauten die Breitach zu einem See auf. Während der Schneeschmelze im Frühjahr des Folgejahres brach der Damm und eine riesige bis zu 35 Meter hohe Flutwelle verwüstete den Klammweg und richtete einen Schaden von 500 000 Euro an. Wir folgen dem Klammweg nach rechts steil aufwärts zum Kassenhäuschen am südlichen Ende der Schlucht und steigen über einen steilen Treppenweg bergauf.

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Am östlichen Rand der Schlucht geht es abermals über Treppenstufen bergauf. Von hier genießen wir den Blick auf die steilen Felswände am gegenüberliegenden Hang. Die Schlucht verengt sich immer weiter und wir erreichen eine Wegkreuzung. Links geht es zum atemberaubenden Zwingsteg, der die Breitach überspannt. An der Kasse 2 nehmen wir den linken Weg in Richtung Zwingsteg, Alpe Dornach und Sesselalpe. Nach wenigen Minuten erreichen wir eine kleine Anliegerstraße, der wir nach links Richtung „Alpe Hintere Enge“ bergauf folgen. Nach etwa 15 Minuten haben wir diese erreicht und legen eine kleine Rast ein und genießen von der Sonnenterrasse die herrliche Aussicht über das Kleinwalsertal und die umliegenden Berge. Nach dem wir unsere Energiespeicher aufgefüllt haben wandern wir über einen kleinen Pfad bergan zur höchsten Stelle dieser Tour.

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Von hier wandern wir, umgeben von blühenden Alpwiesen, weiter in Richtung Sesselalpe, die wir nach 35 Minuten erreichen und weiter zur Alpe Dornach, wo man auch übernachten kann. Von hier geht es wieder zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung.

 

 

Schwierigkeitsgrad: leicht

Wegstrecke: 9 km

Gehzeit: 3,30 Stunden

Auf-/Abstieg: 420 m

Einkehrmöglichkeiten:

  • Tiefenbach
  • Sesselalpe
  • Alpe Dornach
  • Alpe Hintere Enge
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