Eifel

Von Hillesheim nach Gerolstein – Von der Krimistadt zu den Mineralquellen

20. Juni 2015

Diese Etappe zählt zu den schönsten auf dem Eifelsteig. Von Hillesheim geht es durch das Bolsdorfer Tälchen zu den Rother Mühlensteinhöhlen, zum Aussichtsturm „Auf Schocken“, entlang des Gerolsteiner Stausees über den Auberg zu den Höhehpunkten dieser Wanderung: zum ältesten Riff unseres Planeten, dem Munterley und über die Buchenlochhöhle entlang des Vulkankraters Papenkaule zu den Gerolsteiner Dolomiten und der Hustley in die Brunnenstadt Gerolstein.

DSC00564Der kleine Fremdenverkehrsort Hillesheim im „Naturpark Vulkaneifel“ gelegen, verfügt neben seinem mittelalterlichen Stadtkern über ein Naherholungsgebiet, das „Bolsdorfer Tälchen“, mit einem hohen Freizeit- und Erlebniswert. Hillesheim ist zu dem die heimliche Krimi-Hauptstadt Deutschlands. Neben dem „Eifel-Krimi-Wanderweg“, der auf den Büchern der Bestzählerautoren Jacques Berndorf und Ralf Kramp basiert, lockt die drittgrößte Gemeinde in der Vulkaneifel seine Besucher mit einem Kriminalhaus, das über 26.000 Kriminalbände verfügt, dem ersten deutschen Krimi-Cafe und Krimihotel und dem berühmten Cafe Sherlock.

 

DSC00536Wir beginnen unsere Wanderung auf dem Graf-Mirbach-Platz in Hillesheim, wo uns das Eifellogo direkt ins Auge sticht. Wir passieren die Kirche und erreichen über die Burgstraße die Parkanlage an der alten Stadtmauer. Von hier umgehen wir das Schwimmbad und die Schule und gelangen über Treppenstufen hinunter zum Sportplatz. Auf der Zufahrt verlassen wir das Krimi-Städtchen und betreten das Naherholungsgebiet „Bolsdorfer Tälchen“ mit seinen Parkwegen und dem Weiher. Über einen Radweg erreichen wir eine Wegabzweigung und einen Barfußpfad, hier kann man in verschiedenen Sandkästen wechselnde Texturen (Kies, Moos, Meersand) mit nackten Füßen erleben. Wir wandern durch ein Tal das sich zunehmend verengt und uns dem Wald etwas näher bringt. Unter einem sonnendurchfluteten Blätterdach erreichen wir das Backhaus Bolsdorf.

DSC00512Von hier wandern wir auf dem Weg im Bachgarten geradeaus durch das Dorf und wenden uns am Ende nach links und kurz darauf wieder nach rechts und verlassen auf der Straße „Im Wiesengrund“ den kleinen Ort. Nun wandern wir durch offene Landschaft und unsere Blicke schweifen über bewaldete Hügel aus denen es einst zischte, brodelte, grollte und bebte. Kurz vor der Kläranlage gehen wir nach rechts auf einen Feldweg, umrunden linkseitig eine Wasseraufbereitung und wenden uns an der Landstraße nach rechts, queren eine Wiese und erreichen durch eine Unterführung die andere Straßenseite. Über eine Weide erreichen wir den kleinen Ort Dohm und wandern mit der Hauptstraße an der Kirche vorbei und erreichen am Ortsausgang eine Landstraße. Über diese erreichen wir die Kyll, auf der anderen Uferseite queren wir die Straße und wechseln hinter einer Kurve abermals die Straßenseite und steigen auf einem Waldweg bergan.

DSC00495Nun wandern wir steil bergan, wechsel an einer Spitzkehre den Weg und steigen weiter bergauf. Mit der Zeit wird die Steigung moderater, wir kreuzen einen Weg und verlassen den Wald und erreichen die Grill- und Schutzhütte „Heimatblick“. Hier laden Bänke und Tische zu einer Rast ein, die wir dankend annehmen und genießen die herrliche Aussicht, die weit über Hillesheim hinaus reicht. Auf einem schmalen Pfad der hinter der Hütte links abzweigt wandern wir aufwärts bis zum Feldrand. Mit einer schönen Aussicht über die Landschaft wenden wir uns nach rechts und wandern geradeaus talwärts durch blühende Wiesen und Felder bis wir auf einen asphaltierten Weg treffen. Wir gehen weiter geradeaus und wandern zwischen Bäumen und Feld auf einem Wiesenweg parallel zum Fahrweg. An seinem Ende queren wir den Wirtschaftsweg und wechseln zur anderen Seite auf den Feldweg und wandern in Richtung Windräder und biegen nach einiger Zeit nach links zum Ort Roth ab und erreichen die Kreisstraße 33.

DSC00492Wir queren die Straße, gehen nach links, passieren den Ort, gehen aufwärts zum Sportplatz und treffen auf einen asphaltierten Weg, wir halten uns links und erreichen am Ende eines kleinen Waldes eine Abzweigung. Hier weist uns ein Schild hinauf zu den „Mühlensteinhöhlen“, die wir bald darauf mit Rastplatz und Infotafel erreichen. Einige Eingänge sind versperrt, doch bevor wir die Höhe erreichen, erkennen wir einen Eingang durch den man ins dunkle des Berges hinabsteigen kann, eine Taschenlampe ist notwendig. Oben angekommen erkennen wir sofort die Spuren der Mühlensteingewinnung, die einst im Tagebau aus dem Gestein heraus gebrochen wurden. Kurz darauf zweigt ein Weg nach rechts zu einer Schutzhütte ab, von der wir einen schönen Blick ins Tal genießen. Nur wenige Meter weiter erreichen wir die Aussichtsplattform „Rother Kopf“, die uns mit einem traumhaften Panorama verwöhnt.

DSC00503Von hier geht es mit einem Ginster bewachsenen Hang abwärts zu einem asphaltierten Weg, wir gehen nach rechts und nach einer Abzweigung wandern wir nach links auf einem schönen Wiesenweg weiter abwärts. Der Weg führt am Waldrand vorbei und später durch Felder bis zu einem Wirtschaftsweg, wir halten uns links und treffen in einer Rechtskurve auf eine Abzweigung. Wir biegen nach links ab und treffen auf eine Bank mit Wegweiser. Von hier machen wir einen Abstecher zum Schockenturm, den wir über einen Wiesenweg und einen Pfad erreichen. Von der Plattform aus erhaschen wir den ersten Blick auf Gerolstein. Wieder zurück auf dem Steig folgen wir ein kurzes Stück dem Asphaltweg und biegen dann nach links auf einen Pfad ab. Dieser bringt uns durch den Wald abwärts zu einem Trinkwasserhochbehälter, unter diesem nehmen wir den linken Abzweig und folgen anschließend einem Pfad nach rechts, der talwärts führt.

DSC00466Später treffen wir auf einen Feldweg und gehen nach links und kurz darauf wieder nach rechts und erreichen den Gerolsteiner Stausee. Wir laufen ein Stück die Zufahrt zum See hinauf und gehen auf der Höhe des Stausee-Cafees rechts auf einen Pfad bergauf. Nach kurzer Zeit erreichen wir den Rand des „Feriendorfes Felsenhof“, durchqueren es und gelangen auf der anderen Seite des Geländes über eine Wiese zum imposanten „Auberg“. Von ihm haben wir einen herrlichen Blick auf Gerolstein und die Munterley. Wieder auf dem Steig zurück bringt uns ein schmaler Pfad in ein Wohngebiet, wo wir uns an der Straße links halten und gehen in die Straße „Zum Sandborn“. Am Ende der Straße queren wir die  L 28 und steigen auf einem Pfad hinauf zum Munterley. Nach einer Kehre umrunden wir den Felsen und steigen am Ende einen steilen Hang hinauf zum Plateau des Munterleys.

DSC00454Von hier haben wir eine wunderschöne Aussicht über das Gerolsteiner Land und die Stadt. Nach dem wir die Aussicht reichlich genossen haben wandern wir über eine Hochebene und tauchen wieder in den Wald ein. Über Serpentinen erreichen wir einen Waldweg und wenig später eine Aussichtsplattform. Von dort steigen wir über Stufen zur „Buchenlochhöhle“ ab, die in der letzten Eiszeit von Menschen und Tieren aufgesucht wurde und erreichen etwas später die „Papenkaule“, den Krater eines erloschenen Vulkans. Wir wandern am Rand entlang und erreichen nach einem Anstieg auf einen asphaltierten Weg der zur Schutzhütte führt. Wir halten uns links und folgen der Straße bis zu einer Linkskurve, wo wir auf einen Wiesenweg wechseln. Nur wenig später erreichen wir die „Hustley“, wo wir es uns auf einer Sinnenbank bequem machen und die herrliche Aussicht genießen.

Unweit von hier führt ein Pfad nach rechts ab, der uns durch einen Buchenwald ins Tal bringt. Zwischen zwei Häusern erreichen wir eine Straße, gehen nach rechts und biegen direkt nach links in einen Fußweg ab. Über eine Brücke queren wir die Bahngleise und die Kyll und treffen auf die B 410, die wir an einer Verkehrsinsel überqueren. Nun gehen wir stadteinwärts und gelangen mit der „Mühlenstraße“ ins Zentrum von Gerolstein. In einem Cafe machen wir es uns gemütlich und lassen den herrlichen Wandertag ausklingen.

 

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 20 km, ab Bahnhof Oberbettingen-Hillesheim 25 km

Gehzeit: 5 Stunden, ab Bahnhof Oberbettingen-Hilleshein, 6 Stunden

Ausgangspunkte:

  • Kirche in Hillesheim
  • Bahnhof Oberbettingen-Hillesheim, Zuweg zum Eifelsteig ist ausgeschildert, Gehzeit etwa 0,45 bis 1 Stunde.

ÖPNV:

  • Mit der Regionalbahn von Trier nach Oberbettingen-Hillesheim, Fahrzeit 1:29 Std. und mit dem Taxi bis Hillesheim, etwa 5 Km.
  • Mit der Regionalbahn nach Gerolstein oder Jünkerath und mit dem Bus nach Hillesheim

Sehenswürdigkeiten:

  • Löwenburg
  • Buchenlochhöhle
  • Magdalenahöhle
  • Erlöserkirche
  • Villa Sarabodis

 

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