Von Ulmen nach Cochem – Durch das wilde Tal der Endert

Eine Wanderung durch das wildromantische Tal der Endert hat zu jeder Jahreszeit ihren  besonderen Reiz. Das Enderttal bietet viel Abwechslung. Eindrucksvoll ist auch die Burg Ulmen, der sieben Meter hohe Wasserfall des Endertbaches „Die Rausch“, das Kloster Maria Martental und die zahlreichen Mühlen entlang des Wegs.

IMG_2206Die Wanderung durch das Tal der Endert , von Ulmen nach Cochem, gehört zu einer der schönsten Naturerlebnissen. Die Endert entspringt zwischen Ulmen und Höchstberg und fließt durch ein wildromantisches, zerklüftetes und stilles Tal.  Mal leise vor sich hin plätschernd und mal wild tosend durch die Landschaft, bevor sie bei Cochem in das Moseltal mündet. Ulmen ist Ausgangspunkt der Wanderung durch das wilde Enderttal.

IMG_2293Markant und steil ragen die Mauern der 1000 Jahre alten „Burg Ulmen“ über dem jüngsten Vulkan nördlich der Alpen, dem „Ulmer Maar“, auf. Von der einst stattlichen Burg des Kreuzritters Heinrich von Ulmen, der einst zu den Eroberern von Byzanz gehörte, sind nur noch Teile der Oberburg erhalten geblieben. Hier findet an jedem  zweiten Juliwochenende das traditionelle Burg- und Heimatfest statt. Von der Burg hat man einen herrlichen Blick auf den Ort und den „Jungferweiher“, ein über 100 000 Jahre altes „verlandetes Maar“ das seit vielen Jahrhunderten ausgetrocknet ist. Heute ist es ein fischreiches Gewässer und  Vogelschutzgebiet  in dem seltene Vogelarten eine Heimat gefunden haben.

IMG_2208Nach Besichtigung der Burg wandert man am Ulmer Maar hinauf zum Martberg, über  Flur und  durch Wald zum berühmten „Antoniuskreuz“ aus dem 17. Jahrhundert. Hier soll einer Sage nach, Heinrich von Ulmen ein Säckchen Erde vom Grab Christi hinterlegt haben. Der Weiterweg führt auf breiten Forstwegen auf einem Teilstück des „Karolingerwegs“ durch herrlich kühlen Wald bis zu einer Straße. Diese überquert man und folgt dem Hinweisschild „Maria Martental“. Von der Ferne hört man bereits den tosenden  Wasserfall, der 7 Meter tief und weißschäumend in einen Talkessel stürzt. Über die Holzbrücke führt der Weg in wenigen Minuten zum Kloster Martental, ein Ort der Stille und inneren Einkehr.

IMG_2224Nach dem Besuch des Klosters geht man zurück auf den Hauptweg und folgt dem „Schwarzen Keil“ ein Stück durch Wald bis zu einer Straße. Dieser folgt man auf der linken Seite rechts aufwärts ca. 200m, bis zu einem schmalen Pfad, der links von der Straße abzweigt. Während die Wanderung im oberen Bereich sehr angenehm verlief, verläuft dieser Teil durch unwegsames Gelände. Nun beginnt der schöne und traumhafte Teil der Wanderung. Auf schmalen, steinigen Pfaden wandert man am Endertbach entlang, mal auf seiner linken, mal auf seiner rechten Seite. Für die nächsten Stunden ist man dem Lärm der zivilisierten Welt entrückt, nur der Bach blubbert und plätschert vor sich hin und sorgt mit seinen wohltuenden Geräuschen für Entspannung.

IMG_2247Der Pfad schlängelt sich jetzt an den alten Mühlen vorbei und man kann erahnen wie Mühsam der Transport von Getreide und Mehl zu dieser Zeit war. Bevor das Moseltal von der Eisenbahn erschlossen war gab es im einsamen Enderttal 28 gutgehende Mühlen. Ausgebaute Fuhr- und Karrenwege um das Getreide von Mühle zu Mühle zu befördern gab es keine. Auf den Rücken der Esel wurde das Getreide und Mehl über schmale und steinige Wege von Mühle zu Mühle und ins das Moseltal  auf die städtische Waage nach Cochem befördert, um es an die Weinbauern zu verkaufen. Nach der Schneidersmühle geht der schmale Pfad in einen breiten Waldweg über und führt zur letzten Mühle, der Weißmühle, die heute ein Hotel ist. Von hier ist es nicht mehr weit bis Cochem, dem Ziel der Wanderung.

Fazit: Eine leichte Wanderung mit hohem Natur- und Erlebniswert.

 

 

Schwierigkeitsgrad: leicht

Wanderstrecke: 20 km

Gehzeit: 5 Stunden

Startpunkt: Ulmen

Zielpunkt: Cochem

Wandkarte: Eifelvereinskarte 21 und 23;

ÖPNV:

  • Regionalbahn vonTrier nach Cochem;
  • Ab Cochem Buss 500 Richtung Gerolstein nach Ulmen

Sehenswürdigkeiten:

  • Ulmener Maar
  • Jungferweiher
  • Burgruine Ulmen
  • Kloster Maria Martental
  • Wasserfall “Rausch”
  • Reichsburg Cochem

Einkehrmöglichkeiten:

 

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