Rhein

Von Vallendar nach Sayn – Auf den Spuren des Heiderösleins

7. November 2015

Auf dieser Wanderung machen wir uns auf die Spuren von Goethes Heideröslein und wandern auf herrlichen Wald- und Wiesenwegen zu herrlichen Aussichtspunkten. Wir genießen die herrlichen Ausblicke auf das Rheintal bevor wir die Burg und das Märchenschloss Sayn erreichen. Erkunden den Landschaftspark mit dem Schmetterlingspavillon und besuchen das Eisenkunstguss-Museum im Schloss Sayn, das über eine einzigartige Sammlung von Kunstwerken aus Eisenguss aus der berühmten Sayner Hütte zur Schau stellt.

IMG_5471Wir beginnen die Rheinsteig- Etappe von Vallendar nach Sayn am Bahnhof von Vallendar und folgen dem Rheinufer nach rechts, queren die Brücke und erreichen über die „Hellenstraße“ den Rathausplatz. Hier befinden sich viele schmucke, historische Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert. Von hier folgen wir dem Rheinsteiglogo durch die „Kirchstraße“ zur katholischen Pfarrkirche „St. Marzellinus und Petrus“, die nach dem Trier Dom die zweit größte Kirche im Bistum Trier ist. Über die „Obere Meerbach“ erreichen wir das Bachtal und  wandern zu einer Schutzhütte, wir halten uns rechts und wandern hinauf zum Waldgasthof Wüstenhof, das ein beliebtes Ausflugslokal ist. Im Hof des Gasthauses erinnert eine Säule an einen prominenten Besucher, J.W. Goethe, der in dieser ländlichen Idylle sein Gedicht „Das Heidenröslein“ geschrieben haben soll. Goethe der kein Kostverächter war, soll zur damaligen Zeit mit der Familie d`Ester, die schöne Töchter hatte, auch auf dem Wüstenhof gewesen sein und bei diesem Aufenthalt soll der Dichterfürst das Heideröslein geschrieben oder dazu angeregt worden sein.

IMG_5488Einen Beweis dafür gibt es aber nicht. Im September 1924 wurde die Goethesäule auf dem Gutshof eingeweiht zum Gedenken an den Besuch des Dichterfürsten. Von hier genießen wir noch den schönen Blick ins Rheintal bevor wir talwärts zur „Schnatzenmühle“ wandern. Im Tal folgen wir dem Rheinsteiglogo aufwärts und gehen bei der Asphaltstraße nach links, unterqueren die A 48 und erreichen über einen Feldweg einen Lagerplatz, an dessen Ende wir nach rechts gehen. Wir passieren einen Reitplatz und treffen auf die L 307 und wandern über den Galgenberg an Bendorf vorbei steil hinunter in das „Großbachtal“. Wir passieren das „Hotel Bellevue“ und treffen wenig später auf einen Pavillon am Waldrand. Nun wandern wir auf einem Schotterweg zwischen Feldern über ein Plateau zur Waldgaststätte Meisenhof, einer beliebten Gaststätte mit wunderschönem Biergarten.

IMG_5546Nach dem Meisenhof gehen wir nach links und wandern an Birken entlang zum Waldrand und erreichen nach wenigen Minuten den „Römerturm“ mit Wall und Palisaden auf dem „Pulverberg“. Der Turm ist ein Nachbau eines römischen Wachturmes am Limes, Infotafeln geben uns genauere Auskunft darüber. Von hier folgen wir dem Rheinsteig abwärts in das „Brexbachtal“ unterqueren durch ein Viadukt die im Jahr 2004 stillgelegten Brexbachtalbahn, die auf 21 km von Neuwied über Bendorf und Grenzau nach Siershahn führte. Wir erreichen ein großes Zeltlager und steigen beim Informationspunkt in Serpentinen aufwärts zum Aussichtspunkt „Oskarhöhe“, mit einer ins alter gekommenen Schutzhütte. Von hier wandern wir auf einem Waldweg in einem Bogen abwärts und erreichen die Zufahrtsstraße zur „Burg Sayn“. Dieser folgen wir und gelangen im Burghof über zahlreiche Stufen hinunter zur Falknerei und zum Schloss Sayn, mit dem großen Landschaftspark, wo die Etappe auf dem Rheinsteig endet.

IMG_5608Von hier kann man mit der Buslinie 8 von Schloss Sayn nach Vallendar oder Bendorf zurück fahren. Hoch über Sayn thront die 800 Jahre alte Burg der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein, von hier hat man einen herrlichen Rundblick von den Höhen des Westerwaldes über die Rheinebene bis zu den Vulkanbergen der Eifel. Am Fuße der Burg steht neben dem Torturm das Schloss Sayn der Familie Sayn-Wittgenstein, das 1848 vom französischen Architekten F.J. Girard im neugotischen Stil erbaut wurde  und 1945 ausbrannte und seit 2000 wieder geöffnet ist. Im Schlosspark der im 19. Jahrhundert im Stil eines englischen Landschaftgartens angelegt wurde, befindet sich auch der berühmte Pavillon des Schmetterlinggartens, in dem man farbenprächtige, exotische Falter fliegen sehen kann.

 

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 14,5 km

Gehzeit: 3,45 Stunden

Ausgangspinkt: Bahnhof Vallendar

Endpunkt: Schloss Sayn

ÖPNV:

Mit der Bahn nach Vallendar und mit der Buslinie 8 von Schloss Sayn zurück nach Vallendar oder Bendorf.

Sehenswürdigkeiten:

Burg Sayn, Schloss Sayn, Schmetterlingsgarten, Kulturpark Sayn

 

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