Westerwald

Wällertour Buchfinkenland – Im Reich des Buchenfinks

15. Juli 2017

Auf und ab geht es auf der Wäller Tour Buchfinkenland. Der Wanderweg mit 14,5 Kilometern Länge rund um den „Wild- und Freizeitpark Westerwald“ lockt mit einigen historischen Sehenswürdigkeiten. Er führt teils auf befestigten breiten Wirtschaftswegen durch Dörfer mit schönem Ortskern in die umliegenden Wälder, vorbei an Waldwiesen, Bachläufen, kleinen Felsen und von den Höhen hat man  herrliche Ausblicke über die Landschaft des Westerwaldes.

Das „Buchfinkenland“ im Westerwald liegt mitten im „Naturpark Nassau“ und wird umgeben vom Gelbach im Osten, dem Seelbach im Süden, dem Stelzenbach im Westen und dem Daubach im Norden. Es erstreckt sich über die Orte Gackenbach, Horbach und Hübingen. Die Namensgebung wird zurück geführt auf die waldreiche Gegend, die über einen hohen Bestand an Singvögeln und ganz besonders über den Buchfink aufweist.

Wir beginnen die Wanderung durch das Buchfinkenland in Gackenbach, an der katholischen Pfarrkirche „St. Bartholomäus“, die im Jahr 1884 erbaut wurde. Hinter ihren 125 Jahre alten Bruchsteinmauern verbirgt sich eine kleine Kostbarkeit der Orgelbaukunst. Hier wurde eine moderne Göckel-Orgel, im französischen Stil um eine über 100 Jahre alte englische Nelson-Orgel ergänzt. Aus dem Zusammenspiel beider Orgeln ergibt sich ein ganz besonderes Klangerlebniss, wie man es nur selten findet. Von der Kirche gehen wir in Richtung „Gackenbacher-Grillhütte“, passieren den Wild- und Freizeitpark Westerwald und wandern in das urwüchsige und schmale Gelbachtal, das Montabaur sowie Nassau an der Lahn verbindet.

Von hier folgen wir dem Seelbach, an dem sich die Kernmauern einer geschichtlichen Schmelzhütte befinden, dem „Buckerig“, wie sie auch genannt wird. Diese war noch bis zum 1800 in Betrieb und neben Erz aus dem Hübinger Silberstollen und der Windener „Silwuch“ wurden hier einst Erze aus dem Bergwerk in der Gackenbacher Goss verarbeitet. Wir folgen dem Seelbach hinauf zur Straße nach Nassau und wandern in Richtung Wüstung Willgenhausen, einem kleinen Ort, dass im Dreißigjährigen Krieg niedergebrannt und nie mehr aufgebaut wurde. Von hier erreichen wir den Fuß des „Willgenhäuser Kopfs“ und wandern anschließen in nördlicher Richtung in den kleinen Ort Horbach. Im Ort befinden sich einige schmucke Fachwerkhäuser rund um die St. Laurentius Kapelle aus dem Jahr 1923. Wir passieren das Senioren und Pflegeheim Ignatius-Lötschert-Haus und wandern zurück zum Ausgangspunkt nach Gackenbach.

Fazit: Eine Wanderung die vorwiegend auf breiten Wirtschaftwegen verläuft und nicht sehr abwechslungsreich gestaltet ist. Wer Stille und Erholung sucht für den ist diese Tour genau richtig.

 

Schwierigkeit: mittel

Wegstrecke: 14,5 km

Gehzeit: 4,30 Stunden

Ausgangspunkte:

Gackenbach: Bushaltestelle „Gackenbach Oberdorf“ bzw. Wanderparkplatz gegenüber Pfarrkirche

Horbach: Dorfplatz (Hauptstraße 16, 56412 Horbach)

Hübingen: markierter Zuweg von Hübingen (1 km)

ÖPNV:

Anfahrt mit Bussen des ÖPNV aus Richtung Montabaur mit der Linie 8443 ab ICE-Bahnhof Montabaur möglich. Rückfahrt mit der gleichen Buslinie ab Gackenbach und Hübingen möglich.

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