Mosel

Wanderung durch Trier – Auf den Spuren der Römer

28. April 2013

Diesmal stand keine Berg- und Mittelgebirgswanderung auf unserem Plan sondern eine Stadtwanderung durch unsere wunderschöne und geschichtsreiche HeimatstadtTrier. Dabei konnten wir gleich Testen wie viel an Wissen über Heimatgeschichte aus der Schulzeit noch vorhanden war und verlorenes gleichzeitig auffrischen.

PantherMedia 1106571Die Stadt Trier liegt in einem fruchtbaren Tal und wird von den Rebenhängen im Osten des Hunsrücks und den steilaufragenden roten Sandsteinbastionen der Eifelberge umrahmt. Trier ist nicht nur die älteste sondern auch einer der schönsten Städte Deutschlands. Sie wurde im Jahr 16. v. Chr. von Kaiser Augustus an der Stelle gegründet, an der Julius Cäsar die keltischen Treverer besiegte. Trier erhielt damals den Namen „Augusta Treverorum“ und wurde im Jahr 117 n. Chr. zur Hauptstadt der römischen Provinz „Belgica prima“ ernannt. Zu den historischen Höhepunkten der Stadt Trier zählt zweifelslos der Aufstieg zu einer Kaiserresidenz des „Imperium Romanum“ und zur erzbischöflichen Kathedralstadt. Trier ist umgeben von zahlreichen Bauwerken aller Epochen wie die Porta Nigra, das kurfürstliche Palais oder das Karl-Marx-Haus. Im 9. Jahrhundert machte Karl der Große Trier zum Erzbistum. Von den Normanen wurde sie im Jahr 882 zerstört und im Jahre 1815 gehörte Trier zu Preußen.

PantherMedia 1378489Gehen Sie mit mir auf eine Wandertour durch die älteste Stadt von Deutschland und erfahren Sie alles über 2000 Jahre Baukunst und Kultur, Kaiser und Kurfürsten. Einen besonderen Stellenwert nimmt die römische Baukunst (Überreste) der Stadt Trier ein, die zum UNESCO-Welterbe zählen wie die Barbarathermen, die Römerbrücke, die Kaiserthermen und das Amphitheater. Trier verfügt aber auch über herausragende Bauwerke anderer Epochen wie der Dom zu Trier, die Liebfrauenkirche oder das Dreikönigshaus. Die Trierer Stadtwanderung beginnt beim berühmtesten römischen Stadttor: der „Porta Nigra“. Ab hier folgt man der Beschilderung „Tourist-Route“ in die Simeonstraße, dann am Dreikönigshaus vorbei zum Hauptmarkt und treffen dort auf die Kirche St. Gangolf.

PantherMedia 2136539Von hier biegt man links in die Sternstraße ab und gelangt zur mächtigen Domkirche St. Peter zu Trier, an die sich direkt die Liebfrauenkirche anschließt. Seit 1986 gehören diese beiden Bauwerke zum UNESCO-Welterbe. Der Dom ist die älteste Bischofskirche Deutschlands und die „Liebfrauenkirche“ ist einer der ältesten gotische Kirchenbauten von Deutschland. Von hier geht es auf der Liebfrauenstraße weiter und biegt nach links in die Straße „An der Meerkatz“ ab und gelangt zur „Konstantin-Basilika“.

PantherMedia 1670825Diese damalige römische Palastaula beherbergt den größten Einzelraum, der aus der Antike erhalten geblieben ist. Auch diese zählt wie viele anderen römischen Überresten in Trier, zum UNESCO-Welterbe und wird heute als evangelische Kirche genutzt. Daneben befindet sich das „Kurfürstliche Palais“, durch dessen Park wir an der historischen Stadtmauer entlang zu den Kaiserthermen wandern. Die eindrucksvollen Ruinen einer großen römischen Badeanlage sollte man unbedingt besuchen. Wenn man das Gelände der Thermen umrundet hat wechselt man über die Straße „Weberbach“, Kaiserstraße und wechselt dort an der Ecke Kaiserstraße/Ost-Allee die Straßenseite durch eine Fußgängerunterführung.

PantherMedia 2144307Von dort gelangt man entlang der Hermesstraße und der sich anschließenden Olewiger Straße zum Amphitheater. Diese imposante, antike Vergnügungsstätte der Römer faste zur damaligen Zeit 20000 Menschen. Über Aufzüge wurden aus einem heute noch erhaltenen Keller unter der Arena Darsteller und Tiere nach oben befördert. Nach Verlassen des Amphitheaters geht man auf der Olewiger Straße zurück bis zum nächsten Fußgängerüberweg, quert diesen und erreicht mittels der Unterführung die Süd-Allee, die in Richtung Mosel führt. Bevor man das Ufer erreicht, ca. 200 Meter vorher, sieht man auf der linken Seite die „Barbarathermen“.

PantherMedia 592435Diese wurden im 2. Jh. n. Chr. als römische Badanlage errichtet. Heute sind von den damaligen Ausmaßen dieser Badeanlage nur noch Relikte übriggeblieben. Von hier aus geht man zum „Sankt-Barbara-Ufer“, biegen dort rechts ab und gelangen zur Römerbrücke, die mit ihren gewaltigen Pfeilern aus dem 2. Jh. n. Chr. zu den ältesten Brückenbauwerken nördlich der Alpen zählt. Von hier geht man am Johanniterufer direkt an der Mosel entlang und passiert zwei alte „Moselkräne“. Der ältere der Kräne stammt aus dem Jahr 1413, der jüngere wurde 1774 erbaut. Bei der Kaiser-Wilhelm-Brücke verlässt man das Moselufer und biegt nach rechts in die Merianstraße ein.

Am Ende der Straße geht man nach links und folgt der Friedrich-Ebert-Allee, die in die Nord-Allee übergeht und weiter am „Stadtmuseum Simeonstift“ vorbei und wieder zurück zur Porta Nigra. Für die Besichtigung der einzelnen Bauwerke sollte man sich Zeit nehmen und einen ganzen Tag einplanen.

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