Kulturgüter

Westwallbunker Irrel – Mahnmal für den Frieden

4. Juni 2013

In Irrel in der Eifel liegt in 30 Meter Tiefe das Westwallmuseum, als Mahnmal für einer der dunkelsten und problematischsten  Kapitel der deutschen Geschichte. Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges ließen die Nazis eine 630 kilometerlange Verteidigungslinie  –  den Westwall bauen.

Viele der Bunker sind gesprengt oder nicht mehr zugänglich, bis auf eine Ausnahme, dass Panzerwerk am „Katzenkopf“ in Irrel. Ab 1936 wurde zum Schutz der deutschen Westgrenze ein Schutzwall aus Bunkern, Panzersperren, Gräben und Stacheldraht errichtet. Der Westwall erstreckte sich in Norden vom Niederrhein bis südlich  kurz vor Basel auf einer Länge von 630 Kilometer.

Für den gesamten Westwall waren 22 000 Bunker und Werke geplant und 14 800 wurden erbaut. 32 Panzerwerke der Baustärke „B“ (Stahlbetonwände, 2m dick) wurden errichtet, davon an der deutsch-luxemburgischen Grenze (Irrel) das Panzerwerk „Katzenkopf“ und „Nimsberg“, zur Sicherung der Hauptverbindungsstraße Köln-Luxemurg. Durch eine Stahltür steigt man hinunter in den 10 Grad kalten Bunker. Neben der Küche liegt das Mannschaftszimmer, wo 18 Männer stationiert waren und geschlafen haben. Einige Etagen tiefer liegen an einem fast 100 Meter langen Gang Granathülsen, Waffen und Bilder.

Der Bunker wurde kurz nach Ende des Krieges von den Franzosen zugeschüttet. 1976 beschließt die Freiwillige Feuerwehr aus Irrel hier ein Museum einzurichten. 75 000 Arbeitsstunden wurden benötigt um das Museum zu errichten, das zugleich ein Mahnmal für den Frieden ist.

Weitere Informationen: Westwallmuseum Irrel

 

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