Beilstein – Das “Dornröschen” an der Mosel

Das 160-Seelen-Dorf im Scheitelpunkt des Cochemer Krampen gelegen gilt als Inbegriff der Moselromantik.  Das wildromantische Moselstädtchen mit seinem mittelalterlichen Flair,  engen Gassen und malerischen Winkel gehört zu den beliebtesten touristischen Zielen an der Mosel.

IMG_2114In Beilstein scheint die Zeit stehen geblieben zu sein und der Begriff „Dornröschen“ der Mosel kommt nicht von ungefähr. Lange Zeit gab es keine Zufahrtstraße an der Mosel zum kleinen Winzerort auch die Zuwege aus dem Hunsrück waren meist nur Trampelpfade. Man konnte es nur mit Schiffen und der Fähre von Ellenz, von der gegenüberliegenden Moselseite aus, erreichen. Beim flanieren durch die engen Gassen und malerischen Winkel des Ortes wird einem sehr schnell klar, warum es in den 30-er Jahren in zahlreichen Spielfilmen als Filmkulisse diente und als Gesamtensemble unter Denkmalschutz gestellt wurde.

Das Zehnthaus

IMG_2102Das Zehnthaus aus dem Jahre 1574, am historischen Marktplatz, beinhaltet heute das Weinmuseum von Beilstein. Es gehörte einst zur Burg Metternich und wurde im 12. und 13. Jahrhundert von der Grafenfamilie als Sommerresidenz erbaut. Zu den Ausstellungsobjekten gehören neben Ackergräten, einer Korkmaschine, einer Weinpresse aus dem Jahr 1840, einem 1000-Lieter-Fass auch ein Patent aus dem Jahr 1817 das belegt, dass bereits zu dieser Zeit mit den USA Weinhandel betrieben wurde.

Burg Metternich

IMG_2140Hoch über Beilstein thront die Burg Metternich, die erstmals 1268 erwähnt wurde und im Besitz des Lehensträger Johann von Braunshorn war. Nach dem die Familie von Braunshorn um 1361 ausgestorben war gelangte sie 1363 in den Besitz seiner Enkel Kuno und Gerlach von Winneburg. Den Dreißigjährigen Krieg und die Besetzung durch schwedische und spanische Truppen hatte die Burg fast unbeschadet überstanden. Als das Geschlecht von Winneburg ausgestorben war gelangte die Burg 1637 in den Besitz der Herren von Metternich, von dem die Burg ihren Namen hat. 1689 wurde die Burg infolge des Pfälzer Erbfolgekrieges zerstört und nicht wieder aufgebaut. Der letzte Besitzer der Burg, der Linie Metternich war der österreichische Staatskanzler und spätere Fürst von Metternich. Nach der Besetzung des Landes durch die Franzosen wurde die Burg an den Juden Simon verkauft, 1873 erwarb sie der Fabrikant Ravene und Baurat Enderle. Vorübergehende Besitzer waren der Deutschamerikaner Kocke und seine Erben, seit 1922 war sie im Besitz des Weingutbesitzers Koelzer, 1955 erwarb sie Frau Hütter und seit 1962 ist sie im Besitz der Familie Sprenger-Herzer.

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