Die Winneburg liegt einsam und versteckt hoch über dem Endertbachtal auf einer bewaldeten Anhöhe. Einst war sie von strategischer Bedeutung zu den Eifelbergen und dem Trierer Hinterland.

IMG_4180Die Winneburg, auch Winnenburg genannt, wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut. Urkundlich erwähnt wurde sie zum ersten Male um 1304 in einem Vertrag zwischen dem Erzbischof von Trier und Wirich von Wunnenberg. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Burg stetig erneuert und verblieb im Besitz er Familie von Wunnenbergs. Nach dem das Geschlecht von Wunnenbergs  um 1637 ausgestorben war, gelangte sie im 17. Jahrhundert in den Besitz der Familie von Metternich.

IMG_4183Im Verlauf des Pfälzischen Erbfolgekrieges wurde die Burg 1689 von französischen Truppen belagert und gesprengt. Seit dieser Zeit wurde die Burg nie wieder aufgebaut und blieb eine Ruine. Lothar von Metternich kaufte die Burg 1832 aber ein Wiederaufbau erfolgte nicht. Seit 1932 ist sie im Besitz der Stadt Cochem. Der dominante 22 m hohe Bergfried, mit einem Durchmesser von 8,5 m, prägt das Erscheinungsbild der einst so imposanten Burg.

IMG_4191Die weitläufige Burg wird von Norden über eine Holzbrücke betreten und wurde in den letzten Jahren restauriert um sie vor dem Verfall zu schützen. Reste des Palas, der Wohn- und Wirtschaftsgebäude, der Vorburg und der Ringmauern sind noch gut erkennbar. Die Burgruine wird nicht bewirtschaftet und ist für Jedermann frei zugänglich. Um die Entstehungsgeschichte der Burg rankt sich eine furchtbare Sage.

IMG_4199Ein Baumeister sollte auf Befehl des Grafen Winnenburg eine imposante Festung erbauen. Als sich aber die Fertigstellung der Burg immer mehr verzögerte, drohte der Graf einen anderen Baumeister aus Koblenz kommen zu lassen, der die Burg fertig stellen sollte. Aus tiefer Schande darüber wollte sich der Baumeister in die Mosel stürzen.  Daraufhin erschien ihm der Teufel und versprach die Burg selber weiter zu bauen, wenn der Baumeister ihm seine Tochter als Opfer darbringe.

Außerdem versprach der Teufel ihm Ruhm, Macht und Reichtum und verführte ihn damit zu dieser abscheulichen Tat. Er brachte seine Tochter um Mitternacht zum Felssporn und schloss sie bei lebendigen Leibe in die Grundmauern ein. Daraufhin kam der Teufel und hielt sein Versprechen ein.

 

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