Die Sonne scheint, ich sitze im Zug nach Cochem und freue mich auf das Treffen mit  Freunden aus der virtuellen Welt, zur gemeinsamen Gruppenwanderung auf dem Moselsteig. Bisher kenne ich nur Gerhard und Markus persönlich und bin schon ganz gespannt, ob die Chemie der virtuellen Welt auch in der Realität funktioniert.  Es wird bestimmt ein schöner, lustiger und erlebnisreicher Tag werden. Nach dem alle anwesend waren konnte es endlich losgehen.

DSC00271Wir lassen es gemütlich angehen und schlendern plaudernd zum Carlfritz-Nicolay-Platz, der nach dem berühmten Cochemer Künstler und Grafiker benannt ist. Weiter geht es über die Skagerrak-Brücke mit Blick auf das Wahrzeichen von Cochem – der Reichsburg, die hoch über der Stadt auf einem Bergkegel thront und die größte Höhenburg an der Mosel ist. Über die Brücke erreichen wir den Stadtteil Cochem-Cond und steigen auf einem schmalen Pfad zwischen Häuser und Weinbergen bergauf. Bei diesem kurzen Anstieg  kam unser Kreislauf so richtig in Schwung und oben heißt es zunächst einmal durchatmen. Nur wenig später geht es auf einem schmalen Pfad und über steile Weinbergtreppen unter der senkrecht abfallenden Felswand der Brauselay entlang. Auf ihr steht eine 180 kg schwere Madonnen-Statue aus Terracotta, die seit 1934 über die Schiffe auf der Mosel wacht.

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DSC00273Um die Brauselay existiert bereits seit 1941 ein Naturschutzgebiet, das sich durch seine mediterrane Flora auszeichnet. Hier gedeihen wegen des blauschwarzen Tonschiefers, der tagsüber die Sonnenwärme sehr gut abspeichert vor allem die Berberitze, der Weißdorn, die Wildbirne und der Buchsbaum und viele andere Arten. Nun steht uns der nächste Steilanstieg bevor, es geht über Serpentinen auf schmalen Pfad hinauf zur Apollohütte auf dem BREVA-Plateau, wo wir eine kleine Rast einlegen. Nun befinden wir uns auf dem Apolloweg, der faszinierende Einblicke in die Landschaft mit wärmeliebenden Pflanzen und Tieren, Weinbergterrassen und schroffen Felsen einer 2000 Jahren gewachsenen, lebendigen Kulturlandschaft gibt. Der „Apolloweg“ führt in mehreren Etappen auf 7,5 km von dem Ort Valwig über den steilen Kreuzweg hinauf zur „Schönen Aussicht“ bis zum Ortsteil Valwiger-Berg.

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DSC00307Von hier führt er abwärts durch den Niederwald in die Rebenlandschaft und wieder zurück nach Valwig. Mit herrlichen Aussichten auf das Moseltal wandern wir auf einem Weg, der durch den Hang gleitet, zum Aussichtspunkt „Hahnberg“, mit einer prächtigen Aussicht auf das Moseltal. Nach dem Valwigerberg geht es später an der Hangkante entlang mit traumhaften Ausblicken auf das Moseltal und wir erreichen den Aussichtspunkt „Schöne Aussicht“. Einige Zeit später erreichen wir den „Eisernen Mast“ mit Schutzhütte, der etwas abseits vom Weg liegt. Anschließend beginnt der 1 km lange steile Abstieg durch das „Kabainer Bachtal“, der auf einem rebenbepflanzten ehemaligen Bahndamm endet. Von Bruttig  wandern wir weiter durch die Weinberglagen von Bruttig-Frankel weiter Richtung Beilstein und erreichen den Aussichtspunkt „Plaatskopf“.

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Von hier haben wir einen herrlichen Blick auf Beilstein, Ellenz-Poltersdorf und die Mosel-Staustufe von Bruttig-Frankel. Von hier steigen wir auf einem schmalen Pfad mitten durch einen Steilhang abwärts zum Parkplatz gegenüber dem Fähranleger in Beilstein. Wir schlendern durch das malerische Beilstein mit seinen wunderschönen Fachwerkhäusern zum Klosterrestaurant, wo Hans-Eberhard und Ursula für uns einen Tisch reserviert haben. Hier lassen wir den schönen Wandertag in geselliger Runde ausklingen, bevor wir mit dem Schiff nach Cochem zurück fahren.

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