Durch die “Grüne Hölle” – Unterwegs im Naturpark Südeifel

Diese wunderschöne Wanderung um die Grüne Hölle ist ein Klassiker bei Bollendorf. Diese Wanderung schenkt einem unvergessliche Eindrücke und bizarre Felsgebilde wie der Predigtstuhl und das Muhmenlay. Aber darüber hinaus auch Geschichtszeugnisse wie der “Mariea-Theresien-Stein” und überwältigende Weitblicke über die Sauer.

Der Wanderweg Grüne Hölle ist ein Rundwanderweg von 7 Kilometern. Trotzdem sollte man 3,5 Stunden einplanen. Es geht über schmale und teilweise rutschige Pfade, deshalb ist gutes Schuhwerk erforderlich, denn die Grüne Hölle hat es in sich.

Die Wanderung beginnt Oberhalb von Bollendorf, am Waldhotel Sonnenberg. Wer den Wanderweg mal anders erleben will, folgt dem Kopfhörersymbol, – denn bei diese Tour handelt es sich um eine “Audiotour”. Das dafür nötige I-Pod kann man sich im Waldhotel ausleihen.  Über den Kopfhörer erfährt der Wanderer an den entsprechenden Stellen etwas über Sagen, die Natur und Geschichte. Das Gerät ist GPS gesteuert und schaltet sich automatisch an den jeweiligen Stellen ein.

Seinen Namen verdankt der Wanderweg mächtigen, kleinen Felsformation. Damals glaubte man, dass hier der Teufel seine Hand im Spiel gehabt haben muss. Dabei sind die Felsen vor allem durch Felsstürze  während der Eiszeiten entstanden. Circa 250 Höhenmeter sind zu bewältigen. Einer der höchsten Punkte der Tour ist die Lingelslay, ein Felsvorsprung mit Blick auf Bollendorf und das Tal der Sauer. Noch einige Meter höher ist die Kreuzlay. Das Gipfelkreuz liegt auf einer Höhe von 350 Metern.

Auch in Sachen Geschichte hat die Wanderung einiges zu bieten:  der Maria- Theresien-Stein erinnert an die österreichische Kaiserin. Die war im 18. Jahrhundert auch Herzogin im nur einen Kilometer entfernten Luxemburg. Ein paar hundert Meter weiter, im Moarkendell, einem wunderschönen Tal, haben Köhler einst Holzkohle produziert.

Aber das Highlight der Tour sind die beeindruckenden Felsformationen. Sie begleiten den Wanderer auf der gesamten Strecke und das hautnah. Ob Eulenhorst oder Predigtstuhl, jeder dieser Felsen ist von der Natur geschaffen. Grün ist die Hölle aufgrund des feuchtes Klimas, hier wachsen Moose, wohin man auch schaut. Es scheint so, als würden einige Moosarten geradezu leuchten.

 

 

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 7 km

Gehzeit: 3 Stunden

Anfahrt:

  • Vom Hauptbahnhof in Trier mit der Linie 441 Bollendorf/Irrel/Körperich, letzte Fahrt von Bollendorf  (Montag-Freitag/ Samstags/ Sonn- und Feiertage: 16:00 Uhr.
  • Mit dem Auto auf der A60 bis Bitburg, dann auf der B57 nach Echternacherbrück und von dort nach Bollendorf.

Wanderkarte:  TK 1:25 000, Naturpark Südeifel, Blatt 3, Irrel/Echternach

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