Monrealer Ritterschlag – Traumwanderung in eine andere Zeit

Zwei trutzige Burgen thronen über dem Dornrösschen der Eifel und dominieren die einzigartige Szenerie – Doch bevor uns der Traumpfad dorthin führt begeben wir uns auf eine einzigartige, abwechslungsreiche Tour durch die Natur. Auf dieser erwarten uns wunderschöne Aussichten, herrliche Wälder, idyllische Täler und zum Abschluss eine Reise durch das Mittelalter.

IMG_1805Wer einmal in Monreal war fühlt sich sofort ins Mittelalter zurückversetzt. Im historisch, malerischen Ortskern aus dem 13. Jahrhundert begegnet man der Vergangenheit auf Schritt und Tritt. Die engen, verwinkelten Gassen, die liebevoll dekorierten Fachwerkhäuser und die Steinbrücken über den Elzbach verzaubern. Die Löwen- und Phillipsburg hoch über dem kleinen Eifelstädtchen runden das malerische Bild ab. Das romantische Flair und mittelalterliche Ambiente ist im vielleicht schönsten Dorf Deutschlands allgegenwärtig.

IMG_1814Wir beginnen die Wanderung auf dem Traumpfad am Bahnhof von Monreal. Wir folgen der Markierung des Zuwegs entlang der Elz ins malerische Fachwerkjuwel, das sich liebevoll an die Elz anschmiegt. Nach etwa 400 Meter erreichen wir die Hauptstraße und wandern links weiter in den elysischen Ortskern des kleinen Eifelstädtchens. Über ihm thronen gleich zwei trutzige Burgen, die Löwen- und Philippsburg, die die einzigartige Szenerie beherrschen. Nach weiteren 150 Meter erreichen wir die Informationstafel, an dem der eigentliche Traumpfad beginnt. Wir folgen den orangenfarbenen Logos, die uns sicher durch das Gewirr der engen, malerischen Gassen führen und fühlen uns sofort ins Mittelalter zurückversetzt.

IMG_1840Wir biegen vor der Johannisbrücke mit den Löwenköpfen nach rechts ab, passieren den Marktplatz sowie den Malerwinkel und unterqueren mit der Unteren Schlossbrücke die Elz. Auf der Untertorstraße gehen wir leicht aufwärts, biegen nach rechts ab und lassen den alten Ortskern hinter uns. Nach etwa 900 Meter wenden wir uns nach rechts abwärts und wandern an der Elz auf einem schmalen Splittweg zwischen Kanal und Fluss unter der Brücke der L98 hindurch. Ungefähr auf der Höhe des Friedhofs gehen wir nach rechts und biegen an einem Spielplatz auf eine Wiese ab und gehen auf einem Grasweg an der Elz abwärts. Wir gelangen in ein Wohngebiet und biegen nach links in die Braunsheck und kurz darauf in die Walkmühle nach rechts ab und erreichen den Ortsrand. An einem Wendeplatz wandern wir nach links und gleich darauf nach rechts, passieren die Rückseite eines Grillhüttengeländes  und treffen auf einen Waldpfad.

IMG_1844Nach etwa 1,7 Kilometer tauchen wir in die Natur ein und nehmen unseren ersten Aufstieg in Angriff. Der Pfad schlängelt sich durch Laubbäume moderat aufwärts und wir können ab und zu einige Blicke ins Tal und zu den Burgen erhaschen. Nach dem wir den Wald verlassen haben treffen wir auf offene Flur und wandern geradeaus. Am nächsten Querweg gehen wir scharf nach rechts, wandern talwärts und biegen zum nahegelegenen Schnürenhof ab, der auf eine 700 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann. In Uschis Hofladen kann man frische Produkte aus eigenem Anbau und Aufzucht erwerben. Wir folgen dem asphaltierten Weg über die Elz, den wir nach einem kurzen Anstieg wieder nach links verlassen und biegen nach 3,4 km an einer Weggabelung auf den linken Waldweg ab und wandern oberhalb des Elzbachs weiter.

IMG_1846Nach etwa 900 Meter geht es scharf nach rechts bergauf bis zu einer Kreuzung und bei Kilometer 4,2 wandern wir geradeaus durch einen Hohlweg aufwärts und biegen nach etwa 250 Meter rechts auf einen breiten Forstweg ab. Nun ändern wir schlagartig die Richtungen, zunächst geht es nach rechts, bald darauf wieder nach links. Nun wandern wir durch einen abwechslungsreichen Wald, der Weg geht abermals in einen Hohlweg über und nach einem kurzen abwärtsführenden Stück treffen wir auf einen querenden Wirtschaftsweg. An diesem gehen wir nach links und wandern durch lichten Wald, passieren Hecken und Gehölze und erreichen herrliche Wiesen. Nach etwa 5,3 Km wandern wir über eine Viehweide, die wir nach etwa 0,5 Km wieder verlassen und wandern auf einem Feldweg durch offene Landschaft und genießen die herrlichen Ausblicke bis zu den bewaldeten Kuppen der Vulkaneifel.

IMG_1854Wir blicken auf Felder, Wiesen und bewaldete Höhen, passieren ein altes Steinkreuz und erreichen eine Hochfläche. Am Juckelsberg erwartet uns eine Bank und lädt uns zum verweilen ein, bevor wir die L98 queren. Wir gehen zum Waldrand und wandern rechts an einem Feld vorbei und tauchen wieder in eine grüne Landschaft ein. Nun geht es unter Nadelbäumen bis zu einem Querweg, dem wir nach rechts an der Hangkante entlang folgen und genießen die Stille des Waldes, die nur durch das Pfeifen der Bahn hin und wieder unterbrochen wird. Nach etwa 8,6 Km erreichen wir den nächsten wunderschönen Ausblick, den wir von der Bank aus genießen. Unsere blicken schweifen hinüber zum Hochbermel und ins Thürelztal, dass uns zu Füßen liegt. Wir wandern weiter geradeaus bis uns das Traumpfadlogo links auf einen Pfad zur Hangkante leitet. Nun wandern wir zwischen schmächtigen Stämmen uralter Krüppeleichen in Serpentinen den steilen Hang abwärts und gelangen ins Thürelztal.

IMG_1888Dort wenden wir uns nach rechts auf einen Waldweg, der uns oberhalb des Baches in Richtung Norden schickt. Ginster säumt nun unseren Weg und der Wind säuselt durch die Kronen der Laubbäume. Nach etwa 10 Km biegen wir nach links auf einen schmalen Pfad ab. Diesem folgen wir zuerst über einen Felsriegel, dann wandern wir abwärts und treffen auf einen Talweg. Durch einen Tunnel unterqueren wir die Bahnstrecke, halten uns links und gelangen mit dem Bahndamm über die Thürelz. Nun queren wir den asphaltierten Weg zum Heunenhof, steigen zu einer Böschung aufwärts und wandern in einem weiten Linksbogen am Wiesenrand entlang. Am Waldrand angekommen treffen wir auf einen Verbindungsweg zum Hochbermeler, lassen den Abzweig liegen und wandern weiter geradeaus und steigen auf einem Pfad aufwärts zum bewaldeten Kamm eines Rückens.

IMG_1892Kurz bevor wir auf dem Felssporn über der L98 angelangt sind, biegen wir nach links auf einen Pfad ab der uns talabwärts führt. Wir queren eine Wiese und die Straße, wenden uns nach rechts und steigen einen steilen Felsriegel hinauf. Oben angekommen erwartet uns eine wunderschöne Pfadpassage, der uns durch den Niederwald entlang eines Felsgrates führt und sich zwischen der Elz und der Thürelz erhebt. Wir steigen nach rechts ab und queren bei der Augstmühle die Thürelz. Über eine kurze Pfadpassage erreichen wir eine Holzbrücke, die über die Elz führt und erreichen den Sportplatz von Monreal. Wer nicht mehr über genügend Kondition verfügt, kann hier nach rechts abkürzen, verpasst aber den kulturellen Höhepunkt dieser Tour, die Löwen- und Philippsburg. Wir gehen nach links auf einen breiten Radweg und erreichen bei Kilometer 12 den anstrengendsten Teil dieser Tour.

IMG_1915Nun ist Kondition gefragt. Nun kämpfen wir uns über steile Serpentinen aufwärts und nach 100 Höhenmeter haben wir es geschafft und verlassen den Wald. Wandern über eine offene Wiesenlandschaft und erblicken zum ersten Mal die beiden Burgen. Nun gehen wir leicht aufwärts bis wir vor der Wiese wieder in den Wald wechseln und auf einem Pfad weiter wandern. Bald darauf öffnet sich an einem Felssporn der Wald und wir werden förmlich in den Bann gezogen von der traumhaften Aussicht auf Monreal, das Elztal und die Burgen. Ganz kurz tauchen wir noch einmal in den Wald ab, treffen auf eine Kreuzung, an der rechts der Zugang zur Philippsburg abzweigt. Nun steigen wir ein letztes Mal bergan und biegen nach etwa 60 Meter nach rechts auf einen Pfad ab, der durch Ginster ins Freie führt. Vor unseren Augen erheben sich nun die mächtigen Mauern der Löwenburg die wir nach 13,5 Km erreichen.

IMG_1922Zwischen den alten Gemäuern fühlen wir uns in eine längst vergangene Zeit der Ritter, Gaukler, Minnesänger, Kaufleute, Handwerker und edlen Burgfrauen zurückversetzt. Vom Burgturm haben wir eine phantastische Aussicht ins Tal und auf Monreal und es fällt uns schwer dieses wunderschöne Fleckchen zu verlassen. Über einen Pfad wandern wir abwärts, passieren die Kirche, gelangen ins Ortszentrum und erreichen mit wenigen Schritten das Portal und das „Alte Pfarrhaus“, das heute ein Cafe und Restaurant beherbergt. Hier lassen wir den Tag in einem wunderschönen alten Ambiente bei einer heißen Schokolade und Käsekuchen ausklingen. Von hier folgen wir dem Zugangsweg zum Bahnhof.

Monreal – Die Fachwerkperle der Eifel

IMG_1805Besucher die in das kleine Eifelstädtchen kommen fühlen sich im historischen Ortskern ins Mittelalter versetzt. Hier begegnet man der Vergangenheit auf Schritt und Tritt. Die romantischen, verwinkelten Gassen, die Fachwerkhäuser, die Elzbrücken und die Burgen verzaubern. Monreal wurde erstmals 1193 urkundlich als „Cunisberch“ (Königsberg) erwähnt. Die Grafen von Virneburg änderten Anfang des 13. Jahrhundert den Namen in Monreal. Sie erbauten hoch über Monreal die Löwen- und Philippsburg, umgaben den Ort mit einer Stadtmauer und erwirkten für Monreal die Stadt- undMarktrechte. Im Dreißigjährigen Krieg wurde <monreal von den Schweden heimgesucht und 1689 von den Franzosen zerstört, seit dem stehen beide Burgen als Ruinen da. Durch die aufkommende Tuchindustrie erholte sich die kleine Stadt sehr rasch. Um 1765 gab es in Monreal 64 Webstühle und 40 Weber. Viele der wunderschönen Fachwerkhäuser stammen aus der damaligen Zeit und zeugen von einem gewissen Wohlstand. Im 19. Jahrhundert kam es zum Zusammenbruch der Tuchherstellung durch ausländische Konkurrenz, was sich auf den Ort fatal auswirkte. Erst mit dem Bau der Bahnstrecke „Andernach-Monreal-Gerolstein“ und dem aufkommenden Tourismus erholte sich der Ort wieder.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 15,3 Kilometer

Gehzeit: 3,30 bis 4 Stunden

Höchster Punkt: 465 m

PKW:

Monreal erreicht man von Mayen über die B 258 und L98

ÖPNV: Bahnverbindung nach Monreal

Parkplätze: Am Bahnhof und am Sportplatz

Einkehr:

  • Cafè Blüsch, Obertorstraße 14, Mittwochs Ruhetag
  • Arenz am Malerwinkel, Marktplatz 4, Mo/Di und Do Ruhetag
  • Restaurant Stellwerk, Bahnhofstraße 58, Mo Ruhetag
  • Cafè und Restaurant Altes Pfarrhaus, direkt an der oberen Schlossbrücke

Sehenswertes:

  • Marktplatz
  • Löwenbrücke
  • Malerwinkel
  • Löwen- und Philippsburg
  • Katholische Pfarrkirche, Hl. Dreifaltigkeit
  • Fachwerkhäuser

 

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