Moselsteig Seitensprung “Extratour Zitronenkrämerkreuz”

Die Wanderung auf dem Moselsteig Seitensprung „Extratour Zitronenkrämerkreuz“  besticht durch phantastische Moselpanoramen, wechselnde Landschaftseindrücke mit blühenden Wiesen, Laub- und Nadelwäldern, einsamen Bachtälern, Hochebenen, sonnenverwöhnten Weinbergen und herrlichen Weitblicken in Hunsrück und Eifel. Wer Stille und Einsamkeit sucht für den ist diese Wanderung genau das richtige.

IMG_9311Wir beginnen die Wanderung am Huxlay-Plateau. Bereits von der Hütte genießt man einen grandiosen Blick auf das Moseltal. Wir steigen in Serpentinen abwärts und wandern an Schierferhängen entlang durch ein Rebenmeer zur Römischen Wasserleitung in Pölich, die heute noch funktionsfähig ist. Eine Informationstafel gibt Auskunft über das Funktionsprinzip. Von hier wandern wir an der Hangkante entlang mit Blick zur Mosel bis zu einem tiefeingeschnittenen Seitental. Nun geht es in mehreren steilen Auf- und Abstiegen durch urwaldähnliche Schluchten über Brücken und Stege durch abwechslungsreiche, urige Waldpassagen.

IMG_9317Anschließend geht es wieder für kurze Zeit zurück an die Mosel bevor wir wieder in die nächste Schlucht eintauchen. Nach einer längeren Waldpassage treffen wir auf das Martinskreuz mit Schutzhütte, das hoch über dem Weinort Ensch thront, von dem wir eine sehr schöne Aussicht auf die Mosel haben. Nach einer kurzen Rast wandern wir durch das stille und einsame Krautenbachtal abwärts in eine offene Rebenlandschaft hinein. Nun führt der Weg an der Hangkante und an Schieferfelsen vorbei mit wunderschönen Ausblicken auf das Moseltal. Am Ende des Pfades tauchen wir in ein dunkles, geheimnisvolles Loch aus Efeu ein  und wandern auf schmalen Pfaden aufwärts in das Hinterland. Anschließend geht es über ein Hochplateau an Streuobstweisen und Weiden vorbei zum Reiterhof Loerscher, wo man Einkehren kann.

IMG_9327Nach einer kurzen Rast wandern wir aufwärts an einer Pferdekoppel vorbei und tauchen wieder für längere Zeit in den Wald ein bevor wir das „Zitronenkrämerkreuz“, das diesem Wanderweg seinen Namen gab, erreichen. Nun wandern wir durch eine weite Feld- und Wiesenlandschaft zu einer Sinnenbank, die unter einem Baum steht und uns vor der glühenden Mittagssonne schatten spendet. Anschließend wandern wir über einen Panoramaweg oberhalb der Mosel weiter der uns mit spektakulären Ausblicken auf das Moseltal verwöhnt. Über einen Vogel- und Obstbaumlehrpfad gelangen wir zu einer Kapelle, hier lohnt es sich eine kleine Rast einzulegen um das Moselpanorma zu genießen.  Über ein Insektenhotel und den Gesundheits- und Bewegungspark Mehring-Pölich  erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, das Huxlay-Plateau.

Zitronenkrämerkreuz

IMG_9372Über 200 Jahre steht nun schon das Gedenkkreuz am Rande einer alten Handelsstraße an der Gemarkung der über 1000 Jahre alten Gemeinde Schleich. An dieser Stelle soll 1687 ein Händler „Zitronenkrämer“ von seinem Diener ermordet worden sein. Wie man auf der Inschrift lesen kann ist das Kreuz von den „Kindern des Verstorbenen PI Carove seligen Angedenkens“ errichtet worden. Das Wappen auf dem Rücken zeigt einen Karren mit rückwärtsblickenden Vögeln. Am Haus „Venedig“ in Trier, Ecke Johannis- und Brückenstraße, ist ein ähnliches – das „Carov`sche Wappen“ – zusätzlich gekrönt von der Statue eines triumphierenden Johannes. Ambros Carove, Sohn eines Thomas, kam zwischen 1651 und 1655 von Lenno am Comersee/Italien nach Trier. Ambros Alter ist nicht bekannt, er oder sein Sohn wurde 1676 als Zitronenkrämer ins Krämeramtbuch in Trier eingetragen. Drr Vater oder der Sohn muss es gewesen sein  der  1687 auf dem Moselhöhenweg eines gewaltsamen Todes starb. Von Ambros Caroves Sohn nimmt man an, dass er der Erbauer des „Hotel Venedig“ (1656-1658) in Trier war.

Schwierigkeitsgrad: schwer

Wegstrecke: 19,7 Km

Gehzeit: 5 Stunden

ÖPNV: Moselbus von Trier nach Mehring, Bus 333

Ausgangs-/ und Endpunkt:

Parkplatz Huxlay-Plateau oder Parkplätze in Mehring

Weitere Einstiegsmöglichkeiten:

Pölich, Schleich, Ensch

Hinweis:

Der gesamte Wanderweg ist sehr gut markiert. An einigen Wegpassagen sind die Markierungen an Bäumen und Reben durch Blattwerk schlecht zu erkennen.

 

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