Die Wanderung auf dem Panoramaweg Neef gehört zweifellos zu den schönsten an der Mosel. Faszinierende Weitblicke und kulturelle Höhepunkte erwarten den Wanderer bei dieser grandiosen Tour hoch über der Mosel. Der Weg führt hinauf zur Peterskapelle, zum Eulenköpfchen, zum Kloster Stuben und durch das schöne Neef-Bachtal.

IMG_6208Wir beginnen die Wanderung am Bahnhof in Neef. Vom Bahnhof gehen wir etwa 25 Meter nach rechts und treffen auf die Informationstafel, dort folgen wir dem Wegweiser „Petersberg/ Eulenköpchen“ über die Bahnbrücke. Nun kann man zwischen zwei Varianten wählen: die Peterskapelle über eine asphaltierte Straße oder den Steilweg zu erwandern. Wir entscheiden uns für den Steilweg, dieser führt über steile Treppenstufen durch Weinberge bergauf zu einem Wirtschaftsweg.

IMG_6221An diesem wenden wir uns nach links und steigen nach etwa 100 Meter abermals über steile Treppenstufen hinauf zu einem weiteren Wirtschaftsweg. Wir wenden uns wieder nach links und wandern hoch über Neef an Weinbergen vorbei mit wunderschönen Ausblicken auf Neef, Bremm, den Bremmer Calmont und Ediger-Eller. Nach wenigen Minuten geht der Wirtschaftweg in eine kleine asphaltierte Straße über, dieser folgen wir leicht bergan zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Nach einer Kehre erreichen wir die Peterskapelle mit dem höchst gelegenen Friedhof an der Mosel.

Peterskapelle und Bergfriedhof

IMG_6231Der Bergfriedhof an der Peterskapelle ist noch der letzte genutzte Friedhof und liegt an einem idyllischen Platz hoch über der Mosel. Bereits in karolingischer Zeit hat man an dieser Stelle  eine spätrömische Bergbefestigung, die Mutterkirche für die Urpfarrei von Eller errichtet. Die um 1140 erstmals bezeugte Kapelle und vom Pfalzgrafen dem Kloster Stuben überlassene Kapelle wurde später die Pfarrkirche von Neef. 1190 wurde die Peterskapelle dem Kloster Stuben inkorporiert. Obwohl kurz darauf die Pfarrkirche in den Ort verlegt wurde, blieben Friedhof und Kapelle bis heute bestehen. An der Peterskapelle endeten die Bittgänge zu den „Sieben Fußfällen“, ein heute noch bestehender Brauch in der Eifel. Die am Wege nach Stuben und nach Neef erhaltenen Stationen reichen bis ins 17. Und 19. Jahrhundert zurück.

IMG_6258Nach dem wir die herrlichen Ausblicke auf das Moseltal genossen haben gehen wir bis zum Ende des Friedhofs und steigen einen schmalen Pfad zum „Eulenköpfchen“ hinauf. Und wieder erwartet uns ein Fest für die Augen. Unser Blick schweift hinüber nach Neef mit seiner Wasserburg aus dem 13.Jahrhundert, dem romantischen Turm der alten Kirche, einem neugotischen Kirchenbau aus dem 19.Jahrhundert, die im Jahre 1971 errichtete Moselbrücke, auf St. Aldegund mit seinen schönen Fachwerkhäusern, auf Bremm und den Calmont.

IMG_6270Wir gehen wieder zurück und folgen einen schmalen Pfad abwärts und erreichen eine Weggabelung mit einem weiteren Aussichtspunkt. Wir gehen geradeaus und folgen dem Wegweiser „Kloster Stuben“ zunächst auf einem Wiesenweg durch Weinberge und später auf einem asphaltierten Weg hinunter an das Moselufer und immer mit einem wunderschönen Blick auf den Calmont und Kloster Stuben. Am Moselufer folgen wir dem Wegweiser „Kloster Stuben“ nach rechts und gehen an der Mosel entlang und erreichen nach kurzer Zeit das besagte Kloster.

Kloster Stuben

IMG_6291Früher bestand das Kloster aus mehreren Gebäuden, die sich bergseitig an das Kloster anschlossen. Heute stehen nur noch die Außenmauern der beindruckenden Klosterkirche die im Jahr 1687 neu erbaut wurden. Im Zuge der Sanierung der Kirchenruine führt heute das Landesamt für Denkmalpflege seit 2001 umfangreiche Ausgrabungen durch, die zu neuen Erkenntnissen der vorklösterlichen Besiedlung und Entwicklung des Klosters führen sollen. Zwischen romanischer Kirche und Zufahrt konnten Reste einer Kreuzkapelle aus dem 13. Jahrhundert freigelegt werden. Die Kapelle war über Jahrhunderte ein bekannter Wallfahrtsort, weil dort die sogenannte „Stubener Staurothek“ aufbewahrt wurde. Eine prunkvolle Reliquienlade aus dem 10. Jahrhundert, die Holzpartikel vom Kreuz Christi zusammengesetzten Doppelkreuz beinhaltet. Heute wird sie im Limburger Diözesanmuseum aufbewahrt.

IMG_6347Vom Kloster Stuben folgen wir dem Wegweiser „Rundweg Petersebrg, N1“ an der Mosel entlang bis kurz vor die Bahnbrücke. Hier gehen wir scharf nach rechts und wandern auf asphaltierten Weg durch Weinberge hinauf zur Peterskapelle zurück. Von der Peterskapelle folgen wir der asphaltierten Straße leicht bergan, wandern am Sendemast vorbei mit Aussichtspunkt und biegen nach links ab zum Gipfelkreuz, mit einem wunderschönen Blick auf das Moseltal. Von hier folgen wir dem Wegweiser „Hochkessel/Einsiedelei“.  Weiter geht es bergan, immer an der Hangkante entlang mit herrlichen Ausblicken. Nach kurzer Zeit treffen wir auf einen Wegweiser „Einsiedelei/Hochkessel“ diesem folgen wir durch Wald bis zu einer Weggabelung. Rechts führt der Weg über die Markierung „N2“ zurück nach Neef. Wir aber wandern weiter geradeaus durch herrlichen Wald.

IMG_6357Bald erreichen wir das Waldende und wandern durch offene Flur bis zum Waldanfang. Hier folgen wir dem Wegweiser „Hochkessel“ für lange Zeit durch den Wald bis zu einer Abzweigung. Hier folgen wir dem Wegweiser „Neef-Bachtal“, durch Wald und später am bach entlang steil hinunter bis zu einer Weggabelung mit Kleingartenanlagen. Wir wenden uns nach rechts und wandern zunächst auf unbefestigten Weg geradeaus bis der Weg in eine asphaltierte Straße übergeht. Bald erreichen wir ein Wohngebiet, das wir durchqueren und erreichen den Ortsanfang. Von hier folgen wir dem Wegweiser „Petersbergstraße“ immer geradeaus bis zu einer Straßengabelung. Links leitet und das Wegschild zum Bahnhof von Neef.

 

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 12 Kilometer

Auf/Abstiege: 277/273 m

Wegmarkierung: N2/Hochkessel/Einsiedelei

Gehzeit: 3,30 Stunden

ÖPNV:

  • Mit der Regionalbahn von Trier nach Neef, verkehrt fast stündlich

Sehenswertes:

  • Peterskapelle mit Bergfriedhof
  • Eulenköpfchen
  • Kloster Stuben
  • Gipfelkreuz
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