Auf einem 100 Meter hohen Bergkegel inmitten der Stadt Cochem thront die mächtige Reichsburg. Zerstörungen, Besetzungen und Besitzerwechsel zeugen von einer bewegten Geschichte der Burg. Aufgrund ihrer exponierten und aussichtsreichen Lage über dem Moseltal diente die Reichsburg im Mittelalter als Zollburg.

Die Reichsburg wurde vermutlich um das Jahr 1000 unter Graf Ezzo, dem Sohn von Pfalzgraf Pussilius, erbaut. Die Burg wurde im 17. Jahrhundert zerstört und von dem Berliner Kaufmann „Louis Frèdericc Jacques Ravenè“ in den Jahren 1868 bis 1877 im neugotischen Stil wieder aufgebaut. Die Relikte der spätgotischen Burg blieben beim Wiederaufbau ein fester Bestandteil. Sie war 75 Jahr im Besitz der Familie Ravenè und diente ihr als Sommersitz. Im Jahr 1942 wurde die Burg Eigentum des Deutschen Reiches und seit 1978 ist sie im Besitz der Stadt Cochem und wird von der „Reichsburg GmbH“ verwaltet.

In den Jahren des Wiederaufbaus durch Hermann Ende und Julius Raschdorff wurde zur gleichen Zeit am Burgfuss ein Landschaftsgarten angelegt. Dieser zog sich entlang eines neu geschaffenen Weges. Oberhalb der Mosel sprengte man einen Weg in den Felsen, dieser schlängelte sich serpentinenartig vom äusseren Burgtor bis zum Tor des Burgfriedens. Von diesem Weg hat man einen herrlichen Ausblick auf das Tal der Mosel. Auf einer Ravenèführung kann man alle Zimmer der Privatwohnung der Familie Ravenè bewundern und das Flair des 19. Jahrhunderts genießen. Von Mitte März bis November finden mehrmals am Tage 40 minütige Burgführungen statt.

 

Weitere Informationen und Öffnungszeiten:  Reichsburg Cochem

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