In Bingen endet der Soonwaldsteig nach über 80 Kilometer. Von hier sollte man auf gar keinen Fall sofort die Heimreise antreten, den Bingen ist eine geschichtsträchtige und sehenswerte Stadt. Ein Abstecher zu den Binger Gärten, dem Park am Mäuseturm und  ein Besuch im Museum am Strom, wo man sich auf die historischen Spuren der großen Äbtissin Hildegard von Bingen begeben kann, sind sehr lohnenswert.

„Bingen und der Rhein haben viele Geschichten zu erzählen“.

Bingen ist nicht nur die Stadt der Heiligen Hildegard sondern auch ein Zentrum des Weinhandels. Hier treffen vier Weinbaugebiete aufeinander, Rheinhessen, Nahe, Mittelrhein und Rheingau. Weinlagen wie der „Scharlachberg“ oder „Rochusberg“ haben den Binger Wein weit über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht. Bingen ist aber nicht nur für seinen Weinhandel sondern auch für seine historischen Sehenswürdigkeiten und rheinische Lebensart bekannt und es gibt sehr viel zu entdecken.

Hildegard von Bingen – Äbtissin, Mystikerin, Komponistin und Gelehrte

IMG_0205Bereits im Mittelalter entwickelte die Äbtissin und Heilkundige ein für damalige Zeiten zukünftiges ganzheitliches Heilsystem, wo nach sich heute noch viele Millionen Menschen richten. Wer war diese moderne und mystische Klosterfrau? Obwohl sie zu den berühmtesten und bekanntesten Frauen ihrer Zeit gehörte und zahllose Schriften hinterließ, wissen wir über ihr eigentliches Leben nur sehr wenig. Wir kennen weder das genaue Geburtsdatum noch den Geburtsort. Im „Museum am Strom“ kann man neben vielen Ausstellungen auch die neue Dauerausstellung „Hildegard von Bingen“ besuchen, sie ist spannend inszeniert und modern-zeitlos gestaltet. Dabei begegnet der Besucher der berühmtesten und bedeutendsten Frau der Welt- und Kirchengeschichte auf vielfältige Weise. Erstmals wird ihr Leben als Äbtissin, Visionärin, Politikerin, Komponistin und Heilkundige auf Basis geschichtlicher Forschungsergebnisse erzählt. Weitere Informationen finden sie auf dem Portal: Im Land der Hildegard

Skulpturen Triennale Bingen – Am Rheinkilometer 529

IMG_0216Alle schauen zur Berlin Biennale, der Documenta. In diesem Jahr 2014 steht die „Skulpturen Triennale“ in Bingen unter dem Motto „Mensch und Maschine“. In Bingen gibt es ein Kunstfestival fernab der kulturellen Touristenströme, in einer traumhaften Landschaft und vor sonderbaren Kulissen. Am Rheinkilometer 529 gibt es auf der Triennale viel Skurriles und Überraschendes zu entdecken. Internationale Künstler präsentieren Arbeiten, von denen viele mit direktem Bezug zum Ausstellungsort entstanden sind und widmen sich mit unterschiedlichen Ansätzen dem Thema und nehmen Bezug auf das Verhältnis, in dem der Mensch, letztendlich der „erfindende Geist“ aller Maschinen, zu den vom ihm Geschaffenen steht. Weitere Informationen: Skulpturen Bingen

Burg Klopp

IMG_0190Die Burg ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Bingen auf dem Kloppberg. Der gesamte Berg war damals von dicken Mauern als Verteidigungsanlage umgeben, in dem auch das römische Städtchen „Bingium“ eingebunden war. Die Anlage fiel 355 n. Chr. den Alemannen zum Opfer und auch die nachfolgenden Jahrhunderte spielten dem Kloppberg übel mit. In dieser Zeit wurden viele Burgen erbaut und vernichtet. Die Burg wurde erstmals im Jahr  12282 urkundlich erwähnt. Die Burg war in viele kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt und wurde mehrmals zerstört. Die letzte Zerstörung fand 1689 in Folge des pfälzischen Erbfolgekriegs statt. In der Zeit der Rheinromantik, Ende des 18. bis ins späte 19. Jahrhundert, entwickelte sich die Burg zu einem beliebten Ausflugsziel. Es war ein vermögender Kaufmann aus Köln, Ludwig Cron, der um die Mitte des vorigen Jahrhunderts einen Wiederaufbau der Burg unterstützte. Im Jahr 1897 ging die Burg Klopp in den Besitz der Stadt Bingen über.  Heute ist in ihr ein Restaurant, Heimatmuseum  und die Stadtverwaltung untergebracht. Von ihr hat man einen herrlichen Blick über das Rheintal.

Der Mäuseturm und der hartherzige Bischof  

IMG_0184Ein anderes Wahrzeichen der Stadt Bingen ist der Mäuseturm auf der kleinen Rheininsel, im Binger Loch, einer gefährlichen Rheinstrecke zur damaligen Zeit. Laut einer Sage ließ Hatto II einen verfallenen Römerturm auf der Insel wieder herstellen, weil er sich dort vor dem Binger Bürger in Sicherheit fühlte. In der Stadt galt er als ein herzloser, skrupelloser und unbeliebter Bischof.  Als er die Führung als Bischof über das Erzbistum Mainz übernommen hatte, erhöhte er sofort die Steuern. Als im Land eine große Hungersnot ausbrach, verweigerte er den Armen die Hilfe aus seinem bis zum Rand gefüllten Kornkammer. Als er eines Tages wegen einer Erkrankung zu Hause auf der Insel bleiben musste, sollen ihn tausende von Mäusen angefallen und tödlich verletzt haben. Voller Schadenfreude sagten darauf die Binger Bürger: „Erst nagte er an uns, nun nagten an ihm die Mäuse“.

Weitere Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Touristischen Angeboten finden sie hier: Bingen am Rhein

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