Vom malerischen Städtchen Rhens am Rhein mit seinen historischen Fachwerkhäusern führt der Weg zum Rheinplateau mit herrlichen Ausblicken auf die Hunsrück- und Taunushöhen, vorbei am Königsstuhl, wo einst die Könige ihren Treueeid leisteten, über Wald- uns Wiesenpfade zum Lützelforst und Kriesenkopf nach Rhens zurück.

IMG_4713Die Wanderung starten wir am Bahnhof von Rhens und gehen 50 Meter nach rechts und folgen dem Wegweiser „Rheinburgenweg“ über Treppen und gelangen zum Ortskern von Rhens mit seinen prächtigen Fachwerkhäusern und gehen am Alten Rathaus vorbei und durchschreiten das Viehtor. Das Viehtor wurde zwischen 1396 und 1418 erbaut und bestand ursprünglich aus zwei Torbögen und einem Torturm. Die Reste des Treppenturmes dienen heute als Heiligennische und erinnern daran. Die Räume des Turmes dienten während der Zeit der Hexenprozesse für Verhöre und als Gefängnis.  Wir folgen auf der rechten Seite dem hölzernen Wegweiser „Wolfsdelle“  über einen Wiesenpfad steil bergan. Nach einem kurzen Abstecher zum “Königstuhl” geht es im Zickzack steil hinauf zum Waldrand.

Der Königsstuhl ist ein steinerner achteckiger Bau in Form eines Königsstuhls. Im Mittelalter war der kleine Ort Rhens Anlaufpunkt der Westmächte des Deutschen Reiches. An diesem neutralen Ort trafen sich die Bischöfe von Trier, Mainz, Köln und der pfälzische Kurfürst um bei einer Königwahl die gemeinsame Machtpolitik abzustimmen. Hier fanden auch 1273 die gemeinsamen Gespräche zur Wahl Rudolfs von Habsburg zum Kaiser sowie zu Beginn des 14. Jahrhunderts, die Absprache zur Beschaffung der Krone für Herzog Ludwig von Bayern statt. Die erste Königswahl in Rhens fand 1346 statt und man kürte Karl IV. zum Römischen König, der ließ daraufhin den Königsstuhl errichten. Er wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts zerstört. Bei dem heutigen Königsstuhl handelt es sich um einen Wiederaufbau von 1842.

IMG_4727Von Königsstuhl hat man einen wunderschönen Blick auf den Rhein. Zurück auf dem Traumpfad geht es durch Wald zum „Jüdischen Friedhof“, einem Zeugnis der Jüdischen Gemeinde von Rhens, der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Der älteste Grabstein auf dem Friedhof stammt von 1864. Nach kurzer Zeit treten wir aus dem Wald aus und erreichen über offene Wiesen und Felder den nächsten Wald. Hinter dem Wald geht es nun über einen steilen Wiesenhang hinauf zur „Rheintalblick-Schutzhütte“, die am 14. April 2012 neu eingeweiht wurde. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf Rhens, den Rhein und auf die gegenüberliegende Rheinseite zur Marksburg und den südlichen Ausläufern von Braubach. Nun geht es weiter durch ein Waldgebiet ins „Obere Mühlental“ und folgt nun einem idyllischen Bachlauf am „Grubenwerk“ vorbei und steil hinauf zum „Kriesenkopf“ auf 272,6 mit Rastbänken.

IMG_4787Von hier blickt man in eine weite, offene Landschaft bis hin zu den Höhen von Hunsrück und Taunus. Von hier verläuft der Weg fast eben über offene Landschaft zu einer kleinen Kapelle. An ihr gehen wir nach links und folgen einem asphaltierten Wirtschaftsweg etwa 400 Meter geradeaus bis zur einer Abzweigung. Hier folgen wir dem Wegweiser „Rhens/Wolfsdelle“ durch Wald und später steil hinunter am „St. Nikolausheiligenhäuschen“ vorbei nach Rhens zum Ausgangspunkt zurück. Der ganze Weg ist sehr gut ausgeschildert. Einen Bummel durch den historischen Ortskern von Rhens sollte man unbedingt ins Auge fassen, bietet er doch eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten wie den Königsstuhl „Auf Schawall“, das „Deutsche Haus“ am Rheinufer, das „Alte Rathaus“ von 1514 am Marktplatz, die alte Stadtmauer und ihre Tore, die Pfarrkirche Dionysius die erstmals 873 urkundlich erwähnt wurde oder den Ochsenbrunnen.

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 10,4 Kilometer

Höhenmeter: 317

Anfahrt:

  • B 9 bis 56321 Rhens,
  • 65321 Rhens Marktplatz Rhens,Ecke Bramleystraße/Auf der Lay

Parken:

  • 56321 Rhens, Bramleystraße
  • 56231 Rhens, Bahnhof
  • Pfarrkirche/Kindergarten und Bahnhof in Rhens

ÖPNV:

  • Regionalbahne Trier – Koblenz
  • Mittelrheinbahn bis Rhens

Sehenswürdigkeiten:

  • Altes Rathaus
  • Königsstuhl
  • Stadtmauer
  • Historischer Ortskern
  • Deutsches Haus

 

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