Diese ungewöhnliche Wanderung bietet nicht nur einzigartige Naturerlebnisse sondern auch Wissenswertes über die Geschichte dieser Hunsrückregion. An 14 schön gestalteten Stationen erfährt man sehr viel über das Leben im Hunsrück von der Römerzeit über das Mittelalter bis in die Gegenwart. Die traumhaften Skulpturen an den Stationen wurden von Hinzerather Künstler gestaltet. Das Highlight der Tour ist die Burgruine Baldenau, die 1689 von den Franzsosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört wurde. Einen Blick sollte man unbedingt in das alte Gemäuer werfen, ein magischer Ort für ein schönes Picknick.

IMG_3417Wir beginnen die Wanderung in Hinzerath am Portal der Traumschleife bei der Feuerwehr. Wir passieren das „Cafe Pause“ im Striegelsbungert laufen Richtung Bürgerhalle und biegen nach links ab, erreichen in einer scharfen Rechtskehre „Auf der Porth“ und wandern zum Ortsrand. Die Häuser haben wir nun hinter uns gelassen, wechseln auf einen Feldweg und vor unseren Augen breiten sich herrliche Wiesen und Felder aus. Bereits nach wenigen Minuten erreichen wir eine Bank von der wir in vollen Zügen die herrliche Landschaft um uns herum genießen. Von hier wandern wir zum nahen Waldrand und tauchen in das grüne Blätterdach ein und erreichen einer der ersten Figuren und Tafeln. Sie geben Auskunft und das gleich in mehreren Sprachen über die „Hinzerather Heckenmühle“, von der nur noch wenige Relikte zu sehen sind. Von hier steigen wir abwärts zum Bach, der leise vor sich hin plätschert, queren ihn über einen Steg, laufen an einem Windwurfareal entlang und lassen den Wald hinter uns.

IMG_3268Nun wandern wir durch offene Wiesen und treffen auf die nächsten Figuren, die uns auf ein europäisches Projekt zur Erhaltung der Arnikawiesen hinweisen, eine Heilpflanze, die zu den Korbblütengewächsen zählt und unter Naturschutz steht. Nach diesen interessanten Informationen gehen wir nach links, treten durch eine Gattertür und wandern auf einem Pfad durch eine Schonung bis wir auf eine weitere Gattertür treffen, die uns auf einen Wirtschaftsweg entlässt. Wir biegen nach links ab und wechseln bereits nach wenigen Metern auf einen Grasweg. Auf ihm wandern wir sanft abwärts und genießen die herrlichen Blicke über das weite Tal. Abermals treffen wir auf einen Wirtschaftsweg, gehen nach links und erblicken vor uns die nächste Informationstafel. Nach etwa 2km treffen wir auf die nächste Info-Station mit Bank und einem Ringbuch, das mit Fototafeln ausgestattet ist und uns Auskunft über heimische Tierarten gibt, die sich in Feuchtbiotopen Zuhause fühlen.

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IMG_3288Nun wird es interessant, nun geht es auf Holzstegen mitten durch die bedrohten Feuchtwiesen bis zur nächsten Station, wo wir allerlei Wissenswertes über den Lebensraum Feuchtwiese erfahren. Wir wandern um die Feuchtwiesen herum bis zur nächsten Bank, an der wiederum ein Ringbuch ausliegt, in dem wir feuchtliebende Pflanzen studieren können. Vor uns ragt die Burg Baldenau aus den Wiesen hervor mit ihrem auffälligen Rundturm. Über einen Holzsteg nähern wir uns weiter der Burg, passieren die Holztafel der Anikaschleife und blicken direkt auf aussergewöhnliche hölzerne Sitze mit hohen Lehnen. Sie symbolisieren die Versammlung der Fürsten, die sich einst um den Kurfürst Balduin von Luxemburg gescharrt haben. Dazu gibt es interessante Informationen über den Fürsten und der nach ihm benannten Burg, die übrigens die einzige Wasserburg im Hunsrück ist. Im Film der „Schinderhannes“ mit Curd Jürgens und Maria Schell war die Burg ein eindrucksvoller Schauplatz.

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IMG_3349Wer in das Innere der  Burg vordringen möchte muss über einen Steg den Wassergraben überwinden. Leider führt die Traumschleife nicht zur Burg, einen Abstecher sollte man auf jeden Fall machen, bevor man weiter wandert. Wir biegen links ab, wandern auf einem Grasweg entlang des Wassergrabens und erreichen eine Sinnenbank. Hier legen wir eine kleine Rast ein und genießen den herrlichen Blick auf die Burg, bevor wir diese im weiten Bogen umgehen und sie hinter uns lassen. Über einen Steg queren wir einen kleinen Bach und wandern aufwärts zur Straße, queren diese und wandern einige Minuten später durch offene Flur. Der Weg steigt nun etwas an und wir erreichen die nächste Bank am Waldrand. Wir blicken ein letztes Mal zurück auf die Burg und folgen dem Weg am Waldrand und treffen auf die nächste Station Hundheimer Quellmulde, wo eine Figur das Arnikasammeln veranschaulicht.

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IMG_3312Nun biegen wir nach rechts ab und folgen den Wiesen aufwärts, passieren eine Tafel bei einer Schäferfigur, überschreiten eine Kuppe und haben den Ort Hinzerath in unserem Blickfeld. Der Weg flacht nun etwas ab, wir halten uns rechts und folgen einem Pfad abwärts und erreichen eine Eichenbank, steigen weiter abwärts und treffen auf einen Querweg. Wir wandern gemütlich weiter, bis der Weg nach links aufwärts führt, wir passieren wenig später ein Holzkreuz und treffen auf eine Tafel in Kuhform und erfahren etwas über die Viehwirtschaft. Anschließend laufen wir zur Straße, die nach Hinzerath führt, dieser folgen wir etwa 80 Meter nach rechts abwärts und biegen am Ort nach links ab. Vor dem letzten Haus der Straße gehen wir nach links und wandern auf einem Grasweg durch Wiesen und Weiden und stossen auf eine weitere Tafel, die uns über Quellmulden informiert.

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IMG_3405Wir wander leicht aufwärts und erreichen die Station über Landvermessung und Flurbereinigung, biegen nach rechts ab und gelangen wenig später zu einem Asphaltweg. Von hier führt ein Zuweg zum nahen Belginum, wir aber halten uns rechts, passieren eine Tafel mit Rundbank und laufen in den Wald hinein, den wir nach einiger Zeit wieder verlassen und erreichen die letzte Station, die sich den grazilen Schönheiten, den Schmetterlingen in Feuchtgebieten widmet. Über einen Grasweg erreichen wir später eine kleine Straße, wir biegen nach links ab und treffen im Neubaugebiet von Hinzerath ein und halten uns an der folgenden Straßengabelung rechts und gelangen ins Ortszentrum, wo wir auf eine Tafel treffen die uns über die Dorfentwicklung informiert. Wir queren die Straße und laufen rechts zum Striegelsbungert und lassen die Wanderung im „Pause-Cafe“ ausklingen.

 

 

Schwierigkeitsgrad: leicht

Wegstrecke: 8,6 km

Gehzeit: 3 Stunden

Ausgangspunkt: Feuerwehrhaus Hinzerath

Endpunkt: Feuerwehrhaus Hinzerath

ÖPNV: nur schwer erreichbar

Anfahrt:

B 327 Hunsrückhöhenstrasse abbiegen auf Höhe des Belginum nach links nach Hinzerath

Einkehr:

Café Pause in Morbach-Hinzerath

Sehens- und Wissenwertes:

  • Belginum, Öffnungszeiten 24. März bis 1. November, 10:00 bis 17:00 Uhr, Wederath, Keltenstraße 2, 54497 Morbach, Telefon: 06533-957630
  • Burgruine Baldenau
  • Baldenauer Burgevents
  • Burgvolk Baldenau

 

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