Diese abwechslungsreiche Wanderung führt durch die herrlichen Wälder des Syr-Tals und durch das Naturschutzgebiet „Manternacher Fiels“. Man wandert durch ein einzigartiges Muschelkalkgebiet, das durch die Triaszeit geprägt wurde. Auf schmalen Pfaden führt uns die Traumschleife zum riesigen Felsgebilde der Michelslay, durch das idyllische Kerbtal des Schlammbaches, vorbei an historischen Mühlen, zu einem Weinberg im Wald und zwischen durch wird man immer wieder mit fantastischen Fernsichten belohnt. Die Traumschleife wurde durch das Deutsche Wanderinstitut mit 90 Erlebnispunkten bewertet und gehört damit zu den am höchsten zertifizierten Wanderwegen.

DSC01389Der kleine Stadt Manternach im Großherzogtum Luxemburg besteht aus vier Dörfern Berbourg, Munschecker, Lellig und Manternach. Die Siedlungsgeschichte der Stadt kann zurück verfolgt werden bis zu den Zeiten der Römer und Kelten. Manternach ist ein Kleinod für Naturfreunde und bei Wanderern und Mountainbiker gleichermaßen beliebt. Sie ist Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und MTB-Touren durch die Täler von Mosel und Syr. Wir beginnen unsere Wanderung am Bahnhof in Manternach, das zwischen Wäldern und Weinbergen malerisch im Tal der Syr liegt. Vom Bahnhof folgen wir dem Traumschleifen-Logo das uns sicher durch den kleinen Ort zum Portal der Traumschleife navigiert. Vom Portal wandern wir auf einem schmalen Pfad an einer Viehweide vorbei und erreichen über Treppenstufen einen oberen Pfad.

DSC01409Wir folgen dem Pfad nach links und haben einen schönen Blick auf den kleinen idyllischen Ort Manternach. Nach wenigen Minuten erreichen wir zwei Gatter und biegen hinter diesen nach rechts auf einen Pfad ab und folgen ihm durch lichten Wald. Nach dem wir ein weiteres Gatter passiert haben führt uns der Pfad abwärts und wir wandern durch einen stillen, farbenfrohen Herbstwald. Nun windet sich der Pfad durch herrlichen Mischwald bis zu einer Weggabelung mit Infotafel, die uns über Ulmenkrankheiten und das Ulmensterben aufklärt. Wir wenden uns nach rechts und genießen das leise plätschern des Baches auf unserem Weiterweg. Nur kurze Zeit später erreichen wir eine weitere Infotafel, die uns über neuartige Waldschäden informiert und wandern weiter durch herrlichen Wald. Wir passieren einige Felsen und erreichen eine Rastbank, die von einem hölzernen Lattenzaun umrahmt ist und legen eine kleine Pause ein.

DSC01403Anschließend folgen wir dem Pfad weiter, der sich in einem leichten Auf und Ab durch den Wald schlängelt und erreichen wenig später eine Infotafel, die uns über den Schluchtenwald aufklärt. Wir steigen weiter abwärts durch Wald und erreichen nach wenigen Metern eine Weggabelung und eine große Holzbrücke. Wir queren den kleinen Fluss und treffen auf eine Landstraße und setzen unseren Weiterweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite nach links weiter fort. Nach etwa 200 Meter erreichen wir die Alte Mühle mit Rastbank. Nach einer kleinen Pause folgen wir dem Pfad vor der Mühle nach rechts in den Wald hinein und wandern Richtung „Michelslay“.  Wir passieren eine Infotafel und biegen bei der nächsten Weggabelung scharf nach links auf einen ansteigenden Pfad ab und erreichen nach etwa 700 Meter die beeindruckende Felswand der Michelslay.

DSC01422In der Mosellandschaft ist die Landschaft von Muschelkalk geprägt, der vor etwa 200 bis 240 Millionen Jahren als marine Ablagerung entstanden ist. Hier hat sich das Untere Syrtal in die mittleren Muschelkalkschichten eingetieft. Dagegen werden die Hanglagen der steilen Felswände vom oberen Muschelkalk geprägt. Nun wandern wir auf schmalen Pfad unterhalb der beeindruckenden Felswände entlang und treffen kurze Zeit später auf eine Weggabelung. Ein Schild „Hundert Treppen“ weist uns daraufhin, das nun Kondition gefragt ist. Nun steigen wir über 100 steinerne Treppenstufen steil bergan zu einem schönen Rastplatz, von dem wir die herrlichen Ausblicke auf die Landschaft genießen. Hinter dem Rastplatz treffen wir auf einen breiten Forstweg und folgen ihm nach rechts, umrunden ein eingezäuntes Arenal und blicken auf einen Weinberg mitten im Wald. Nach wenigen Metern biegen wir auf einem Asphaltweg scharf nach links auf einen Pfad ab.

DSC01423Nun wandern wir oberhalb der Syr durch das malerische Schlammbachtal. Der Wald wird hier von Menschen nicht mehr beeinflusst und am Totholz erkennt man, dass es ein idealer Lebensraum für Moose, Flechten, Pilze und Käfer bildet. Hier schlängelt sich die Syr durch moosbewachsene Steine durch das wunderschöne Bachtal. Später queren wir über eine Brücke die Syr, gehen nach links  und wandern für längere Zeit durch das idyllische Tal. An der nächsten Weggabelung halten wir uns links aber bereits nach wenigen Minuten schickt uns die Traumschleife steil hinunter zu einer Holzbrücke, wir queren den Fluss und setzen unsere Wanderung nach rechts weiter fort. Nun wandern wir zwischen Fluss und hohen Tannen entlang bis die Traumschleife uns am Ende des Tals über eine Holzbrücke steil nach oben schickt. Wir verlassen das Tal und steigen etwa 100 Meter steil bergan, an Feldern und Wiesen entlang.

DSC01440Anschließend wechseln wir nach links auf einen schmalen Pfad und tauchen wieder in den Wald ein. Am Ende des Waldes treffen wir auf offene Landschaft und einen Asphaltweg. Wir gehen nach links und wandern durch eine herrliche Landschaft und biegen nach etwa 200 Meter an einer Weggabelung nach rechts ab und wandern auf einem Wirtschaftsweg entlang an Feldern weiter. Nach etwa 500 m haben wir wieder Asphalt unter unseren Füßen und wandern bei der nächsten Weggabelung weiter geradeaus. Nach etwa 400 m schickt uns die Traumschleife in einer Rechtskurve nach links in den Wald und wir erreichen nach 200 m den Aussichtspunkt „Syr-Tal-Blick“. Pfadig wandern wir entlang alter Steinmauern, passieren zwei Stege und steigen über zahlreiche Treppenstufen, die mit einem Geländer gesichert sind, steil bergab und treffen auf einen Forstweg.

DSC01467Wir biegen nach links ab, passieren wenig später das Gebäude „Syndicat D`Initiative“ und erreichen eine Weggabelung, wir halten uns scharf rechts und wandern auf einem breiten Forstweg durch lichten Wald. Nach nur wenigen Minuten erreichen wir eine Landstraße, queren diese und wandern parallel zur Straße auf einem prächtigen, langgezogen Holzsteg entlang der Syr. Am Ende des Stegs gehen wir nach links, queren über eine Steinbrücke die Syr und wandern parallel zu Bahnlinie pfadig durch lichten Wald. Nur wenige Meter weiter unterqueren wir die Bahnlinie durch einen Tunnel und wandern weiter entlang der Syr. Wir treffen wenig später auf einen Stauwehr aus den Jahren 1859/60, der zusammen mit einem Aquädukt und einem Kanal zur Betreibung der syrabwärts gelegenen Holzmühle errichtet wurde. Er diente der Hebung des Wasserstandes und zur Nutzung der Wasserkraft die Fallhöhe zu konzentrieren. Das Wehr garantierte eine stetige und effektive Wasserzufuhr zur Mühle.

Bei der nächsten Weggabelung gehen wir zunächst nach links und dann wieder nach rechts und erreichen die erste Hinweistafel zur Beginn unserer Wanderung. Von hier gelangen wir auf bekannten Weg zurück zum Ausgangspunkt, dem Portal der Traumschleife, die wir nach 20 Minuten erreichen.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke:  10 km

Gehzeit: 3,45 Stunden

Auf-/Abstieg: 280 m

Ausgangs- und Endpunkt: Bahnhof Manternach

ÖPNV:

Mit der Bahn von Trier nach Wasserbillig und weiter mit der Bahn nach Manternach.

Einkehrmöglichkeiten: Cafe-Restaurant Belleville, 50 m vom Bahnhof

Sehenswertes: Naturschutzzentrum „A Wiewesch“, in Manternach

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