Diese Wanderung hoch über dem Valle del Signol, einem schönen Seitental, das sich bei Limone sul Garda zum Gardasee öffnet, liegt die Malga Dalco in einer traumhaften Szenerie. Wer sich vom Touristentrubel zurückziehen will, für den ist diese Wanderung genau richtig. Nur wenige Wanderer trifft man hier oben an, denn der Anstieg ist sehr steil. Ob beim Aufstieg oder Abstieg immer wird man mit phantastischen Panoramen und Aussichten auf Limone und den Gardasee belohnt. Auf dieser Wanderung sollte man unbedingt über einen guten Orientierungssinn, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit verfügen.

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Wir beginnen unsere Wanderung an der Piazza Guiseppe Garibaldi in Limone. Von der Piazza gehen wir landeinwärts und biegen nach links in die Via Concordia ab. Wir wenden uns nach rechts in die Via Rovina und bald darauf nach links in die Via Castello. An einer Weggabelung halten wir uns rechts und wandern auf der Via Milanese weiter. An der Trattori La Milanesa halten wir uns links und verlassen den Ort. Über einen gepflasterten Weg erreichen wir das Valle del Singol. Nach etwa 40 Minuten biegen wir vor einem Bach nach links in den Weg 102 ein, der ein Teilstück der Bassa Via del Garda ist, die von Limone aus nach Salò führt.

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Nun steigen wir durch das steile Valle Scaglione aufwärts zu den Almen von Dalco, einem wunderschönen bewaldeten Hochtal. An einer Kreuzung wenden wir uns nach links und folgen der Markierung 102, passieren den Ròccolo Pelùs und erreichen die Alm Malga Dalco, die wunderschön in einer Senke liegt. Hier legen wir eine längere Pause ein und genießen die Stille. Nach der Rast biegen wir nach rechts auf den Weg 110 ab um anschließend auf dem Weg 112 nach links einzubiegen, der uns sehr steil nach Limone hinunter bringt. Nach einer Stunde erreichen wir das Geburtshaus des berühmten Missionars Daniele Comboni, der 2003 Heiliggesprochen wurde. Von hier aus geht es über die Via Campaldo zur Bushaltestelle zurück.

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Daniele Comboni – Bischhof, Missionar und Ordensgründer

Daniele Comboni wuchs in einer armen Bauernfamilie auf und überlebte als einziger von acht Kindern. Er wurde an einem Priesterseminar in Verona ausgebildet und im Jahr 1854 zum Priester geweiht. Drei Jahre wirkte er als Missionar im Sudan und Zentralafrika. 1857 gründete er in Verona das Missionsinstitut der Söhne des „Heiligen Herzen Jesu“ und eröffnete noch im gleichen Jahr die erste Niederlassung in Kairo. 1864 entwickelte er ein Programm für die Missionarsarbeit in Nordafrika. Im Jahr 1871 verfasste er eine Ordensregel und gründete 1872 die Schwestergemeinschaft „Fromme Mütter für Afrika“ sowie eine Zeitschrift für die Missionsarbeit in Afrika.

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Die Missionsarbeit in Schwarzafrika wurde durch Daniele Camponi wiederbelebt und er wurde 1872 zum Provikar für Zentralafrika ernannt. Nur ein Jahr später ging er selbst nach Khartoum und wurde dort zum Bischof und zum Apostolischen Vikar für Zentralafrika ernannt. Er bekämpfte die Sklaverei bis zu seinem Tode, im Jahr 1881. Im Centro Comboniano in Tesöl kann man das Geburtshaus besichtigen, das aus einer schlichten Küche und den anliegenden Schlafzimmer der Eltern und den obenliegenden Kinderzimmer besteht. Dem Geburtshaus ist ein wunderschöner Garten, eine Kapelle und ein Missionarshaus angeschlossen.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Gehzeit: 4,00 Stunden

Wegstrecke: 9 Km

Ausgangspunkt: Piazza Guiseppe Garibaldi, Limone

Höhenmeter: 952

 

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