Die Wanderung  führt von Cochem zur Burgruine Winneburg, die einsam und versteckt auf einer Anhöhe über dem Endertbachtal liegt, zu der Kapelle „Drei Kreuzen“, einem Ort der Meditation und Stille und zur Reichsburg, die auf einem aussichtsreichen Bergkegel weit sichtbar hoch über Cochem thront.

IMG_4181Für den späten Nachmittag ist Regen und Gewitter angekündigt. Es ist noch früh am Morgen als ich mich mit der Regionalbahn von Trier nach Cochem aufmache. Der Blick nach oben verrät nichts Gutes, eine graue geschlossene Wolkendecke wo ich auch hinschaue. An Entspannung im Zug auch nicht zu denken. Unterwegs steigen immer mehr Gruppen zu, mit gefüllten Sektgläsern und versprühen gute Laune, was eher auf den Alkohol zurück zu führen ist. Vom Bahnhof in Cochem schlendere ich noch etwas Müde rechts die Straße hinauf bis zur Brücke. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite treffe ich auf die „Alte Torschenke“ und spaziere weiter an der Einfahrt der Eisenbahn in den Kaiser-Wilhelm-Tunnel und an der Talstation der Sesselbahn vorbei und erreiche die Pension Lange, Haus 52. Gegenüber der Pension folge ich dem Wegweiser „Winneburg“ und steige über steile Treppen und einen schmalen Pfad hinauf zu einer Bank. Ab hier folge ich dem „Schwarzen Winkel“ nach rechts durch schattigen Wald bis zu einer Straße.

IMG_4211Dieser folge ich nach rechts abwärts bis zu einer Kreuzung und treffe auf der gegenüberliegenden Straßenseite  auf den Wegweiser „Winneburg 30 Minuten“. Der kleinen Straße folge ich bergauf an Häusern vorbei bis zu einem Schlagbaum. An ihm vorbei wandere ich nach links steil ansteigend in den Wald hinein und zweige jeweils an den folgenden Gabelungen nach links ab und erreiche die „Winneburg“, die 80 Meter hoch über dem Tal der Endert  liegt und von Wald umgeben ist. Die Burg wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet und wechselte öfters ihre Besitzer. Seit 1932 ist sie im Besitz der Stadt Cochem. Verschwiegen und unheimlich liegt die Ruine unter dem grauen Morgenhimmel vor mir, die von schleierartigen Wolkenfetzen durchdrungen wird. Nach der Besichtigung der Burganlage suche ich nach dem Weiterweg, Wegmarkierungen und Wegeschilder sind nicht zu sehen, zum Glück habe ich eine Wanderkarte dabei. Von der Burgbrücke gehe ich geradeaus und folge dem Weg scharf Links leicht nach unten.

IMG_4234Nach einer Biegung treffe ich am linken Wegrand endlich auf den gesuchten Wegweiser „Winzerhaus/Cochem“. Steil bergab führt der schmale Pfad durch schattigen Wald zum Winzerhaus. Am diesem wandere ich nach rechts dem Wegweiser „Faid“  folgend, auf dem Waldlehrpfad, am Faidbach  entlang leicht ansteigend geradeaus weiter. Nach mehreren Weggabelungen folge ich immer der „Markierung 2“ bis zu einem Kornfeld. An diesem wandere ich  links vorbei und immer geradeaus und erreiche anschließend auf einer kleinen Straße die ersten Häuser. Von hier aus gelange ich zur B259, dieser folge ich nach links auf der gegenüberliegenden Straßenseite immer geradeaus, an einem Autohaus vorbei und erreiche den Sportplatz. An diesem führt links ein Pflasterweg vorbei dem ich nach „Brauheck“ folge. Nach einem Einkaufzentrum überquere ich abermals die Straße und folge dieser bis zu einer Kaserne. Überquere abermals die Straße und folge an der Baumschule vorbei dem Weg nach rechts auf einem schmalen Pfad durch schattigen Wald.

IMG_4230Am Ende des Pfades treffe ich auf eine Unterführung und ein Wegeschild „Lescherlinde“ dem ich geradeaus leicht ansteigen folge. Nach wenigen Minuten erreiche ich eine weitere Weggabelung und folge dem Hinweisschild „Drei Kreuzen“. Nach kurzer Zeit habe ich die Schutzhütte Lescherlinde mit wunderschönen, aussichtsreichen Lage erreicht und lege eine kurze Rast ein, bevor ich mich auf den Weiterweg mache. Von der Schutzhütte wandere ich am oberen Waldrand nach links weiter über begrünten Waldboden geradeaus bis zu einer Abzweigung, links führt nun ein schmaler Pfad hinunter zur B259, diesem folge ich 50 m nach rechts bis zu einer Lücke in den Leitblanken. Der Weg führt nun auf der anderen Straßenseite steil hinab zu der Kapelle „Drei Kreuzen“, mit einer wunderschönen Aussicht auf die Reichsburg und die Mosel. Wer hier ankommt hat sich eine Pause verdient.

IMG_4251Eine schmale Treppe führt zwischen zwei mächtigen Linden hindurch zur Kapelle mit den drei Kreuzen.  Sie wurde im Jahr 1856 aus Bruchstein errichtet. Die drei beeindruckenden Basaltkreuze vor ihr wurden auf das Jahr 1652 datiert. Am mittleren Kreuz hängt ein Korpus Christi aus wunderschönem Basaltstein. Die Kapelle, die verschlossen ist, beherbergt eine Marienstatue und eine Grablege mit einer Figur des Gekreuzigten. Auch nichtreligiöse finden hier Zeit für Meditation und stille Einkehr. Von hier kann man den Blick über das Moseltal  und zur Reichsburg schweifen lassen und seinen Gedanken nachhängen, entspannen und neue Kraft sammeln. Von hier wandere ich am Kreuzweg entlang und steuere auf die Reichsburg zu, die man in wenigen Minuten erreichen kann. Ich folge dem Weg zur Kapelle der „Heiligen Lucia“ und steige links an Stufen hinunter und spaziere nach links bis zum „ In den Märtschelt“ und biege von hier rechts ab zur Cochemer Altstadt und gelange nach fünf Minuten zur „Alten Torschänke“.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Höhenunterschied: 600 m

Gehzeit: 5 Stunden

Ausgangspunkt: Cochem, Bahnhof

Anfahrt:

  • Regionalbahn, stündlich von Trier;
  • mit dem Auto über die A48 bis zur Ausfahrt Ulmen und über die B259 durch das Moseltal nach Cochem.

Sehenswürdigkeiten:

  • Reichsburg Cochem
  • Ruine Winneburg
  • Lescherlinde
  • Kapelle zu den drei Kreuzen

 

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