Über den klassischen Lieserpfad führt der erste Teilabschnitt der 12. Etappe des Eifelsteigs mit seinen Sehenswürdigkeiten wie dem Felsenweg, dem tiefeingeschnittenen Tal und dem wunderschönen Ausblick auf die Manderscheider Burgen. Auf dem zweiten Abschnitt geht es in ein Seitental und auf die Anhöhe um Großlittgen, durch offene Landschaft mit herrlichen Weitblicken über die Hochebene hinab ins Salmtal zum Kloster Himmerod.

IMG_8848Über den Lieserpfad ist schon viel gesagt und geschrieben worden, aber eines ist sicher, der Lieserpfad ist einer der bekanntesten und schönsten Wanderwege der Eifel. Wir beginnen unsere Wanderung am Rathaus von Manderscheid und überqueren die „Kurfürstenstraße“ und laufen auf ihr nach rechts nur wenige Meter leicht aufwärts und biegen nach links in den schmalen Postpfad ab, der uns zwischen Häuser und an Gärten vorbei hinunter zum Kurpark bringt. Vor dem Kurhaus treffen wir auf die „Grafenstraße“ mit Wegweisern und folgen dieser  talwärts bis zu einer Rechtskurve, dort biegen wir in die Straße „Zur Mariengrotte“ ab. Wenige Augenblicke später zweigt ein schmaler Pfad vom Asphaltweg ab, von dem wir einen schönen Blick auf die Burg im Tal haben. Nur wenige Minuten später treffen wir auf eine Schutzhütte und genießen den grandiosen Blick auf die Burgen.

IMG_8869Wir befinden uns nun auf einem Waldlehrpfad, wenden uns nach links und treffen auf einen Unterstand mit Sitzbänken, die uns für wenige Minuten zum Verweilen einlädt und können  die  Burgen aus einem neuen Blickwinkel betrachten. Nun beginnt ein Pfad der auf einem steilen Hang abwärts verläuft bis zu einer Wegverzweigung, wir halten uns rechts und erreichen die Schutzhütte „Robertskanzel“, die uns einen schönen Blick ins Tal gewährt und tief unter uns hören wir das leise rauschen der Lieser. Nun wandern wir auf einem sich schlängelten Pfad am Hang entlang, der uns hinter jeder Biegung mit etwas neuen überrascht. Mal sind es mit dunkelgrünem Moos überzogen Felsen und Steine,  sonnendurchflutete Wegpassagen, Holzstege und immer wieder herrliche Ausblicke auf das bewaldete Tal.

IMG_8875Vor der Schutzhütte „Weifelsjunk“ endet dieser Abschnitt und wir treffen auf einen Waldweg der uns zur Hütte aufwärts bringt und wandern auf einem Waldweg weiter abwärts, der sich bald darauf zu einem Pfad verengt. Auf diesem biegen wir nach kurzer Zeit nach links auf einen Waldweg ab der uns talwärts zu einer Wiese an die Lieser führt. Über eine Brücke queren wir den Fluss und es folgt ein steiler Anstieg über einen Pfad der sich am Hang nach oben schraubt und an einem Waldweg endet. Wir halten uns rechts weiter aufwärts und erreichen einen Tisch mit Bänken. Leider ist hier der ganze Aufstieg noch nicht geschafft. Auf einem befestigten Weg steigen wir moderat aufwärts und gewinnen schnell an Höhe und wandern für eine Weile durch herrlichen Laubwald. Am Ende des Waldes halten wir uns rechts, gehen am Waldrand entlang und genießen die weite Sicht über offene Flur, wandern im Bogen um den Wald herum um später wieder in ihn einzutauchen.

IMG_8908Nun wird der Weg zunehmend steiler und windet sich in einigen Kehren talwärts und wir erreichen ein Seitental. Nun wandern wir oberhalb am Hang und parallel zur Lieser weiter bis zu einer Bank und steigen in Kehren steil abwärts bis zu einem Wegweiser. An diesem halten wir uns rechts und wandern zum Mauseloch, wo uns eine Infotafel Auskunft über das Schiefergestein gibt. Wir kehren wieder zum Eifelsteig zurück und treffen kurz darauf auf die „Karl-Kaufmann-Brücke“, diese überqueren wir und wandern ein kurzes Stück durch Nadelwald. Kurz darauf beginnt ein kurzer aber steiler Aufstieg und wir erreichen einen Tisch mit Bänken. Wer eine schöne Rastmöglichkeit sucht sollte noch etwa 250 Meter weiter zum „Burgblick“ wandern. Hier befindet sich zwar keine Burg, dafür aber eine Schutzhütte zum ausruhen mit einem phantastischen Ausblick ins Tal.

IMG_8917Von hier wandern wir durch ein Seitental der Lieser abwärts und treffen auf einen Waldweg, ihm folgen wir nach rechts, beim nächsten Querweg gehen wir nach links mit Schild „Karl“, den viele Wanderer auf dem Lieserpfad nutzen die nicht die gesamte Strecke bis Wittlich wandern wollen, sonder von hier mit dem Bus zurück nach Manderscheid fahren. Nach der Abzweigung geht es auf einem wurzeligen Waldweg steil bergan und wandern auf einem Feldweg am Waldrand entlang bis zu einer Rechtskehre, biegen nach links auf einen Pfad ab (Bank), überschreiten einen Felsgrat und wandern in Serpentinen steil hinunter zur Lieser. Wir überqueren eine Brücke und steigen in Unterholz aufwärts bis zu einer Weggabelung und verabschieden uns vom Lieserpfad, wir halten uns rechts und wenden uns dem „Ilgenbachtal“ zu und wandern auf einem Pfad entlang des Bachs leicht aufwärts bis zu einer Bank.

IMG_8946Hier wechseln wir die Uferseite und wandern durch offenen Wald weiter und erreichen eine Wasserpumpenstation mit Wegkreuzung, von hier folgen wir dem Wegweiser „Großlittgen“, von diesem Ort kann man später mit dem Bus nach Manderscheid oder Wittlich Hauptbahnhof zurück fahren. An der Kreuzung gehen wir geradeaus durch offenen Wald, passieren einen Teich und erreichen die L 62, überqueren diese und steigen durch Nadelwald aufwärts und wandern am folgenden Querweg nach links weiter und erreichen eine Kiefer mit Sinnenbank, von der wir einen Blick über die offene Flur und Großlittgen haben. Nun wandern wir durch Felder zur K 141, queren diese und gehen schräg nach rechts über eine Wiese und erreichen einen asphaltierten Wirtschaftsweg, wenden uns nach rechts und genießen die Landschaft um uns herum. Wir erreichen den Dürrbach, queren diesen und gelangen in den Wald hinein und zu einer Kreuzung.

IMG_8955Bis zum Kloster ist es nicht mehr weit, wir folgen dem Weg halblinks und erreichen über einen Waldweg das Kloster Himmerod.  Wer am nächsten Tag auf dem Eifelsteig weiter wandern möchte kann hier Übernachten. Zum Kloster gehören eine Gaststätte, eine Bäckerei mit Cafe, ein Klosterladen und eine Mühle die ein Museum beherbergt. Man sollte unbedingt einmal in einem Kloster übernachten, eine besondere Erfahrung ist es auf jeden Fall. Wer dabei an eine spartanische Zelle denkt liegt falsch, es werden einfache und gemütliche Zimmer angeboten, die man über die Website des Klosters rechtzeitig buchen sollte, denn Übernachtungen im Kloster Himmerod sind begehrt.

Kloster Himmerod – Stille. Ankommen. Erholen

IMG_8957Das Kloster Himmerod wurde um 1134 von Bernhard von Clairvaux als Zisterzienserabtei gegründet. Die Abtei erreichte 1950 weite Bekanntheit mit der „Himmeroder Denkschrift“, die der Grundstein für die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland war. Das Kloster gehört zur „Mehrerauer Kongregation“, einem freiwilligen, weltweiten  Zusammenschluss von selbstständigen Klöstern des Zisterzienserordens unter Führung des Mutterklosters Wettingen-Mehrerauen. Der Trierer Erzbischof Albero von Montruil setzte sich um 1131 bei Bernhard von Clairvaux für die Gründung eines Zisterziensienskloster auf Trier-Gebiet ein. Daraufhin entsandte dieser um 1134 von Clairvaux aus einen Gründerkonvent unter Abt Randulf.

IMG_8979Zunächst ließ sich der Konvent in Winterbach an der Kyll nieder bevor Bernhard bei einem Besuch 1135 Himmerod im Salmtal als neuen Standort bestimmte. Heute leben im Kloster immer noch Zisterzienser-Mönche. Das Kloster betreibt in der alten Mühle ein Museum mit wechselnden Kunstausstellungen,  einen Klosterladen, eine Gaststätte mit sehr guten Essen, ein Gäste- und Exerzitienhaus und eine Fischerei. Auch finden eine Vielzahl an Veranstaltungen, Seminaren, Konzerten und Ausstellungen in der Abtei im Salmtal statt wie Meditationswochenenden, Gebetstage oder der Himmeroder Orgelsommer. Weitere Informationen: www.abteihimmerod.de

 

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 18 km

Gehzeit: 4,30 Stunden

GPS-Track: herunterladen

Auf- und Abstiege: 132/194m

ÖPNV:

  • Regionalbahn Trier-Koblenz bis Wittlich, Umsteigen in Bus 300
  • Rückfahrt mit Bus 300 von Großlittgen nach Manderscheid

Einkehrmöglichkeiten: unterwegs keine

Übernachten:

  • Kloster Himmerod, Telefon: 06575/951344
  • Landgasthof Litticherhof, Großlittgen, Telefon: 06575/4146
  • Gasthof Graf Zils, Großlittgen, Telefon: 06575/4480

Sehenswürdigkeiten:

  • Kloster Himmerod, Großlittgen
  • Heimatmuseum Manderscheid, Kurfürstenstraße 9a
  • Maarmuseum Manderscheid, Wittlicherstraße 11
  • Observartorium, Schalkenmehren, Telefon: 06592/2150
  • 7 Sachen-Laden für Wanderer, Himmerod, Abteistraße 7
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