Diese Wanderung gehört zu den schönsten Touren in der Vulkaneifel. Bereits der Anblick der faszinierenden Ober- und Niederburg versetzt den Wanderer zurück in die Zeit der Ritter und Gaukler. Die Wanderung führt durch wunderschöne, idyllische Bachtäler von Lieser und Seilbach, besinnliche und einsame Wälder des Falbachtals, über den traumhaften Lieserpfad und Eifelsteig zurück nach Manderscheid. 

IMG_8660Wir beginnen die Wanderung am Kurpark in Manderscheid und folgen dem Wegweiser „Grafschafts-Pfad“ an der Straße entlang. Kurz vor einer Rechtskehre biegen wir nach rechts auf einen schmalen Pfad ab, von dem wir die ersten schönen Ausblicke auf die mächtige Ober- und Niederburg genießen, die sich auf einem Bergrücken erheben. Nach nur wenigen Minuten erreichen wir die „Pellenzkanzel“ und die nur wenige Schritte von ihr liegende „Schmitthütte“, die zum verweilen einladen. Rechts von ihr folgen wir einem abwärtsführenden Pfad der zu einem Hauptweg führt, an diesem gehen wir nach links und überqueren einen Holzsteg, gehen abermals nach rechts, queren einen Bach über einen Steg und folgen dem Pfad nach links, der später in einen breiten Waldweg übergeht und zu einer Rastbank mit Weggabelung führt.

IMG_8664An dieser halten wir uns links und wandern durch herrlichen, ja fast besinnlichen Wald an der Hangkante entlang bis zum Aussichtspunkt „Waldmanns-Lust“, von dem wir wieder einen schönen Blick auf die Manderscheider Burgen haben. Von hier folgen wir einem Pfad bis zu einer Weggabelung, wir halten uns links und steigen nach etwa 20 Meter über Stufen aufwärts in Richtung Patenburg. Der Pfad schlängelt sich nun durch herrlichen Wald mit Blick auf die Burgen und den kleinen Ort Manderscheid und geht nach wenigen Minuten in einen Forstweg über der zu einer Weggabelung führt. Wir folgen dem Weg rechts leicht aufwärts durch herrlichen Laubwald und treffen auf eine Wegkreuzung, an dieser halten wir uns scharf links und wandern weiter durch Wald bis zu einer Linksbiegung. An dieser führt nun ein schmaler Pfad rechts steil aufwärts durch Wald zu einem Asphaltweg.

IMG_8671Auf der gegenüberliegenden Seite folgen wir einem schmalen Pfad bis zur Landstraße und folgen dieser nach rechts aufwärts und erreichen den Ortsanfang von „Pantenburg“. Wir folgen der Straße weiter in den Ort hinein, passieren die Kirche linker Hand und treffen auf eine Straßenkreuzung. Wir überqueren die Straße und folgen dem asphaltierten Wirtschaftsweg rechter Hand am großen Kruzifix vorbei durch offene Flur, passieren den Sportplatz und wandern auf einem Schotterweg in den Wald hinein. Der Weg führt nun für einige Zeit abwärts bis zu einer Weggabelung, wir wandern weiter geradeaus und treffen abermals auf eine Wegkreuzung mit Rastbank und Wegweisern. Nach einer kleinen Rast folgen wir dem Wegeschild „Laufeld/Falbachtal“ stetig aufwärts.  Der Weg geht bald in einen asphaltierten Wirtschaftsweg über, wir passieren eine kleine Kapelle am Wegesrand und gelangen zu einer Wegkreuzung mit Blick auf die Kirche von Laufeld.

IMG_8688Wir überqueren die Straße und wandern weiter geradeaus, passieren einen Kreuzweg mit Ruhebank und erreichen den kleinen Ort Laufeld. Wir gehen in den Ort hinein und folgen bei einer Linkskurve dem Weg nach rechts, passieren den Friedhof und gelangen zum Ortsende. Wir folgen der Straße etwa 200 Meter geradeaus und biegen dann nach links ab, passieren eine Rastbank und wandern durch blühende Ginstersträucher auf breiten Weg abwärts bis zu einer Weggabelung. An dieser biegen wir nach links ab und erreichen einen alten Steinbruch mit Infotafel und Rastbänken im Falbachtal. Von hier gelangen wir nach 10 metern zu einer Weggabelung, wir folgen dem Weg nach rechts queren einen Holzsteg und erreichen eine weitere Weggabelung, wir gehen nach rechts auf breiten Waldweg und treffen erneut auf eine Gabelung.

IMG_8723Wir gehen nach links und nach wenigen Metern wieder nach rechts und folgen dem Wegweiser „Lieserblickweg“ nun für längere Zeit durch Wald entlang der Lieser bis zu einer Weggabelung. An dieser wandern wir weiter geradeaus und treffen auf eine weitere Wggabelung, wir folgen dem linken Weg steil aufwärts bis zu einer Wegverzweigung. An dieser folgen wir dem Wegweiser „Lieserpfad nach Manderscheid“ auf schmalen Pfaden durch herrlichen, stillen Wald, queren mehrere Holzstege und wandern an dunkelgrün bemoosten Felspartien zum Ausgangspunkt zurück.

Manderscheider Burgen

IMG_8666Nicht immer ging es in dem Eifelstädtchen Manderscheid so friedlich zu wie heute. Damals standen sich die Ober- und Niederburg feindlich gegenüber. Hier trafen die Machtbereiche des Trierer Kurfürsten und der Grafen von Manderscheid aufeinander und nur das schmale Tal der Lieser trennte die beiden Burgen voneinander. Die Niederburg ist die jüngere der beiden Burgen und wurde erstmals 1173 urkundlich erwähnt. Sie war der Stammsitz des bedeutendsten Adelsgeschlechts der Eifel in Mittelalter – der Grafen von Manderscheid, die als Vögte der Echternach Abtei auf Luxemburger Hoheitsgebiet regierten. Ein größerer Ausbau der Burg und Befestigungsanlage erfolgte unter Wilhelm von Manderscheid. Von 1346 bis 1348 wurde die Burg durch den Trierer Kurfürsten belagert aber nie eingenommen. Die Niederburg befindet sich seit 1899 im Besitz des Eifelvereins und wurde immer wieder restauriert.

IMG_8677Die Oberburg ist die ältere der beiden Burgen, wann sie jedoch erbaut wurde ist bis heute unbekannt. Kaiser Otto der II. schenkte sie dem Erzbischof von Trier. Zu jener Zeit stand sie unter der Hoheit von Luxemburg und war der erste Stammsitz der Grafen von Manderscheid. Die Burg wurde 1140 durch den Erzbischof Albero von Trier im Kampf gegen Heinrich von Luxmburg eingenommen. Unter Erzbischof Hillin von Trier wurde die Burg 1160 mit dem heute noch vorhandenen Bergfried wieder aufgebaut. Die Burg wechselte im Verlauf der Jahrhunderte öfter ihren Besitzer und wurde 1673 von französischen Truppen zerstört. Ende des 18. Jahrhunderts war die Burg fast verfallen und unbewohnbar. Im Jahr 1920 kaufte die Gemeinde Manderscheid die Ruine der Oberburg, restaurierte sie zum Teil um ihren dauerhaften Verfall zu sichern.

 

Schwierigkeitsgrad: mittel

Wegstrecke: 14,7 km

Gehzeit: 4 Stunden

GPS-Track: herunterladen

Auf-/Abstiege: 591/583m

Startpunkt:

  • Kurpark Manderscheid, Touristinformation
  • Laufeld
  • Pantenburg

Zielpunkt: Kurpark Manderscheid, je nach Startpunkt

Parken:

  • Kurpark Manderscheid
  • Grafschaftshalle Laufeld
  • Im Ort Pantenburg

ÖPNV:

Regionalzug Trier-Wittlich, Umsteigen in Buslinie 300 Wittlich-Daun

Taxi:

  • Minicar Vulkaneifel: 06573-9225884
  • Schüller: 06592-515
  • Ganser: 06592-500

Sehenswürdigkeiten:

  • Ober- und Niederburg
  • Maarmuseum
  • Puppen- und Spielzeugmuseum
  • Naturlehrpfad Laufeld
  • Kirche St. Willibrord
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