Auf dem Waldmythenweg in Waldbröl, einer kleinen Marktstadt im bergischen Land, geht man den faszinierenden Mythen des Waldes auf den Grund. Der Weg führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft und beschauliche Dörfer und an 11 Infotafeln und Texttafeln erhält man interessante Informationen über den Wald, seine Mythen und Sagen und seine geheimnisvollen Bewohnern, wie den Elfen, Zwergen, Räubern, Hexen, Einhörnern und den Wolf. Die Wanderung führt auch entlang am Naturerlebnispark Panarbora.

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Am Samstag trafen sich 22 Mitglieder der Wanderteufel um einmal ein ganz anderes Wandergebiet auszuloten, das „Bergische Land“. Die wenigsten wussten, mich eingeschlossen, wo das Bergische Land überhaupt liegt und das man dort auch wandern kann. Aber! Wofür gibt es Suchmaschinen. Das es in Nordrhein-Westfalen liegt wusste ich bereits.  Aber das es sich von der Ruhr im Norden, dem Rhein im Westen bis zur Sieg im Süden und bis zum Sauerland erstreckt war mir unbekannt. Grob gesagt liegt das Bergische Land zwischen den Städten Siegen, Köln, Duisburg und Hagen. Die Gemeinschaftstour war sehr gut organisiert und für Verpflegung war reichlich gesorgt. Das Wanderwetter war optimal und die Stimmung ausgezeichnet.

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Mythen, Mythenmärchen und Zaubermärchen sind kulturübergreifend und man findet sie auf der ganzen Welt und sie können die Herkunft, das Dasein oder die Herkunft einer Kultur erklären. In der Antike gehörten die Mythen zur diesseitigen Anderswelt, die man um Schutz oder Segen bat. Neben elf Infotafeln auf dem Waldmythenweg gibt es geheimnisvolle Wesen zu entdecken, wie Kobolde, Feen, Zwerge, Elfen, Riesen oder sogar Wanderteufel, wer weiß das schon so genau.

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„Der Wald ist immer noch voller Wunder, herrlich wie am ersten Tag. Man muss sich nur die Muße nehmen, sie zu schauen“,  hat schon Erich Hornsmann gewusst. Aber bevor uns die Muße küsst, schulter wir erst einmal unsere Rucksäcke und fangen an loszulaufen. Wir beginnen unsere Wanderung am Parkplatz etwas oberhalb der Fischteiche von der „Vierbucher Mühle“, die 5 km von Waldbröl entfernt liegt, und folgen der Straße nach rechts und biegen am Ende des Parkplatzes nach links auf einen Wirtschaftsweg ab und ignorieren andere Abzweigungen. Wir folgen nun im Weiler „Diepenthal“ der Straße nach links hinauf und erreichen den kleinen Ort „Hochwald“ und genießen den schönen Blick zum Siebengebirge. An der Ortseinmündung gehen wir ein kurzes Stück nach rechts, biegen direkt darauf nach links ab und wechseln nach einigen Schritten halbrechts auf einen Waldweg und tauchen in das Reich von Räubern, Wilderern und Robin Hood ein.

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Welches Kind kennt seinen Namen nicht „Robin Hood“, der edle englische Räuber, der nahe Nothingham im Sherwood Forrest mit seinen Getreuen lebte und für Gerechtigkeit sorgte. Aber gab es ihn wirklich? Robin Hood war ein Held vieler englischen Balladen die sich über viele Jahrhunderte hinweg zu der heutigen Sage formte. Im 13. Jahrhundert war immerhin Robin Hood ein Spitzname für Gauner der unterschiedlichsten Couleur, mehr erfahren wir darüber auf der Hinweistafel. Nach etwa 750 m gehen wir an der Gabelung links abwärts und treffen in einer Kurve  auf eine Straße, folgen ihr abwärts und biegen vor einer Brücke über einen Bach links ab. Nach etwa 200 m queren wir den Bach nach rechts, gehen zur Straße, der wir nach links in Richtung des kleinen Ortes „Baumen“ folgen und biegen davor nach rechts ab. Hier erfahren wir etwas über keltische Gelehrte, die Druiden.

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Wir setzen unsere Wanderung jenseits eines anderen Baches links bachaufwärts weiter fort und queren an einer Brücke den Bach und setzen die Wanderung nach links fort.  Auf einer Infotafel erfahren wir etwas über Asterix und den Wald. An der nächsten Abzweigung biegen wir nach rechts ab um nur wenige Meter weiter abermals nach rechts abzubiegen und wandern gleich darauf nach links aus dem Ort heraus. Nun wandern wir zwischen Wiesen und Feldern hindurch und über eine Straße weiter hinauf zum Waldrand. Nun tauchen wir gemeinsam mit dem „Bergischen Panoramasteig“ in den Wald ein, der uns zu einem Wirtschaftsweg führt, dem wir nach rechts über die Kuppe „Auf der Huth“ folgen. Hier begegnen uns Elfen auf der Hinweistafel, Naturgeister die aus der nordischen Mythologie stammen.

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Wir erreichen eine Straße und folgen ihr nur wenige Meter nach links und biegen direkt hinter dem Ortsschild von „Herfen“ nach rechts auf einen Waldweg ab.  Die nächste Infotafel gibt uns Auskunft über Elfen. An zwei nach einander folgenden T-Kreuzungen gehen wir nach links und folgen dem Weg in ein Bachtal hinein und wenden uns vor einem Gebäude nach rechts, folgen der Straße geradeaus bis zu einer weiteren Kreuzung. Dort halten wir uns rechts, queren eine Straße in den Ort „Herfen“ und folgen an der zweiten Abzweigung dem Straßenverlauf rechter Hand und biegen nach rechts in die Straße „Unterhof“ ein.  Wir passieren den Naturerlebnispark Panarbora. In ihm befindet sich Deutschlands längster Baumwipfelpfad bei Waldbröl, mit 40 m hohen Aussichtstürmen, von denen die Besucher spektakuläre Ausblicke über das Bergische Land haben.

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Am Ende dieser Straße wandern wir parallel zu einem Bach talab. Dieses mündet in ein weiteres Tal und wir biegen vor der Querung eines Baches nach rechts ab und folgen etwa 600 m dem Weg am Waldrand entlang, bevor wir nach links abbiegen. Wir queren einen Bach und die Straße und wandern auf der anderen Talseite aufwärts nach „Helten“. Dort biegen wir alsbald nach links in die Straße „Schlaggarten“ ein und wandern bald darauf am Waldrand entlang nach rechts und gehen an der ersten Kreuzung abermals nach rechts. An der folgenden Kreuzung biegen wir links ab und folgen der Straße über die Kreuzung, um an der nächsten am Ortsrand von „Wehn“ nach rechts abzubiegen. Nun wandern wir etwa 600 m durch herrlichen Wald und biegen anschließend nach links ab und wandern talwärts.

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Dort gehen wir nach rechts und nach etwa 150 m wieder nach links, queren das Tal und wandern auf der anderen Seite nach links weiter. Nach etwa 400 m biegen wir nach links ab und folgen dem Weg zum „Haus am Mühlenberg“ und wandern zum Ausgangspunkt zurück.

 

Schwierigkeitsgrad: leicht

Wegstrecke: 13 km

Gehzeit: 3,30 bis 4 Stunden

ÖPNV: Anfahrt mit Bahn und Bus

Einkehrmöglichkeit: Vierbucher Mühle

 

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