Diese aussichtsreiche Wanderung führt von Riva del Garda, der Perle des nördlichen Gardaseegbietes, durch farbenfrohe Gassen und Schwarzkiefernwald steil hinauf zur „II Bastione“ von Riva del Garda, die wie ein Adlerhorst am Hang des Monte Rocchetta thront. Von hier hat man  einen phantastischen Ausblick auf die Stadt, den Hafen und den See.

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Die Festung „II Bastione“ besteht aus wunderschönen grauen Naturstein und gehört  zu einer der beeindruckenden  Symbolen  von Riva del Garda. Sie wurde Anfang des 16. Jahrhunderts errichtet, um die Stadt und ihre Bewohner zu schützen. Im Jahr 1703 wurde die Festung durch die Truppen von General Vendòme zerstört und der Zentralkomplex der Bastion vermint und damit unbrauchbar gemacht. Bevor wir zur Wanderung aufbrechen machen wir noch einen Spaziergang an der Seepromenade, die zu einer der schönsten und elegantesten gehört. Von See gelangen wir schnell in den Kern von Riva del Garda und stehen plötzlich auf dem Platz des 3. November, mit herrlichem Blick auf den See und dem Hafen aus dem 14. Jahrhundert, der von Guglielmo de Frisoni da Como erbaut wurde.

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Ein kurzes Stück weiter liegt das Rathaus, das dem Prätorenpalast angeschlossen ist, den die Skaliger im Jahr 1383 errichteten. Durch die „Porta Bruciata“ gelangen wir durch die beiden Gebäude zum „Rocco-Platz“, der sich bis heute das herrschaftliche Aussehen bewahrt hat. Von hier gelangen wir mit wenigen Schritten zum „Aponale-Turm“, der sich 34 Meter hoch an der Seite des Platzes 3. November in den blauen Himmel erhebt. Er wurde im 13. Jahrhundert aus verschiedenen Quadersteinen als Wachturm über dem Hafen erbaut. 165 Stufen muss man erklimmen bis auf die Turmspitze zu gelangen um die herrliche Aussicht auf den Platz, die Stadt und das azurblaue Wasser des Sees zu genießen.

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Von hier gelangt man schnell zu Skalierburg  „Di Roccha“. Die Burg durften die Bürger nur mit der Genehmigung des damaligen Bischof Altemanno errichten. Im 16. Jahrhundert wird sie zu einer der Residenzen der Fürstbischöfe und im 19. Jahrhundert wurde sie zu einer österreichischen Kaserne umgebaut. Vom Hauptturm genießen wir wieder einen schönen Blick über die Stadt und den See. Wir schlendern weiter durch Riva und gelangen zur berühmten „Involata-Kirche“, das wohl das bekannteste Monument von Riva del Garda ist. Sie wurde um 1603 im Auftrag von Gaudenzio Madruzzo und seiner Gemahlin errichtet, 1636 eingeweiht und zwar als Pilgerstätte und Hüterin eines geheimnisvollen Tabernakels.

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Die Kirche erstrahlt durch ihren eleganten Barockstil. Die Kirche verfügt über fünf Altäre, drei Portale und Gewölben mit wundervollen Fresken und Stuckarbeiten. Wir erreichen die Stadtmitte und die Pfarrkirche „Maria Assunta“ sowie die Piazza Cavour, von der wir unsere Wanderung aus starten. Von hier laufen wir zur Via Monte Oro, gegenüber der Via Bastione und folgen auf der anderen Straßenseite dem Hinweisschild (Nr. 404) Via Ferrata und Santa Barbara. Nun geht es auf einer gepflasterten kleinen Straße über Kehren aufwärts und erreichen in etwa 30 Minuten die Bastion.

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Nach dem wir reichlich ferngeschaut haben, gehen wir ein kurzes Stück bis vor die Bastion zurück und folgen dem Weg (Nr.40 4) der steil nach oben führt und erreichen nach etwa 60 Minuten die Capanna Santa Barbara. Von hier geht es zu dem kleinen Kirchlein Chiesetta di Santa Barbara, von der wir ebenfalls einen herrlichen Blick auf den See und den Ort haben. Nun geht es auf dem gleichen Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt. Die Gehzeit beträgt knapp 2 Stunden.

 

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